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Altersabhängige Makuladegeneration
Der nachfolgende Text stammt aus der Informationsschrift Altersabhängige Makuladegeneration - Was ist das?, Nr. 13, 03-2008, herausgegeben von der PRO RETINA Deutschland e. V.:
Kann ich der Krankheit vorbeugen oder ihr Fortschreiten verzögern?
Eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung kann einer AMD möglicherweise vorbeugen. Die Ernährung beeinflusst den Stoffwechsel im Körper des Menschen. Entscheidend ist, dem Körper und damit auch dem Auge ausreichende Mengen an Nährstoffen und Vitaminen zuzuführen; denn gezielte, gesunde Nahrung regt den Stoffwechsel an. Das Auge ist ein sehr komplexes und kompliziertes Gebilde mit vielerlei Bedürfnissen. Ist sein Stoffwechsel gestört, kann das in der Konsequenz die AMD fördern.
Zu einer gesunden und vitaminreichen Ernährung sollten Sie täglich viel Obst
und Gemüse zu sich nehmen. So enthalten vor allem dunkelgrüne Blattgemüse für
das Auge wichtige Antioxidanzien (Substanzen, welche die im Körperstoffwechsel
entstehenden aggressiven Sauerstoffradikale neutralisieren und dadurch schützend
wirken). Früchte und Gemüse enthalten ebenfalls wichtige Karotenoide, die der
Körper nicht selber herstellen kann und die nur über die Nahrung aufgenommen
werden können. Die Karotenoide in der Nahrung haben eine schützende Wirkung.
Lutein und Zeaxanthin konnten in der Medizin als gelbes Pigment in der Netzhaut
identifiziert werden.
Zum einen binden beide Substanzen freie Radikale und
zum anderen absorbieren sie bestimmte Wellenlängen des Lichts und fangen so die
schädliche UV-Strahlung ab, quasi als Sonnenbrille im Auge. Große Mengen der
beiden Stoffe finden sich in verschiedenen rohen oder schonend gegarten Gemüse.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Broschüre "AMD und Ernährung". Zum
Seitenanfang
Vorbeugung mit antioxidativen Vitaminen und Zink (ARED-Studie)
Andere Nährstoffe und Vitamine sind ebenfalls als wichtige Nahrungsbestandteile erkannt worden. In umfangreichen Studien (vor allem der "ARED-Studie") haben Patienten in bestimmten Stadien einer AMD von der Einnahme einer Kombination hoher Dosen bestimmter Vitamine und Mineralstoffe profitiert: Vitamin C, Beta-Karotin, Vitamin E, und Zink konnten den Krankheitsverlauf verzögern. Raucher sollten diesen Cocktail nicht einnehmen, da die dauerhafte Einnahme von Beta-Karotin das Lungenkrebsrisiko erhöhen kann.
Ob diese Medikation bei Ihnen in Frage kommt, sollte in jedem Fall vorher mit Ihrem behandelnden Augenarzt geklärt werden.
Grundsätzlich spielen die Vitamine A, C und E eine wichtige Rolle. Alle drei gelten als Radikalfänger und schützen so unsere Zellen. Achten Sie daher darauf, dass Sie sich ausgewogen ernähren, vor allem vitaminreich, zusätzlich mit den beiden Karotenoiden Lutein und Zeaxanthin sowie dem Spurenelementen Zink. Bei einer unausgewogenen Ernährung stehen entsprechende Nahrungsergänzungsmittel für die Augen auch im Handel zur Verfügung. Wichtig ist vor allem bei bestimmten AMD-Frühstadien die richtige hohe Dosierung, bitte lassen Sie sich hierzu von Ihrem Augenarzt ausführlich beraten. Zum Seitenanfang
Lesen Sie auch die folgenden Kapitel der Informationsschrift Altersabhängige Makuladegeneration - Was ist das?:
- Vorwort
- Was ist eigentlich die Makula?
- Was ist die Ursache für die AMD?
- Welche Formen der AMD gibt es?
- Wie verändert sich das Sehen mit der AMD?
- Leben mit der AMD
- Ist die Früherkennung der Krankheit wichtig?
- Wie kann die AMD diagnostiziert werden?
- Welche Risikofaktoren gibt es?
- Kann ich der Krankheit vorbeugen oder ihr Fortschreiten verzögern? (diese Seite)
- Wie wird eine AMD behandelt?
- Welche Therapieansätze gibt es darüber hinaus?
- Was kann ich tun, um mit AMD besser leben zu können?
Zuletzt geändert am So, 2010-07-04 18:41

