Pathologische Myopie (krankhafte Kurzsichtigkeit)

Auf dieser Seite finden Sie einen kurzen Überblick über das Krankheitsbild Pathologische Myopie und MD. Bei der PRO RETINA Deutschland e. V. gibt es spezielle Berater für dieses Krankheitsbild und die Betroffenen sind im Arbeitskreis Pathologische Myopie mit organisiert.

Ausführliche Informationen zu diesem Krankheitsbild finden Sie unter dem Link Krankheitsbild.

Kurzinfo

Die pathologische Myopie (PM) tritt meist erst ab einer Stärke von -6,0 Dioptrien oder einer Länge des Augapfels von mehr als 26 mm auf.

Bei der PM kann es durch das kontinuierliche oder schubweise, übermäßige Längenwachstum des Augapfels zu Dehnungen der Netzhaut und Aderhaut kommen.

Als Folge treten gehäuft durch eine Verdünnung des Netzhautgewebes Risse in den feinen Netzhautschichten auf, sogenannten Lacksprüngen. Das sind Risse in der Bruch´schen Membran (zwischen der Netzhaut und der sie versorgenden Aderhaut gelegen). Sie führen zu einer verminderten Durchblutung des Netzhautgewebes. Hierdurch können sich meist an der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) neue, krankhafte Blutgefäße bilden, die chorioidale Neovaskularisation (CNV). Sie wachsen unter oder in die Netzhaut hinein. Im Verlauf dieses Prozesses kommt es zum Austritt von Flüssigkeit und Blut, was zu einem Untergang der Sinneszellen in der Netzhaut und zu Vernarbungen führt.

Für Menschen mit hoher Myopie besteht außerdem ein erhöhtes Risiko der Netzhautablösung, der peripheren Riss- und Lochbildung in der Netzhaut und einer Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom = Grüner Star)

Sehen Sie hierzu auch unseren Informationsflyer Myopie

 

Aufgaben und Ziele:

Der Arbeitkreis vertritt Menschen mit einer Pathologischen Myopie in der PRO RETINA Deutschland e. V.:

  • Information und Aufklärung von myopen Hochrisiko-Patienten über die Frühsymptome von möglichen Begleit- und Folgeerkrankungen
  • Veranstaltung von regelmäßigen Patientensymposien unter Mitwirkung von Fachärzten, Forscher und Myopie - Spezialisten.
  • Auskunft über Ursachen, Risiken und neueste Forschungsergebnisse sowie Therapiemöglichkeiten

Ansprechpartner

Ruth Forschbach, Leitung Arbeitskreis
Telefon (0 22 34) 6 11 50
E-Mail-Kontakt mit Ruth Forschbach

Informationen zu Hilfsmitteln

Auf den Internetseiten der PRO RETINA Deutschland e. V. halten wir für Sie einen Simulator bereit, der Ihnen die veränderte Sichtweise bei den unterschiedlichen Netzhaut- bzw. Augenerkrankungen verdeutlichen kann. Sie finden den Simulator unter dem Link Simulation von Augenerkrankungen.

Zuletzt geändert am 29.02.2016 13:47