Prof. Birgit Lorenz erhält Bielschowsky-Wissenschaftspreis

Pädiatrische Neuroophthalmologie, frühkindlicher Nystagmus sowie innovative Diagnostik und Therapie, okuläre Bildgebung in Strabologie und Neuroophthalmologie, minimale und maximale Augenmuskelchirurgie: Die Themenschwerpunkte der 20. Tagung der Bielschowsky-Gesellschaft für Schielforschung und Neuroophthalmologie waren zugleich ein Kaleidoskop der Sehforschung. Auf Einladung von Prof. Birgit Lorenz, Direktorin Universitäts-Augenklinik Gießen, fand die Bielschowsky-Tagung in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) statt. Expertinnen und Experten beschäftigten sich mit operativen Therapien, Forschungen zur Diagnostik und Arbeiten zu Erkrankungen mit genetischen Ursachen.

Hohe Auszeichnung für Prof. Lorenz

Die Gastgeberin durfte sich zudem über die Verleihung des Bielschowsky-Wissenschaftspreises freuen. Die Wissenschaftlerin und Ärztin hat seit 2007 die Professur für Augenheilkunde mit dem Schwerpunkt Strabologie und Neuroophthalmologie am Fachbereich 11 – Medizin der JLU inne, ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Standort Gießen des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) sowie Leiterin der der Klinik angeschlossenen staatlich anerkannten Orthoptiklehranstalt. Lorenz ist zudem unter anderem Sprecherin der Sektion Genetik der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sowie Präsidentin der International Society for Genetic Eye Diseases and Retinoblastoma (ISGEDR).

Gen- und zellbasierte Therapien für die Behandlung neuroretinaler Degeneration

Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist auch der Kampf gegen die bislang unheilbare Netzhautdegeneration: Einen wichtigen Schritt hin zur translationalen Medizin konnten Prof. Knut Stieger und Prof. Lorenz kürzlich durch die erfolgreiche Einwerbung eines DFG-Schwerpunktprogrammes (SPP 2127) mit dem Titel „Gen- und zellbasierte Therapien für die Behandlung neuroretinaler Degeneration“ gehen, dem beide als Koordinator respektive Ko-Koordinatorin vorstehen (siehe auch PRO RETINA News vom 9.04.2017, Uni Gießen: Gemeinsamer Kampf gegen Netzhautdegenerationen").

Im Rahmen dieses Schwerpunktprogramms werden zunächst über drei Jahre insgesamt rund acht Millionen Euro für Forschungen zur Entwicklung neuer Therapieformen, zur Weiterentwicklung existierender Therapieformen und zur klinischen Validierung der Behandlungen für bis zu 25 Einzel- beziehungsweise Tandemanträge von Forscherinnen und Forschern aus ganz Deutschland verteilt. Prinzipiell ist der SPP auf sechs Jahre ausgelegt.

Bielschowsky-Gesellschaft

Die Bielschowsky-Gesellschaft befasst sich inhaltlich mit allen Fragen der Schielforschung und Neuroophthalmologie, wobei beide Forschungsfelder stark überlappen. Erstmalig wurde auch ein Preis für die Lebensleistung vergeben, und Frau Professor Birgit Lorenz ist die erste Trägerin dieses neuen Wissenschaftspreises.

PRO RETINA News gratuliert

Prof. Birgit Lorenz ist auch den Mitgliedern und Freunden der PRO RETINA ein Begriff. Sie ist seit vielen Jahren Mitglied des Arbeitskreises Klinische Fragen (AKF) und des Wissenschaftlichen und Medizinischen Beirates (WMB) und unterstützt die Aktivitäten des Vereins immer wieder auch mit Ihrer Teilnahme an verschiedensten Symposien und Veranstaltungen. Gerne nimmt daher die Redaktion von PRO RETINA News an dieser Stelle die Gelegenheit wahr, um sich für die Unterstützung zu bedanken und zu dieser Auszeichnung herzlich zu gratulieren!

Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)

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Zuletzt geändert am 14.07.2017 10:45