AUSFLUG DER RG DRESDEN NACH MOHORN UND HETZDORF AM 16.04.2016

Die RG Dresden hat unter bewährter guter Organisation und Vorbereitung durch Elke Weichelt, der RG-Leiterin, einen lehrsamen und erlebnisreichen Ausflug nach Mohorn mit anschließender Wanderung nach Hetzdorf durchgeführt.

Es hatten sich 32 Teilnehmer angemeldet. Mohorn, ein Ortsteil der sächsischen Kleinstadt Wilsdruff, mit etwa 1300 Einwohnern liegt am nördlichen Rand des Tharandter Waldes, ca. 30 km von Dresden entfern, an der B 173.

Am Anfang unseres Wanderausfluges stand der Besuch des bekannten Räuchermittelherstellers KNOX in Mohorn- Grund. Herr Koch-Beier begrüßte uns an diesem Samstagvormittag herzlich und nahm sich reichlich Zeit, unserer Gruppe nach einem einleitenden Video die lange traditionsreiche Geschichte der Firma zu erläutern und die Produktion des Hauptproduktes der Firma, die weithin bekannten Räucherkerzen, zu erklären:

Der Apotheker Hermann Zwetz begründete vor 146 Jahren die wohl älteste Räucherkerzenfabrik Europas, die sich bis heute zu einer Räucherkerzen-Manufaktur entwickelt hat und deren Hauptprodukt, die Räucherkerze, weltweit bekannt sein dürfte. Im liebevoll eingerichteten Firmenmuseum kann man sowohl Rohstoffe als auch viele Fotografien und Texte zum Werden und Wachsen der Firma und seiner Produktion besichtigen. Auch wie sich die Verpackung der Räucherkerzen im Laufe der Zeit veränderte, wurde anschaulich dargestellt. Selbstverständlich wird der Besucher auch durch das weihnachtlich gestaltete Ambiente auf das wohl weitverbreitetste Einsatzgebiet der Räucherkerzen, und zwar zum Weihnachtsfest und zur Weihnachtszeit, eingestimmt. Der jährlich stattfindende Pyramidenanschub in Mohorn ist ein großes Ereignis in der Vorweihnachtszeit und beispielhaft für eine festverwurzelte Tradition und stärkt damit natürlich auch den Ort und die Region.

Aber inzwischen gibt es nicht nur Räucherkerzen für die Weihnachtszeit, sondern Duft- und Räucherprodukte für den ständigen Einsatz, sei es für ein gesundheitsförderndes Raumklima, gegen Insektenplage und vieles mehr. Nur 11 Mitarbeiter produzieren jährlich derzeit 65 Tonnen der begehrten Räucherartikel und exportieren sie in viele Länder der Welt.

In unserem Fall hatte Herr Koch-Beier natürlich viel zu erzählen. Er hatte es ja mit Sehbehinderten und Blinden zu tun. Er ließ es sich aber überhaupt nicht anmerken. So ging er sehr gern und sehr ausführlich auf jede von uns gestellte Frage ein. Er ermunterte uns, die ausgestellten Zutaten wie z.B. Weihrauch, Lavendel, Süßholzrinde und Sandelholz zu tasten, zu fühlen und zu riechen, was ja für uns Sehbehinderte und Blinde besonders wichtig ist. Er selbst verkostet auch mal Zutaten wie Süßholzrinde, um die gute Qualität der Zutaten zu testen. Nur die genaue Rezeptur des erfolgreichsten Produktes der Firma bleibt ein Geheimnis, so Herr Koch-Beier. Der Markenname „Knox“ ist also vielleicht auch augenzwinkernd als eine Anspielung auf das bekannte Fort Knox zu verstehen, in dem bekanntlich die Goldreserven der USA beschützt lagern. „KNOX - Echte Räucherkerzen aus dem Erzgebirge. Seit 1865 werden in Familien-Tradition bis heute die kleinen Duftwunder hergestellt.“ So heißt es auf der Firmen Internetseite, auf die ich hiermit gern verweisen möchte.

Internetseite der Firma KNOX (externes Angebot)

Nach Beendigung der Führung nutzten wir die Möglichkeit, im Shop der Firma Räucherartikel und weihnachtliches Zubehör zu kaufen.

Nach dem Mittagessen in der nahegelegenen Sportgaststätte wanderten wir nach Hetzdorf. Das Wetter hatte sich nachgiebig gezeigt und seine Regengüsse für die Wanderer eingestellt. So konnten wir auf einem Höhenwanderweg entlang des Tharandter Waldes die Landschaft rund um Mohorn genießen und hatten wunderschöne Ausblicke auf die umliegenden Wiesen, Hügel und Täler. Der Ausflug klang mit einem gemütlichen Kaffeetrinken im Waldhotel „Bergschlößchen“, nahe des Rehaklinikums Hetzdorf, aus.

Zuletzt geändert am 04.11.2016 14:46