Pressemitteilung vom 7.10.2007Podiumsdiskussion "Forschung verhindert Blindheit" zur Eröffnung der Woche des Sehens

Die Pro Retina Deutschland e.V. feiert in diesem Jahr ihr dreißig-jähriges Jubiläum. In diesem Rahmen, und im Namen der "Woche des Sehens", fand am 7. Oktober in Neuss eine Veranstaltung zur Eröffnung der Woche des Sehens statt.

Gruppenfoto Jahrestagung 2007 in Neuss


Auftaktveranstaltung zur Woche des Sehens

Die Woche des Sehens ist ein Zusammenschluss der größten Organisationen im Blinden- und Sehbehindertenbereich in Deutschland. Jeder Verband bringt seine eigene Kompetenz in dieses Aktionsbündnis ein. Die der Pro Retina liegt in dem Bereich aller Netzhauterkrankungen (RP, AMD, MD) und mit Stolz können wir sagen, dass wir in den letzten Jahren schon über eine Million Euro in die Forschungsförderung investiert haben.

Die Podiumsdiskussion wurde von Prof. Frank G. Holz, Leiter der Universitätsaugenklinik Bonn und Vorsitzender der DOG, moderiert. Namhafte Gäste aus Wissenschaft und Selbsthilfe erörterten den Stand der Netzhautforschung und den Beitrag der Selbsthilfe.

"Was brauchen die Forscher und Patienten im Gesundheitswesen und was macht die Forschungsförderung in Deutschland?" waren die zentralen Fragen der Diskussion. Hier konnte Christina Fasser aus Zürich, die Präsidentin von Retina International, über den internationalen Aspekt der Netzhautforschung berichten.

Prof. Bernhard Weber aus Regensburg sprach über die Bedeutung von High tech-Diagnostik, wie den RET Chip. Dies ist weltweit der erste Gen-Chip mit dessen Hilfe erbliche Netzhauterkrankungen im Rahmen einer humangenetischen Untersuchung diagnostiziert werden können. Die Entwicklung dieser einzigartigen Technologie wird von der Pro Retina alleine mit 250.000 EURO finanziert.


Informieren Sie sich bundesweit

Leider gibt es für Menschen mit einer Netzhauterkrankung immer noch keine Therapie. Alle Kräfte und Anstrengungen müssen gebündelt werden, um sehbehinderten und blinden Menschen eine Perspektive zu geben - durch Forschung, aber auch durch aktive Unterstützung bei der Bewältigung der Behinderung und ihrer Folgen. Beide Aspekte, also die Belange blinder und sehbehinderter Menschen sowie auch Möglichkeiten der Blindheitsverhütung, sind zentrale Anliegen der Woche des Sehens.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Hintergrund der Woche des Sehens finden Sie unter www.woche-des-sehens.de (externes Angebot).

Zuletzt geändert am 21.07.2009 10:43