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Nachrichten aus der Regionalgruppe Köln

Patientensprechstunde in der Universitätsaugenklinik Köln

Am 10. Januar 2014 konnten wir die Patientensprechstunde in der Universitätsaugenklinik Köln, Joseph-Stelzmann-Str. 1 , 50931 Köln, im dritten Stock, Zimmer 16, eröffnen.

Jeden Freitag von 13.00 - 16.00 Uhr werden im Wechsel Frau Brigitte Töller und Frau Waltraud Selbach ehrenamtlich die von Netzhautdegeneration Betroffenen beraten.

Anmeldung unter (02 21) - 58 45 38 oder 68 19 56

Dank Frau Braune, die die RP Ambulanz koordiniert, konnte schon am ersten Tag eine junge Mutter von drei Kindern, bei der vor kurzem RP diagnostiziert worden war, umfassend beraten werden.

Durch die Auslegung unserer Broschüren in allen Bereichen der Augenklinik können wir nicht nur Betroffene über ihre Erkrankung aufklären sondern möchten dadurch auch neue Mitglieder werben.

Unser Dank gilt besonders Prof. Dr. Claus Cursiefen, Prof. Dr. Bernd Kirchhof und Prof. Dr. Sascha Fauser, die es uns in kürzester Zeit ermöglichten die PRO RETINA Patientensprechstunde in ihrem Hause zu eröffnen.

Zuletzt geändert am Do, 2014-01-16 11:48

Eine Auswahl an Hilfsmitteln

Eine Auswahl an Hilfsmitteln stellte Melissa Kielbassa von der Firma Reinecker Reha-Technik in Köln anlässlich unseres ersten Regionalgruppentreffens 2013 vor.

Die Firma existiert schon seit 41 Jahren. Anlass der Firmengründung war ein Betroffener in der Familie des Firmengründers, der ein Bildschirmlesegerät brauchte, es aber am Markt noch keins gab. So baute Herr Reinecker als Fernsehtechniker ein Bildschirmlesegerät selbst und fing an, es zu vermarkten. Heute hat die Firma 140 Mitarbeiter, von denen 60 bundesweit im Außendienst tätig sind. Weitere Niederlassungen gibt es in den Niederlanden und Österreich.

Die Mitarbeiter fahren zu den Kunden nach Hause, führen dort die Geräte vor. Der Kunde erprobt den Umgang mit dem Gerät.

Reinecker Reha Technik ist Vertragspartner der meisten Krankenkassen. Auch die Abwicklung über Augenarzt und Krankenkasse wird durch Reinecker Reha Technik übernommen. Wenn die Zusage zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse eingegangen ist, liefert ein Mitarbeiter das Gerät nach Hause und macht eine Einweisung. Diese beiden Services, also Übernahme der Korrespondenz bis zur Bewilligung und Lieferung und Einweisung, sind inklusive.

Ein Bildschirmlesegerät wird abhängig von der bestmöglich korrigierten Sehschärfe verordnet, beispielsweise bei einem zehnfachen Vergrößerungsbedarf. Das stationäre Modell besteht aus einem großen Bildschirm und einem Kreuztisch. In den neueren Verträgen würden mittlerweile einige Krankenkassen den Farbbildschirm übernehmen. Wahlweise könnte man aber auch auf Farbe verzichten und die Krankenkasse die Autofocus-Funktion übernehmen lassen.

Das vorgeführte stationäre Bildschirmlesegerät gibt es auch als mobiles Modell. Der Bildschirm lässt sich ins Hoch- und Querformat drehen. Auch der Neigungswinkel lässt sich verändern. Es läuft akkubetrieben. Wenn gewünscht, kann ein kleiner Kreuztisch extra erworben werden.

Frau Kielbassa führte ein kleines mobiles Gerät vor, das von der Funktion her zwischen einer optischen Lupe und einem Bildschirmlesegerät liegt. Es deckt in etwa den Sehschärfebereich von 20 bis 30 Prozent ab. Ab einer Sehschärfe von 25 Prozent und weniger wird es oft komplett von der Krankenkasse übernommen. Das Gerät wird mit einem Akku betrieben. Drei Fotos lassen sich einfrieren, Kontrast und Farbe lassen sich verändern.

Ein Vorlesegerät wird verordnet, wenn die Sehschärfe zum Lesen mit dem Bildschirmlesegerät nicht mehr ausreicht. Das Gerät sieht aus wie ein Flachbettscanner. Hier wird ein Text auf das Vorlagenglas gelegt, eingescannt und vorgelesen. Hierfür sind nur wenige Bedientasten notwendig, die schnell erlernt werden können. Das Vorlesegerät gibt es in zwei Ausführungen. Das Grundgerät kann scannen und vorlesen. Das Gerät mit den erweiterten Funktionen speichert bis zu 600 Seiten Text und lässt sich an einen Computer anschließen. Mit einer Zusatzbox verhält sich das Gerät selbst wie ein kleiner Rechner. Der Anschluss eines Monitors ist möglich. Auch andere Sprachen lassen sich dazu buchen. Das Vorlesegerät in der Grundausstattung wird komplett von der Krankenkasse übernommen. Bei dem großen Gerät ist mit einer privaten Zuzahlung durch den Kunden zu rechnen. Der Kunde muss sich von Anfang an entscheiden, ob er das Grundgerät möchte oder das Vorlesegerät mit den erweiterten Funktionen und privater Zuzahlung.

Einen DAISY-Player zum Vorlesen von DAISY-Büchern gibt es in einer großen und einer kleinen Ausführung. Der kleine Player hat in etwa die Größe eines Smartphones. Auch ein sprechender Funkwecker machte die Runde, große Skatkarten und eine sprechende Armbanduhr, die den Lautsprecher hinten hat. Frau Kielbassa hatte weiterhin eine sprechende Körperwaage und eine sprechende Küchenwaage da.

Frau Kielbassa erläuterte Grundsätzliches zur Hilfsmittelversorgung: Ein verordnetes Gerät bleibt solange dem Kunden überlassen, bis es nicht mehr benötigt wird oder kaputt ist. Die Krankenkasse macht nur eine Grundversorgung. Verschlechtert sich die Sehschärfe, wird ein Bildschirmlesegerät gegen ein Vorlesesystem ausgetauscht. Der Betroffene kann also nicht beide Systeme nebeneinander laufen haben. Den Passus, man hätte nach fünf bis zehn Jahren Anspruch auf ein technisch neueres Gerät, gibt es nicht mehr. Eine einmalige Versorgung sei ausreichend - es sei denn, in ganz seltenen Fällen, das Gerät sei "aus der Steinzeit". Die Geräte sind bei der Krankenasse in einem Pool mit Seriennummer registriert, nach Abholung werden sie gereinigt, überholt und an den nächsten Nutzer weitergegeben.

Einen Überblick über die Produkte finden Sie unter http://www.reineckerreha.com/de/produktkategorien/de (externer Link).

Nun noch eine kleine Fußnote zur Daisy-Technik: DAISY ist ein Programm bzw. eine Technik bei Hörbüchern, die für DAISY aufbereitet wurden. Es lässt sich an jeder beliebigen Stelle ein Lesezeichen setzen, sodass beim erneuten Aufrufen nicht durch die Kapitel navigiert werden muss. Das kann man mit einer CD vergleichen, die irgendwo mit einer Pausen-Taste gehalten wird.

Zuletzt geändert am Do, 2013-03-07 14:52

neue interessante Berichte von der RG Köln Online

Unter der Rubrik "Berichte" sind drei neue Artikel Online

Link zu den Berichten

Zuletzt geändert am So, 2011-11-27 16:03

Patientensymposium: Die künstliche Netzhaut für RP-Patienten wird Kassenleistung

Patientensymposium der PRO RETINA Deutschland e. V. Die künstliche Netzhaut für RP-Patienten wird Kassenleistung

Am Montag, 24.10.2011 findet von 13:30 bis 16:00 Uhr das Patientensymposium der PRO RETINA Deutschland e. V. statt.

Einlass ab 13:00 Uhr

Filmhaus des Museums Ludwig
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Patienten mit hochgradiger Degeneration der äußeren Netzhaut, wie typischerweise bei Retinopathia pigmentosa (RP), können jetzt von einer zugelassenen Prothese profitieren. Nach klinischen Vor-Studien in den USA und Europa ist erstmals eine kommerziell erhältliche Retinaprothese auch in Deutschland verfügbar.

Die Prothese heißt Argus II. Sie ist ein implantierbares Gerät der zweiten Generation der Firma Second Sight Medical Products Inc. aus den USA. Das System wandelt Videobilder, die über eine Miniatur-Videokamera in der Brille des Patienten aufgenommen werden, in eine Serie von elektrischen Impulsen um, die drahtlos an eine Elektrodenmatrix auf der Oberfläche der Retina (epiretinal) übermittelt werden. Die verbleibenden Zellen der Netzhaut werden durch die Impulse stimuliert, und dadurch werden entsprechende Lichtmuster vom Gehirn wahrgenommen. Die Patienten lernen anschließend, die visuellen Muster zu interpretieren, und erlangen dadurch einen gewissen Grad an funktioneller Sehfähigkeit. Die Patienten der klinischen Vor-Studien wiesen Verbesserungen der Sehfunktion auf, unter anderem in Bezug auf die Erkennung von Objekten, Verbesserungen der Orientierungs- und Mobilitätsfähigkeit und sogar die Erkennung von Buchstaben.

Wir laden alle betroffenen Patienten zusammen mit ihren Angehörigen am 24.10.2011 nach Köln ein, sich zu informieren über die Chancen und Risiken der künstlichen Netzhaut von heute und über Voraussetzungen am Auge, die am ehesten einen Vorteil durch den Eingriff erhoffen lassen.

  • Ute Palm
  • PRO RETINA Deutschland e.V.
  • Prof. Dr. med. Bernd Kirchhof
  • Universitäts-Augenklinik Köln
  • Prof. Dr. med. Peter Walter
  • Universitäts-Augenklinik Aachen

Programm

  • 13:30 Uhr: Begrüßung
  • Neue Untersuchungs- und Behandlungsverfahren
    • Prof. Dr. med. Bernd Kirchhof
    • Universitäts-Augenklinik Köln
  • 13:35 Uhr: Verschiedene technische Entwicklungen der künstlichen Netzhaut
    • Prof. Dr. med. Peter Walter
    • Universitäts-Augenklinik Aachen
  • 14:00 Uhr: Fragen an Prof. Dr. med. Peter Walter
  • 14:15 Uhr: Stand der Entwicklung des elektronischen subretinalen Implantats Alpha IMS für Blinde
    • Reinhard Rubow
    • Retina Implant AG, Reutlingen
    • Dr. Katharina Stingl
    • Universitäts-Augenklinik Tübingen
  • 14:30 Uhr: Der Seheindruck mit Prothese. Wer profitiert am ehesten?
    • Claire Marie Gigon
    • Second Sight, Lausanne
  • 14:45 Uhr: Fragen an Reinhard Rubow, Dr. Katharina Stingl und Claire Marie Gigon
  • 16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Moderation: Ute Palm, PRO RETINA Deutschland e.V.

Bitte melden Sie sich bis zum 14.10.2011 per Fax unter 02 41 / 87 39 61 oder per E-Mail unter info@pro-retina.de zu dieser Veranstaltung an.

Informationen

Anreise vom Hauptbahnhof Köln

Ausgang Domseite / Treppe bzw. Aufzug zur Domplatte / links am Ende des Doms, vorbei durch das Museum Ludwig bzw. rechts am Museum vorbei, ist der Eingang zum Filmhaus, erste Etage

Anreise mit dem Auto

Der Beschilderung Zentrum - Dom folgen, Parkmöglichkeiten im Parkhaus am Dom

Veranstalter:

PRO RETINA Deutschland e.V.
Vaalser Straße 108
52074 Aachen
Telefon: 02 41 / 87 00 18
Telefax. 02 41 / 87 39 61

E-Mail: info@pro-retina.de

Am 11.11.2011 findet eine weitere Veranstaltung zu dem Thema in München statt.

Mehr Informationen erhalten Sie zu dem Thema bei Dr. Brigitte Mielke, Telefon 0 89 / 17 47 26, und im Internet auf dieser Internetpräsenz unter dem Link"Aktuelle Rundschreiben"

Wir danken für Ihre freundliche Unterstützung: Second Sight

Zuletzt geändert am Do, 2011-10-06 17:26

neue Artikel von der RG Köln Online

Unter der Rubrik "Berichte" sind zwei neue Artikel Online

Link zu den Berichten

Zuletzt geändert am Mo, 2011-08-08 09:26

Neuer Bericht zur Zooführung Online

Unter der Rubrik Berichte oder auf den nachstehenden Link findet ihr einen neuen Bericht vom letzten Regionalgruppenausflug.

Berühren und füttern erlaubt - Zooführung

Zuletzt geändert am Sa, 2011-05-21 10:25

Besinnliche Weihnachtsfeier mit Geschichten und Gedichten

Besinnliche Weihnachtsfeier mit Geschichten und GedichtenAutor: Nathalie Podda

Das diesjährige letzte Treffen der Regionalgruppe Köln fand am 20. November wie gewohnt im Teresa-von-Avila-Haus statt. Eine Vielzahl von Besuchern erschienen zu dieser Festlichkeit und wurden mit kleinen Leckereien wie Kaffee und Keksen bewirtet.

Im Juli und August hatten die Mitglieder der Regionalgruppe Köln die Möglichkeit, den Umgang mit dem Ton in einem Workshop im "Keramion" in Frechen kennen zu lernen. Die dabei entstandenen kleinen Kunstwerke waren im Rahmen der Weihnachtsfeier zu bewundern.

Kleine Kunstwerke aus TonVerschiedene kleine Kunstwerke aus Ton

Als Ehrengäste waren bei dieser Feier das Ehepaar Roswitha und Ernst-J. Künne eingeladen. Die beiden sind für ihre außergewöhnlichen Geschichten über Weihnachten, über das Leben, die Welt und die Zeit international bekannt geworden. Die Lesung ihrer Geschichten verzauberte alle Anwesenden und sorgte für eine andächtige und besinnliche Atmosphäre. Im Anschluss an die Lesung von Geschichten und Poesien entstand eine angeregte Fragerunde. Die Künstler gaben Tipps und Ratschläge, wie man die eigenen und persönlichen Lebensgeschichten niederschreiben und veröffentlichen könnte. Die Teilnehmer zeigten sich sehr interessiert und es schien, als ob einige auch bald die eigenen Geschichten zu Papier bringen werden. Wir warten gespannt auf ihre Werke.

Gedichtelesung bei der WeihnachtsfeierDas Ehepaar Roswitha und Ernst-J. Künne bei der Lesung ihrer Geschichten und Poesien

Möchten Sie mehr über die Künstler erfahren? Dann besuchen Sie ihre Homepage:
(externer Link) www.kuenne-verlag.de

Zuletzt geändert am So, 2011-01-30 16:15

Patienteninformationsveranstaltung Klinik Merheim

Klinik für Augenheilkunde Patienteninformationsveranstaltung Klinik Merheim (externes Angebot)

Wir möchten Sie auf eine Veranstaltung hinweisen, die am Mittwoch, den 09.02.2011, von 15:00 bis circa 17:30 Uhr

im Krankenhaus Merheim
Hörsaal RehaNova
Ostmerheimer Straße 200
51109 Köln

stattfindet. Das Thema der Veranstaltung ist: Leben mit schlechtem Sehen.

Einladung

Sehr geehrte Damen und Herren,

häufig sind die Sehschärfe beeinträchtigende Augenerkrankungen behandelbar. Für manche Augenerkrankungen gibt es allerdings auch heute (noch) keine wirksamen Therapieansätze.

Für die behandelbaren Augenerkrankungen verfügt die Augenklinik Köln Merheim über alle etablierten Behandlungsoptionen. Diese möchten wir Ihnen vorstellen.

Für nicht therapierbare Augenerkrankungen mit Sehschärfeneinbuße gilt: Funktionsverlust muss nicht zwangsläufig Verlust der selbständigen Lebensführung bedeuten.

Wir möchten Ihnen und betroffenen Angehörigen Behandlungsoptionen vorstellen und darüber hinaus Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihr (Rest-) Sehvermögen optimal nutzen können, sei es durch den Einsatz vergrößernder Sehhilfen, Mobilitätstraining, Erfahrungsaustausch über Netzwerke und vieles mehr. Vor allem aber wollen wir Sie ermutigen, solche Hilfe gezielt in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichem Gruß verbleibt
Ihr Prof. Dr. N. Schrage
Stellvertretend für das Team der Augenklinik.

Programm

  • 15.00 Uhr Begrüßung OA A. Schmitz
  • 15.05 - 15.15 Uhr Der Graue Star als Ursache für behandelbare Sehschärfenbeeinträchtigung Lt. OÄ Dr. C. Röckl-Müller
  • 15.15 - 15.25 Uhr Netzhaut- und Sehnervenerkrankungen als Ursache behandelbarer und nicht behandelbarer Sehbehinderungen Lt. OA Dr. A. Cordes
  • 15.25 - 15.35 Uhr Die Hornhaut und die Sehbahn als Ursache behandelbarer und nicht behandelbarer Sehbehinderungen OA A. Schmitz
  • 15.35 - 15.45 Uhr Hilfsmittel in der Versorgung von Sehbehinderten S. Kraatz-Danigo, Orthoptistin
  • 15.45 - 16.00 Uhr Möglichkeiten der ambulanten Rehabilitation sehbehinderter und blinder Menschen - Orientierung, Mobilität, lebenspraktische Fertigkeiten Dr. K. Mönkemeyer

16.00 - 16.15 Uhr Pause

  • 16.15 - 17.15 Uhr Diskussionsrunde: "Praktische Lebensbewältigung als Sehbehinderter"

Teilnehmer:

  • Frau Basten, BSV
  • Frau Morgen, IFD
  • Frau Palm, PRO RETINA
  • Herr Schauerte
  • Frau Stania, Netzwerk Sehen

Moderation: Prof. Dr. N. Schrage.

Können Sie einschätzen, wie gut oder wie schlecht Ihr Sehvermögen aktuell ist? Wissen Sie, ob Sie schielen?

Zur ersten Orientierung hat das Aachener Centrum für Technologietransfer in der Ophthalmologie e. V. - ACTO - , mit dem die Augenklinik Köln-Merheim eng zusammenarbeitet, einen Online-Sehtest für das Internet erarbeitet. Dort können Sie Ihre Sehfähigkeit testen und auch einen "Schieltest" durchführen.

Diesen Sehtest finden Sie auf der Website von ACTO - www.acto.de (externer Link). Der Link "www.amd-sehtest.de" (externer Link) auf der Startseite führt Sie zu dem Online-Sehtest.

Achtung: Die Daten des Tests werden nur von Ärzten ausgewertet, diese unterliegen der Schweigepflicht. Hinweise der ACTO-Wissenschaftler zum Ergebnis des Sehtests können Ihnen helfen, die Situation und das Ergebnis des Tests am PC richtig zu bewerten. Die erhobenen Ergebnisse ersetzen nicht einen ordnungsgemäßen Sehtest beim Augenarzt.

Anmeldung

Augenklinik Köln-Merheim
- Sekretariat -
per Telefon: 02 21 / 89 07 - 38 12
per Fax: 02 21 / 89 07 - 39 72
per E-Mail: EdelmannG@kliniken-koeln.de

Tagungsort

Krankenhaus Merheim
Hörsaal RehaNova
Ostmerheimer Straße 200
51109 Köln

Sie erreichen uns

  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
    Straßenbahnlinie 1 bis Haltestelle Merheim oder Buslinie 157 bis Haltestelle Ostmerheimer Straße,
  • mit dem Pkw:
    über die Autbahn A 4, Ausfahrt Köln-Merheim; nach dem Autobahnzubringer rechts auf die Olpener Straße (B 55); nach circa 600 Meter an der Kreuzung links in die Ostmerheimer Straße auf das Krankenhausgelände - abknickende Vorfahrtsstraße.
    Auf dem Krankenhausgelände folgen Sie bitte der Beschilderung "RehaNova".

Zuletzt geändert am Di, 2011-01-04 13:33

Alle Facetten des Sports

Alle Facetten des Sports

Aktionswoche zum Behindertensport an der Sporthochschule Köln von Sandra Moqaddem

Vom 18. bis 22. Oktober 2010 fand an der Sporthochschule Köln die zweite Aktionswoche zum Behindertensport statt. Der Behindertensport ist Bestandteil von Forschung und Lehre an der Sporthochschule Köln. Hinter der Aktionswoche steckt die Idee, diese Aktivitäten in die Öffentlichkeit zu tragen und die Ziele des Sports für Menschen mit einer Behinderung für Zielgruppen innerhalb und außerhalb der Hochschule darzustellen. Die Aktionswoche wird von der Deutschen Sporthochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behindertensportverband e. V., dem Deutschen Rollstuhlsportverband e. V. und dem Forschungsinstitut für Behinderung und Sport e. V. organisiert. Neben den praktischen und theoretischen Veranstaltungen im Laufe der Aktionswoche für die Studierenden fand am 20. Oktober 2010 die Hauptveranstaltung im Hörsaaltrakt der Deutschen Sporthochschule statt. Hier war die PRO RETINA Deutschland e. V. mit einem Informationsstand vertreten.

Ein Student probiert einen Kantenfilter aus, Informationsstand PRO RETINAUte Palm und Sandra Moqaddem am Informationsstand. Ein Sportstudent probiert einen Kantenfilter aus

Dr. Walter Tokarski, Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln, wies in seinem Grußwort auf die Behindertenrechtskonvention von 2009 hin. Teilhabe bedeutet demnach, dass Aktivitäten in allen Bereichen, die der betroffenen Person wichtig sind, ohne Beeinträchtigung ausgeübt werden können.

Sport als Katalysator

Sport wirkt hierbei als Vorreiter und als Katalysator, denn er steht für mehr Akzeptanz für die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen - dieses auch vor dem gesamtgesellschaftlich zu sehenden Hintergrund, dass lebenslange Aktivität im Leben und im Sport notwendig ist.

Die Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit bekommt für Menschen mit Beeinträchtigungen umso mehr Gewicht und zeugt von einer aktiven Teilhabe am Leben. Im Sport erfährt der Einzelne ein aktives Erleben seiner Möglichkeiten und seiner Grenzen. Er erlernt Fertigkeiten, er lernt die Fähigkeit, sein Können selbst einzuschätzen, seine Grenzen zu akzeptieren, eventuell zu überwinden und ein Stück weit zu verschieben.

Förderung des Behindertensports an der Deutschen Sporthochschule Köln

Der Außenminister a. D. Dr. Klaus Kinkel, Mitglied des Hochschulrats der Deutschen Sporthochschule Köln, legte dar, dass die Lebensfreude und den Einsatz, den Spitzenbehindertensportler zeigen, dazu beitragen, anderen behinderten Sportlern Mut zu machen. Daher sollten Behindertensportveranstaltungen auf großer, mittlerer und kleiner Ebene stattfinden.

Kinkel stellte die Frage, inwieweit die Gesellschaft angesichts des medial verzerrten Bildes von Jugend, Schönheit und Erfolg sensibel reagieren kann, wenn es um Nöte der nicht so Leistungsfähigen geht, die jeden treffen - insbesondere am Anfang und am Ende des Lebens, durch Schicksale oder durch Behinderungen. Von daher sei es umso wichtiger, das Bild wieder ein Stück weit in Richtung Vielfalt und Realität zu rücken, indem dem Behindertensport ein medialer Raum zugestanden wird.

Sport stärkt das Selbstbewusstsein und fördert die Integration in die Gesellschaft, so Kinkel. Die Sportler haben die Möglichkeit, Freundschaften zu schließen, fremde Länder kennen zu lernen, Freude und Bestätigung durch ihre Erfolge zu erfahren, was wiederum ihren Charakter formt und sich positiv auf ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre Leistungsbereitschaft auswirkt. So erfährt der behinderte Sportler eine interessante, aufregende Welt.

Vom Nischendasein in die Öffentlichkeit

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands e. V., Friedhelm Julius Beucher, stellte fest, dass der Behindertensport in den letzten Jahren aus seiner Nische langsam in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten ist. Der Respekt für die Leistungen von Menschen mit Behinderungen zeige sich besonders gegenüber den Leistungssportlern, dann auch im Bereich des Breitensports, schließlich gäbe es 27.000 Übungsleiter in etwa 5.000 Vereinen. Ein weiteres Beispiel ist, dass die Behindertensportjugend zum ersten Mal bei "Jugend trainiert für Olympia" dabei sein konnte. Schließlich zeigte sich auch bei den Winterparalympics in Vancouver 2010, dass Deutschland mit 13 Goldmedaillen am besten abschnitt.

Die Aspekte zum Erfolg

Den Hauptvortrag hielten Verena Bentele und Thomas Friedrich, mehrfache Paralympicssieger Vancouver 2010 im Bereich Ski nordisch.

Beim Schießen im Biathlon verläßt sich die blinde Verena Bentele auf ihr Gehör und wird auf dem Bauch im Schnee liegend durch akustische Signale geleitet, um die Scheibe möglichst im Zentrum zu treffen. Skilanglauf macht Verena Bentele mit Thomas Friedrich. Er ist Absolvent der Deutschen Sporthochschule und läuft als Begleitläufer vor Verena Bentele her und kommuniziert mit ihr über prägnante Kommandos. So leitet er sie sicher durch das Gelände. Verena Bentele ihrerseits muss ein sehr gutes Vertrauen zu Thomas Friedrich haben und sich auf ihren Körper zu hundert Prozent verlassen können. Die beiden müssen als gut eingespieltes Team funktionieren, und das im Hinblick auf eine gute Fahrtechnik, Kraft und Ausdauer, eine gute Kommunikation und nach und vor dem Training oder dem Wettkampf mit Pflege und Wartung des Materials.

Die Kommunikation endet natürlich nicht bei den Kommandos und der schnellen Reaktion, sondern es werden knifflige Wettkampfsituationen einstudiert und gefestigt. Das zu befahrende Gelände muss vor dem Wettkampf kennen gelernt werden. Möglicherweise sind Verhaltensweisen oder Techniken zu ändern, so dass auch eine Diskussionskultur oder Feedbackkultur notwendig sind. Es ist eben das völlige sich aufeinander Einlassen und Mitschwingen in allen Bereichen wichtig - von Verena Bentele und Thomas Friedrich als Team.

Wo will ich hin?

Kraft, Ausdauer, Material, Trainingsplan sind schon einmal "ein Teil der Miete". Darüber hinaus ist es sehr wichtig, Motivation zu haben und mental Ziele zu definieren. "Wo will ich hin?" "Was muss ich investieren?", so Bentele und Friedrich wörtlich, die sich natürlich auch den Vortrag geteilt hatten und sich die einzelnen Passagen zuspielten.

Wo muss ich Kraft einsetzen? Ich muss die Herausforderung annehmen, dafür kämpfen. Aber gleichzeitig muss der Sport noch Spaß machen!

Die Motivation kommt von außen, beispielsweise durch die Unterstützung von Freunden, Familie und der Mannschaft. Daneben gibt es die Motivation, die dadurch entsteht, wenn man sich auf ein Ziel fokussiert. (DEN Berg da vor mir, die Distanz, das Trainingsziel will ich erreichen; diese Bewegung will ich verbessern, diese Feinheiten trainieren.) Dieses sollten natürlich nur positive, auf die Zukunft gerichtete Ziele sein. So lassen sich auch Teilsituationen auf dem Weg zum Erfolg und zum großen Ziel gut bewältigen.

Dass Verena Bentele und Thomas Friedrich ihr Ziel erreicht haben, haben sie mit fünf Mal Gold in Vancouver 2010 bestens bewiesen!

Zuletzt geändert am So, 2010-10-24 18:54

Ende des Beitrags

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