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Erste-Hilfe-Kurs für blinde Menschen

Erste-Hilfe-Kurs für blinde Menschen Wenn Worte den Notfall erst sichtbar machen

Erstmals boten die Johanniter einen Erste-Hilfe-Kurs für Menschen ohne oder mit sehr stark eingeschränktem Sehvermögen an. Für die Teilnehmer aus der Selbsthilfegruppe Pro Retina sowie für die Ausbilder der Johanniter war die Zusammenarbeit ein besonderes Erlebnis.

„Mein Kopf, mein Kopf“, ruft Gerhard und setzt sich auf den Fußboden des Johanniter-Schulungsraums. „Was haben Sie denn?“, fragt Wolfgang fachmännisch. Ganz genau lässt er sich den Schmerz beschreiben, tastet dann vorsichtig über das Gesicht. „Blut und Scherben“, murmelt er und greift zum Verbandsmaterial. Jetzt kann er zeigen, was er von den Johannitern Lisa-Marie Claß und Julian Borngässer gelernt hat. Realistische Unfalldarstellung heißt das Schminken von Wunden im Fachjargon. In diesem besonderen Kurs ist es ein wichtiges Lehrmittel. „Wir versuchen, möglichst viel fühlbar zu machen und alles ganz genau zu beschreiben“, sagt Lisa-Marie Claß. Gemeinsam haben die Johanniter-Ausbilder diesen Kurs auf die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt: Mit Erfolg! Vom Anlegen der Verbände bis zur Herz-Lungen-Wiederbelebung klappt am Ende alles souverän.

„Es hat sehr viel Spaß gemacht“, lobt Wolfgang. Im nächsten Jahr wird es erneut diesen besonderen Erste-Hilfe-Kurs geben.

Quelle:
Bericht aus der Ausgabe „Die Johanniter vor Ort“ 4/2010, Seite 3, Mitgliederbeilage des Regionalverbandes Rheinhessen

Zuletzt geändert am Fr, 2012-02-24 09:44

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