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Neues aus der Regionalgruppe Mittelhessen 17.12.2010
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Interessen im Bereich der Stadt Marburg wahrzunehmen und in den jeweiligen Gremien vertreten zu sein.
Insbesondere geht es uns darum im Behindertenbeirat der Stadt Marburg und den jeweiligen Arbeitskreisen mitzuarbeiten.
Um die Belange Behinderter besser durchsetzen zu können, wurde der Behindertenbeirat der Stadt Marburg gegründet
Es geht darum die Teilhabemöglichkeiten am öffentlichen Leben durch den Abbau verschiedener Hindernisse zu verbessern und die Mitmenschen für unsere Probleme zu sensibilisieren.
Im Beirat sind vertreten:
- 16 Menschen mit Behinderungen oder deren gesetzliche Vertretungen
- je ein Mitglied des Magistrats
- je ein Mitglied der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen – mit beratender Stimme
- die in der Behindertenarbeit tätigen Wohlfahrtsverbände
Der Beirat wird auf fünf Jahre gewählt und trifft sich in der Regel vierteljährlich. Er ist befugt Anträge an den Magistrat zustellen. Die laufenden Geschäfte betreibt der Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsstelle.
Von der Pro Retina sind als Stellvertretende Beiratsmitglieder gewählt: Frau Margret Webelhuth und Herr Walter Bechtel.
Arbeitsgruppen:
Die Beiratsmitglieder arbeiten in themenbezogenen Arbeitsgruppen und haben ein Rederecht in den jeweiligen Fachausschüssen des Stadtparlaments. Die Arbeitsgruppen sind für alle Interessenten offen.
Folgende Arbeitsgruppen sind derzeit aktiv:
- Arbeitsgruppe Integration behinderter Kinder und Jugendlicher
Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Integration behinderter Kinder in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen, sowie der Verbesserung von Teilnahmemöglichkeiten für behinderte Kinder und Jugendlicher am städtischen Freizeitangebot. - Arbeitsgruppe Soziale Sicherung / Arbeit und Ausbildung
Die Arbeitsgruppe behandelt Themen und Probleme von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt, sowie im Bereich der sozialen Sicherung. - Arbeitsgruppe Bauen und Verkehr
Die Arbeitsgruppe setzt sich für barrierefreies Bauen sowie eine hindernisfreie Mobilität behinderter Menschen ein. Sie kooperiert mit dem Bauamt und der Straßenverkehrbehörde der Stadt Marburg und ist an allen Planungen in diesem Bereich beteiligt.
In der Arbeitsgruppe Bauen und Verkehr im Bereich der Stadt Marburg werden wir aktiv werden.
Neu in Marburg ist ein Arbeitskreis Wohnberater, der auf Initiative von Ulriche Lux ( Stadt Marburg ) enstand, um den Wohnberatern ein Forum zum Austausch Von Kenntnissen und Erfahrungen zu bieten. Mitglieder sind zertifizierte Wohnberater aus der Stadt Marburg, dem Landkreis Marburg Biedenkopf, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Weiterhin Wohnberater aus karitativen Verbänden, dem Sozialverband VdK-Ortsverband Marburg und ein Mitglied der Pro Retina Mittelhessen (Herr Walter Bechtel).
"Kinder singen für Kinder" Benefizkonzert der Limburger Domsingknaben
Cordula von Brandis-Stiehl
Alles fing für mich mit einem Anruf unseres Ehrenpräsidenten an, Dr. Rainald von Gizycki: "Cordula, wir wollen anlässlich von - ich verstand nichts - ein Benefizkonzert veranstalten. Machst du mit?" Die Idee lockte. Was ich zuerst nicht verstanden hatte, waren die Randbedingungen: Frau Prof. Birgit Lorenz von der Augenklinik der Justus-Liebig-Universität Gießen war damals Präsidentin der EPOS, der "European Paediatric Ophthalmological Society" (= Europäische Gesellschaft für Kinderaugen-Heilkunde).
Diese EPOS veranstaltete einen Kongress in Bad Nauheim als Abschluss der Präsidentschaft von Frau Lorenz - sie ist zugleich Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates unserer Vereinigung . Der Konferenzsaal musste zwischen der Plenumsveranstaltung und dem großen Galaessen umgestaltet werden, die Teilnehmer sollten in der Zwischenzeit beschäftigt werden. Was lag da näher, als die örtliche Bevölkerung mit in den Kongress einzubeziehen? Warum sollte das nicht die PRO RETINA tun? Gesagt! Getan. Ich glühte schnell für das Projekt "Benefizkonzert". . Die Organisatoren waren neben Frau Lorenz und Herrn von Gizycki noch Gert Schulz aus der Regionalgruppe Frankfurt /Main, Dr. Markus Preising, an der Augenklinik beschäftigt und Vereinsmitglied sowie ich. Wir trafen uns, phantasierten, verwarfen Pläne, mussten uns mit Absagen herumschlagen. Doch die Absprachen mit den "Giessener Lichtblicken e. V.", einem Verein zur Forschungsförderung, waren entspannt und sehr zuverlässig. So stand am Ende das Konzept: am 01.10.2010 würden die Limburger Domsingknaben zugunsten der PRO RETINA und ebenbürtig für die Erforschung über Ursachen und Therapien erblicher und kindlicher Netzhaut-Erkrankungen unter dem Motto "Kinder singen für Kinder" auftreten. Das Programm sollte Motetten, Kantaten und Choräle aus 4 Jahrhunderten umfassen. Es gab viel zu bedenken, zu planen, wieder abzusprechen, zu entscheiden: Die Entschädigung für die 50 Knaben im Alter von 9 bis 18 Jahren, zusammen natürlich mit ihrem Dirigenten und Domkantor Klaus Knubben, einschließlich der Mezzosopranistin ALISON BROWNER, dem Stimmbildner und Pianisten für den Knabenchor, Herrn Wilhelm Gries. Dazu kamen die Kosten für den Saal, für den Konzertflügel als einziges Begleitinstrument. Es entstanden Unkosten für die Öffentlichkeitsarbeit, für die Plakate, für die zahllosen "Bettelbriefe". Der Blumenstrauß an die Akteure folgte, die Abgaben an die Gema. Dagegen konnte eine große Kiste Süßigkeiten von der ortsnahen Firma "Ferrero" für die Knaben gesponsert werden. Als Ärztin sorgte ich mit einer von der Lebensmittelkette "Tegut" gesponserten Kiste Bio-Obst für den gesunden Ausgleich in der Ernährung. Großzügige Spenden der "Luise und Horst Köhler-Stiftung", der "Volksbank Mittelhessen" ließen uns aufatmen. Der große Tag kam näher: Unsere Nervosität stieg. Hatten wir Organisatoren an alles gedacht? Wir hatten ja schon vieles organisiert, aber ein Konzert noch nie. Am Ende hatten wir nichts wirklich vergessen. Die Knaben sangen engelsgleich, von den ganz jungen Kindern bis zu denjenigen, die gerade über den Stimmbruch gekommen waren. Eine wahre Meisterleistung! Es war beglückend und berührend zugleich. Wir hatten Erfolg: Es kamen neben den Kongressbesuchern auch weitere Zuhörer - alle waren beeindruckt von dem Engagement der jungen Sänger in ihrem Einsatz für andere Kinder! Wir hatten Einnahmen und konnten unsere Unkosten begleichen! Die lokale Presse und das Radio hatten im Vorfeld über unsere Aktivitäten berichtet, zum eigentlichen Konzert noch einmal. Die Knaben und ihre Eltern wissen, dass es Augenkrankheiten und Forschung dazu gibt. Sie wissen nun, dass es die PRO RETINA Deutschland Vereinigung als eingetragenen Verein gibt. Anlässlich eines weiteren Konzertbesuches der Domsingknaben konnte ich mich davon im Gespräch mit einer Mutter und einigen der älteren Knaben überzeugen. Was wollten wir mehr? Unsere Träume hatten sich erfüllt, die Mühen sich gelohnt! Ein großes Dankeschön allen, allen Helfern und Sponsoren für die vielfältige Unterstützung!
Näheres zu epos-focus erfahren Sie durch anklicken des nachfolgenden Links www.epos-focus.org
Dieser Verein wurde von Frau Prof. Lorenz zur Unterstützung von Forschungsprojekten an der Augenklinik gegründet. Frau Prof. Lorenz ist bei der "Luise und Horst Köhler-Stiftung" im Wissenschaftlichen Beirat.
Und noch etwas:
Die Organisatoren unserer Regionalgruppe planen zum Hessentag in Wetzlar wieder eine Aktion zu veranstalten. Gedacht ist ein Parcour aus Naturmaterialien. Wer hat wieder Lust dabei zu sein? Jede stundenweise Hilfe ist willkommen - so finden die begeisterten "Langzeitaktivisten" auch einmal Gelegenheit, andere Dinge zu erleben.
Zuletzt geändert am Mo, 2011-12-12 16:04

