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Nachrichten aus der Regionalgruppe Trier

"Mein Stadtplan ist nicht mehr in Farbe"

Am zwölften Januar 2012 erschien im Trierer Volksfreund ein Artikel von Dorothée Quaré , in dem sie über die Erblindung von Karl Kohlhaas berichtet.

Unter folgendem Link können Sie den Artikel online lesen:

Mein Stadtplan ist nicht mehr in Farbe (externes Angebot)

Zuletzt geändert am Mi, 2012-02-22 15:56

Diagnose AMD - Schilderung meiner persönlichen Situation

Ich heiße Heribert Kirf, bin 64 Jahre alt und von Beruf Kriminalbeamter im Ruhestand.

Ich hatte früher keine Probleme mit meinen Augen. Erst kurz vor meinem 50 Lebensjahr habe ich meine erste Lesebrille bekommen. Danals habe ich das als normale Alterssichtigkeit abgetan und deshalb auch keine regelmäßigen Besuche beim Augenarzt durchgeführt. Etwa mit 57 Jahren habe ich dann doch festgestellt, dass ich immer größere Probleme beim Lesen und bei der Arbeit am PC bekam. Dazu gehörten auch vermehrt Kopfschmerzen. Gleichzeitig wurde ich auch immer öfter von Bekannten gefragt, ob ich „arrogant“ geworden sein. Ich hätte sie zum wiederholten Male auf der Straße nicht gegrüßt

Bei einer augenärztlichen Untersuchung wurde dann bei mir eine trockene Makuladegeneration – bereits im Spätstadium- festgestellt.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich von dieser Erkrankung noch nie etwas gehört. Ich war schon etwas erschrocken über diese Diagnose und die Tatsache, dass sie bisher nicht therapierbar ist.

Meine Sehstärke beträgt zur Zeit auf dem rechten Auge etwa 10% und auf dem linken Auge etwa 55%.

Nach dem ersten Schock habe ich diese Erkrankung für mich angenommen. Sie hat mein Leben nicht radikal verändert, mir aber doch viele Einschränkungen auferlegt. So fahre ich zum Beispiel kein Auto mehr. Das bedeutet für mich einen großen Verlust der persönlichen Unabhängigkeit. Als eine weitere große Einschränkung empfinde ich die Behinderung beim Lesen. Ich kann vieles nur noch mit Hilfe einer Handlupe lesen. Die Folge davon ist, dass ich immer weniger lese.

Diese Beeinträchtigung des zentralen Sehens hat bei mir dazu geführt, dass ich in fremder Umgebung, insbesondere bei größeren Menschenansammlungen, immer unsicherer werde, weil ich zum Beispiel Hinweisschilder nicht oder nur sehr mühsam lesen kann. Auch meinem Wunsch, im Ruhestand ein Seniorenstudium in Geschichte an der Uni Trier zu belegen, kann ich infolge meiner Erkrankung nicht mehr nachkommen. Ich kann niemandem zumuten, mich immer zu den Vorlesungen zu fahren

Am deutlichsten spüre ich aber immer mehr den Verlust der zentralen Sehschärfe beim Erkennen oder richtiger beim Nichterkennen von Gesichtern.

Das ist mir schon manchmal peinlich, auf der Straße angesprochen zu werden und dann erst aus nächster Nähe den Betreffenden zu erkennen.

Meine Wünsche und Hoffnungen:

Ich habe immer noch die Hoffnung, dass es Medizin und Wissenschaft gelingen wird, ein geeignetes Medikament zur Behandlung dieser Netzhauterkrankung zu entwickeln. Auch wenn es vielleicht für meine Augen zu spät sein sollte, käme es doch anderen Menschen zugute, die künftig von dieser Krankheit betroffen sind.

Persönlich wünsche ich mir natürlich, dass mir mein jetziges Sehvermögen noch viele Jahre so erhalten bleibt, dass ich weiter noch aktiv am Leben teilnehmen kann.

Ich möchte mir noch ein wenig die Welt anschauen; aber ganz besonders möchte ich sehen, wie meine beiden Enkelkinder aufwachsen.

Von großer Bedeutung wird es für mein künftiges Leben sein, dass meine Frau gesund bleibt; denn auf ihre Hilfe werde ich ganz besonders angewiesen sein.

Von den Menschen, denen ich im Laufe meines Lebens noch begegn werde, wünsche ich mir Verständnis für meine Situation.

Ich habe, wie bereits gesagt, meine Krankheit angenommen, um sie besser bewältigen zu können

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir dabei eine positive Lebenseinstellung sehr hilfreich ist. Jammern gilt nicht für mich.

Weil ich gegen die Krankheit aktiv ankämpfen will, bin ich Mitglied der Pro Retina geworden. Hier erhalte ich auf vielfältige Weise nützliche Informationen für den täglichen Umgang mit meiner Erkrankung. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen bedeutet mir sehr viel.

Zuletzt geändert am Mi, 2012-02-22 15:30

Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft

Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft Stefan Dreyer für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt

von Karl Kohlhaas

Am 19. März traf sich die RG Trier zu ihrem Treffen in Wittlich. Zahlreiche Mitglieder und Interessierte teils mit Begleitung folgten der Einladung.

Nach der Begrüßung durch den RG-Leiter folgte eine kurze Vorstellungsrunde. Diese bringt uns die Stimmen der anderen Teilnehmer näher und gibt gleichzeitig einen Überblick, wer „Neuling“ bzw. ein „alter Hase“ in unserer Gruppe ist. Da neben dem Name auch die Diagnose mitgeteilt wird, erhalten die Anwesenden einen Überblick, wie vielfältig die Diagnosen in der Gruppe sind.

Im Anschluss ehrte Karl Kohlhaas Herrn Stefan Dreyer für 25 Jahre Mitgliedschaft und bedankte sich für die Treue zur PRO RETINA.

Karl Kohlhaas (rechts) ehrt Stefan Dreyer
Foto: Karl Kohlhaas (rechts) überreicht die Urkunde an Stefan Dreyer (links)

Nach der Ehrung beantwortete Karl Kohlhaas die zahlreichen Fragen der Anwesenden und Frau Hildegard Mainusch stellte ihren DAYSI-Player (PTN2) vor. So verging die Zeit und alle verabschiedeten sich mit den Worten: „Wir sehen uns beim nächsten Treffen wieder!“

Zuletzt geändert am So, 2012-02-05 15:40

3. Gesundheits- und Fitnesmesse in Trier

3. Gesundheits- und Fitnesmesse in Trier

Am 28.11.2010 fand in der Europahalle in Trier die 3. Gesundheits- und Fitnessmesse statt. Wir von der PRO RETINA Regionalgruppe Trier waren eine von 13 Selbsthilfegruppen, die sich unter der Führung der SEKIS Trier neben weiteren Firmen präsentierten.

In der Zeit von 11:00 bis 18:00 Uhr waren über 2.500 Besucher vor Ort. Wir, das Team der RG Trier, hatten die Gelegenheit zahlreiche Gespräche zu führen. Am Abend konnten wir den Tag als einen erfolgreichen Abschluss für unsere Aktivitäten im Jahr 2010 beenden.

3. Gesundheitmesse in TrierKarl Kohlhaas (RG-Leiter) mit Blindenführhund Angelo und Heidrun Christmann am Stand. (Foto: Heike Christmann)

Zuletzt geändert am So, 2012-02-05 15:39

Patientensymposium am 10.10.2010 zur Woche des Sehens!

Patientensymposium war ein großer Erfolg!

„Augen im Blickpunkt“: So lautete das Motto der 9. Woche des Sehens (www.woche-des-sehens.de), die vom 08. bis 15. Oktober 2010 deutschlandweit unter der Schirmherrschaft von Gundula Gause stattfand. Die Regionalgruppe Trier der PRO RETINA Deutschland e. V. (www.pro-retina.de/trier ), der Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen, und Herr Dr. Luttke, Facharzt im Zentrum für Augenheilkunde des Brüderkrankenhauses Trier, luden deshalb am Sonntag, den 10. Oktober 2010, zu einem Patientensymposium rund um das Thema „Netzhauterkrankungen“ ein.

Allein in Deutschland gibt es etwa 3,5 Millionen Menschen mit altersbezogener Makuladegeneration (AMD), einer Erkrankung der Netzhaut, die aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer häufiger auftritt. Wie Herr Dr. Luttke in seinem Vortrag zum Thema „ Ursachen für den Verlust des Sehvermögens bei Netzhauterkrankungen“ ausführte, begünstigen zudem Faktoren wie Rauchen, übermäßige Sonnenlichteinstrahlung und Umwelteinflüsse die Entwicklung einer AMD.

Herr Dr. Franzen, Facharzt für Augenheilkunde in Trier, gab einen Überblick über erbliche Netzhauterkrankungen mit einem Schwerpunkt auf Ritinitis Pigmentosa (RP), an der in Deutschland etwa 30.000 Menschen erkrankt sind.

Im Anschluss an die medizinischen Vorträge machten die zahlreichen Anwesenden regen Gebrauch von der Möglichkeit, Fragen an die beiden Ärzte zu stellen.

Auch wenn viele Netzhauterkrankungen nicht heilbar sind, so gibt es dennoch Hilfsmittel, die blinden und sehbehinderten Menschen den Alltag erleichtern können. So erklärte Herr van Boxen, Optiker aus Bitburg, die Wirkungsweise von Brillen mit Kantenfiltergläsern, deren Nutzung bei Betroffenen zu einer Verbesserung des Sehens bei starker Lichteinstrahlung führen kann.

Auch sehbehinderte oder blinde Kinder und Jugendliche benötigen Hilfsmittel, um erfolgreich die Schule absolvieren zu können. Deshalb gab Herr Hoschützky, Mitarbeiter der Firma Reinecker Reha-Technik, einen Überblick über mögliche technische Hilfen und beschäftigte sich mit der Beantragung und Zusammenstellung eines Sehbehinderten-Arbeitsplatzes für Schülerinnen und Schüler an Grund- und weiterführenden Schulen.

Im Anschluss an die Vorträge konnten die vielen Besucher die Benutzung der ausgestellten Hilfsmittel wie zum Beispiel Bildschirmlesegeräte testen und sich von Mitgliedern der Regionalgruppe Trier der PRO RETINA Deutschland e. V. rund um das Thema Netzhauterkrankungen und Alltagsbewältigung informieren und beraten lassen.

Dr. Luttke und Dr. FranzenDr. Luttke und Dr. Franzen

WdS 2010 Hilfsmittelausstellung am So. 10.10.2010Hilfsmittelausstellung nach dem Symposium
Fotos: Heike Christmann

Zuletzt geändert am So, 2012-02-05 15:39

Augen im Blickpunkt – rund um den Balduinsbrunnen

Augen im Blickpunkt – rund um den Balduinsbrunnen

Blindenführhunde vollbringen Außerordentliches: Davon konnten sich die zahlreichen Interessierten am Samstag, den 09. Oktober 2010, bei einer Vorführung rund um den Balduinsbrunnen anlässlich der 9. Woche des Sehens (www.woche-des-sehens.de) überzeugen. Veranstalter war die Regionalgruppe Trier der Pro Retina Deutschland e. V., der Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen.

Wenn das Sehvermögen nachlässt oder sogar ganz verloren geht, werden auch kurze Wege zum Problem. Ausgestattet mit einer Simulationsbrille und einem weißen Langstock konnten Neugierige unter Anleitung der Orientierungs- und Mobilitätstrainerin Zita Gutting erleben, wie schwierig die Teilnahme am Straßenverkehr bei Sehbehinderung ist.

Die Stars der Veranstaltung waren Alina und Angelo, zwei Führhunde der Hessischen Blindenführhundschule „Blickpunkt“, die zusammen mit ihrer Ausbilderin Tanja Kohl ihr Können vor den erstaunten Zuschauern zeigten. Einen Blindenführhund im Dienst erkennt man daran, dass er ein weißes Führgeschirr trägt. Dann sollten die Hunde nicht abgelenkt oder gelockt werden, etwa durch Streicheln oder Füttern. Da ein Führhund eine Ampel nicht deuten kann, ist es hilfreich, einem sehbehinderten oder blinden Fußgänger mitzuteilen, wenn es grün wird, sofern die Ampelanlage keinen Signalton besitzt.

Gleichzeitig informierten und berieten Mitglieder der Regionalgruppe Trier der Pro Retina Deutschland e. V. (www.pro-retina.de/trier) zum Thema Netzhauterkrankungen und Hilfsmittel zur Erleichterung der Alltagsbewältigung.

Blindenführhunde im Mittelpunkt(Foto: Heike Christmann)

Zuletzt geändert am So, 2012-02-05 15:38

Zielvereinbarung mit E-Center in Trier unterzeichnet!

Zielvereinbarung mit E-Center in Trier unterzeichnet!

"Einkaufen ohne Hindernisse", so Titelt der Trierische Volksfreund in seiner Ausgabe Nr. 61. Damit machte er auf die vierte Zielvereinbarung mit einem E-Center in Rheinland-Pfalz aufmerksam. Neben dem E-Center in Wittlich, Kaiserslautern und Bad Kreuznach wurde diese am 11.03.2010 mit dem E-Center (Über Brücken 4) in Trier-West unterzeichnet.

Was bedeutet diese Zielvereinbarung für behinderte Menschen in der Region:

  • Am Eingang stehen für Gehbehinderte und Senioren Rollatoren zur Verfügung;
  • Für Rollstuhlnutzer sind spezielle Einkaufswagen angeschaft worden, die am Rollstuhl befestigt werden können;
  • An der Information liegt für Sehbehinderte eine Aufstecklupe bereit;
  • Auf Wunsch wird ein Einkaufshelfer Sie beim Einkaufen begleiten;
  • Eine der Kassen ist mit einer für Rollstuhlnutzer optimalen Breite von 1,20 m ausgestattet;
  • Das Personal wurde und wird im Umgang mit behinderten Menschen geschult;
  • Der Zugang mit Blindenführhund und/oder Behindertenbegleithund ist gestattet!

Das folgende Foto zeigt die Vertreter der Selbsthilfe mit dem Marktleiter Herr Müller und der Sozialdezernentin der Stadt Trier Frau Birk nach der Unterzeichnung der Zielvereinbarung. Frau Schädler von der L.A.G. SB in Rheinland-Pfalz überreicht die Urkunde an den Marktleiter.

Gruppnfoto nach der Unterzeichnung der Zielvereinbarung im E-Center Trier-West

Zuletzt geändert am So, 2012-02-05 15:38

Allgemeiner Hinweis zu den Treffen der Regionalgruppe Trier

Allgemeiner Hinweis zu den Treffen der Regionalgruppe Trier

  • Zu den Treffen darf jeder Interessierter kommen!
  • Die bisher noch nicht bekannten Orte der Treffen werden rechtzeitig bekanntgegeben.
  • Sollten sich Änderungen von Ort, Zeit oder Inhalt der Treffen ergeben, werden diese hier mitgeteilt.
  • Veranstaltungen wie Infostände, Aktionen usw., die heute noch in der Planung sind, werden rechtzeitig veröffentlicht.
  • Wir, das Team der RG-Leitung freut sich auf die Treffen und Veranstaltungen mit Ihnen.

Zuletzt geändert am So, 2012-02-05 15:38

Markt der Möglichkeiten in Trier

Markt der Möglichkeiten in Trier

Die Regionalgruppe Trier präsentierte sich mit einem Stand beim "Markt der Möglichkeiten" in Trier auf dem Viehmarktplatz am 29.08.2009. In der Zeit von 13 - 17 Uhr hatten wir die Gelegenheit uns mit zahlreichen Besuchern auszutauschen und interessante Gespräche zu führen.

Markt der Möglichkeiten 29-08-09

v. l. Karl Kohlhaas, Kerstin Thomi, Hildegard Mainusch

Zuletzt geändert am So, 2012-02-05 15:37

Die RG Trier unterwegs!

Am Samstag, dem 01. August machten die Mitglieder der RG Trier einen Ausflug an die schöne Mittelmosel, genauer gesagt, nach Traben-Trarbach. Da wir gegen 12 Uhr eintrafen, nutzten wir zunächst die Gelegenheit uns zu stärken. Anschließend machten wir einen Spaziergang an der Mosel, bevor wir uns nach einem tollen Tag wieder auf die Rückfahrt machten.

Es folgen zwei Fotos, die unsere Gruppe zeigen.

RG Trier unterwegsMitglieder der RG Trier in Traben-Trarbach

Zuletzt geändert am So, 2012-02-05 15:37

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