Bericht über Grundlagenseminar AKS 2017/2018 Paul Böffgen

AUFBRUCH - Neue Sozialberater-/innen werden ausgebildet Arbeitskreis Soziales (AKS) auf einem guten Weg!

Heute sind etwa 30 ausgebildete Sozialberater ehrenamtlich für PRO RETINA tätig.

Zukunftsweisend wird von den Verantwortlichen des AKS die Nachwuchsförderung zielstrebig vorangetrieben. Josef Schwietering und Dietmar Polok wissen, dass neue "Ehrenämtler" zur Bewältigung der Aufgaben, die den Bereich "Soziales" zukünftig unterstützen sollen, unverzichtbar sind.

Dem Angebot des AKS zur Grundlagenausbildung sind sowohl bereits erfahrene Sozialberater, aber auch - und das ist erfreulich - einige Neumitglieder gefolgt.

Das Grundlagenseminar Teil 1 fand vom 28.09.2017 - 01.10.2017 (mit 10 Teilnehmern) und das Grundlagenseminar Teil 2 vom 19.04.2018 - 21.04.2018 (mit 12 Teilnehmern jeweils in Brilon statt.

Voraussichtlich 6 Teilnehmer aus diesem Kreis streben die ehrenamtliche Tätigkeit als Sozialberater an. Bestellt werden die "Neuen" durch den Vorstand. Zuvor sind jedoch noch mehrere Grundlagen-, bzw. Ausbildungsseminare nach dem Aus- und Fortbildungsplan von PRO RETINA erfolgreich abzulegen.

Die Fachseminare, gekennzeichnet durch großen Umfang und die Komplexität der sozialen Themen, wurden hervorragend von tätigen Sozialberatern und weiteren externen Referenten begleitet. Hervorzuheben ist die gute Organisation, besonders aber die umfangreichen Vorarbeiten der Organisatoren Josef Schwietering und Dietmar Polok. Die Inhalte waren gut vorbereitet.

Grundlagenseminar Teil 1

Beim Grundlagenseminar Teil 1 wurde zunächst recht anschaulich ein Kurzüberblick über die Sozialgesetzbücher (SGB) von der Referentin Margarete Voelzke, Juristin, vermittelt.

Der Freitag blieb dem Referenten Dr. Michael Richter, Jurist und Geschäftsführer von der rbm, Marburg vorbehalten. Dr. Richter referierte zum Schwerbehindertenrecht SGB IX. Seine Ausführungen waren kurzweilig, intensiv und trotzdem verständlich und mit viel trockenem Humor ausgestaltet. Das Referat war durch seinen offenen Dialog gekennzeichnet und für jeden von uns nachvollziehbar und lehrreich.

Brigitte Müller-Schwietering und Josef Schwietering vermittelten uns Kenntnisse über die Existenzsicherung und Hilfe in besonderen Lebenslagen (SBG II und SGB XII).

Zu möglichen Leistungen des Integrationsamtes zum Erhalt eines Arbeitsplatzes referierte Herr Amtshove, vom Integrationsamt Münster. Zugegeben eine schwere Kost, aber auch hier konnten Erkenntnisse und Zusammenhänge (z.B. über Zuständigkeiten, Leistungsumfang und Leistungsvoraussetzungen) gewonnen werden.

Den Sonntag füllte dann Thomas Schwerhoff, Diplom Finanzwirt mit den Themen: Steuerlicher Nachteilsausgleich und mit Ausführungen zum Landesblindengeld, Gehörlosengeld und Blindenhilfe aus.
Herr Schwerhoff war sachkundig, die Wissensvermittlung war durch lebhaften Dialog begleitet.

Grundlagenseminar Teil 2

Das Grundlagenseminar Teil 2 fand dann im April 2018 statt.

Nach den üblichen Begrüßungen, Vorstellungen und Regularien referierte Dietmar Polok Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG).

Der Freitag gehörte dann wieder Dr. Michael Richter mit dem Thema: Gesetzliche Krankenversicherung für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung. Das Referat wie gewohnt verständlich, intensiv mit den dazu gehörigen Dialogen.

Von Frau Margarete Voelzke erfuhren wir am Samstag interessantes über das Rentenrecht für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung. Es war ein kurzweiliger Tag mit vielen Informationen, Tipps und intensiven Aussprachen. Zum Abschluss des Seminars am Sonntag erfuhren die Teilnehmer noch wertvolle Informationen für den Einstieg in die ehrenamtliche Tätigkeit als Sozialberater/in.

Bei aller Intensität wurde auch das "Miteinander" nicht vergessen. Bei den abendlichen Zusammenkünften wurden nette Gespräche geführt. Überhaupt waren die Gruppen (Teil 1 und Teil 2) sehr aufgeschlossen und es herrschte eine äußerst positive Atmosphäre. Das Miteinander klappte einfach.

Das Fazit zu den Grundlagenseminaren war aus meiner Sicht gesehen - und da stehe ich sicherlich nicht allein - sehr positiv. "Alte Hasen" aus dem Kreis der Sozialberater haben eine nachhaltige Auffrischung erfahren. Die "Neulinge" zu denen ich mich auch zähle, haben in ansprechender und verständlicher Form Grundkenntnisse vermittelt bekommen. Auf diesem "Pfund" lässt sich aufbauen.

Mein Fazit:

Die angehenden Sozialberater sind äußerst motiviert und ein jeder wird bereit sein nach seinen Möglichkeiten in diesem Bereich für PRO RETINA ehrenamtlich tätig zu werden.

Zuletzt geändert am 03.12.2018 16:36