EYE-RISK-Projekt identifiziert Risikofaktoren für AMD

Wenn Buchstaben „tanzen“, Linien Wellen schlagen, Gesichter verschwimmen oder sich das Sehen allgemein verschlechtert, können dies Anzeichen für krankhafte Veränderungen der Netzhaut sein, die sogenannte altersabhängige Makula-Degeneration (AMD).

AMD – Was ist das?

Der Grund für die Erkrankung sind Stoffwechselprodukte, die sich unter der Netzhaut ablagern, genau an der Stelle des schärfsten Sehens, der Makula. Die Folge: In der Mitte des Gesichtsfeldes sieht der Betroffene zunehmend verschwommen. Bereits heute zählt die AMD mit ca. 7 Mio. Betroffenen zu den häufigsten Erblindungsursachen in Deutschland. Jeder vierte über 70jährige Bundesbürger lebt mit dieser Augenkrankheit. Einige fortgeschrittene Formen sind heute schon behandelbar. Regelmäßige Vorsorge ist deshalb wichtig! Man unterscheidet zwei Formen: Die „feuchte“ AMD, deren Verlauf man bei rechtzeitiger Diagnose durch eine Spritzenbehandlung aufhalten oder verlangsamen kann. Und die „trockene“ AMD, auch geografische Atrophie genannt, von der ca. 80% der AMD-Patienten betroffen sind und für die es noch keine Therapie gibt.

EYE-RISK-Projekt identifiziert Risikofaktoren für AMD

Um dies zu ändern und den drohenden fortschreitenden Sehverlust zu stoppen ist PRO RETINA als einzige Patientenvereinigung Mitglied im europäischen Forschungsprojekt EYE-RISK. Bei einer krankhaften Veränderung der Netzhaut bis hin zur Entwicklung einer AMD spielen genetische Dispositionen und Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Alter) eine zentrale Rolle. Das EYE-RISK-Projekt hat zum Ziel, diese Risikofaktoren genauer zu identifizieren und Therapieansätze zu entwickeln. Anhand von großen Datenmengen werden Algorithmen zur Risikobestimmung erstellt um bei Menschen mit einem hohen Risiko, an AMD zu erkranken, früh eingreifen zu können. Die Ergebnisse spielen eine tragende Rolle bei der Entwicklung neuer Therapien.

Weitere Informationen zum Thema Eye RISK unter: http://www.eyerisk.eu/

Zuletzt geändert am 05.02.2019 10:24