Geschrieben von Gast am 21.04.2017 im Forum: Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Lampalizumab und Brolucizumab

Im Newsletter wurde ja irgendwann mal vor einiger Zeit über die Wirkstoffe Lampalizumab und Brolucizumab berichtet, die kurz vor der Zulassung stehen sollen.

Weiß zufällig jemand, ob zu diesen beiden Wirkstoffen auch schon Infos vorliegen? Mit Lampalizumab soll erstmals die trockene Form der AMD behandelbar sein, was in verschiedenen Fachzeitschriften als "revolutionär" bezeichnet wird.

Kommentare

Kommentar von Geschäftsstelle Team,
geschrieben am 21.04.2017 um 15:47

Hallo,

beide Wirkstoffe befinden sich unseres Wissens noch in klinischen Studien Phase 2/3 und sind derzeit noch nicht zugelassen.

Bei Brolucizumab handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Gruppe der VEGF-Hemmer (ähnlich wie Lucentis, Eylea und Avastin). Brolucizumab wird ebenfalls intravitreal injiziert und ebenfalls zur Behandlung der feuchten AMD untersucht. Ob die Erwartungen, dass es wirksamer als andere VEGF-Hemmer ist und weniger häufig injiziert werden muss, sich bestätigen oder ob es sich letztlich um ein sog. „me too“-Präparat handelt, wird sich in den Studien und der anschließenden praktischen Anwendung noch zeigen müssen.

Lampalizumab ist ein Wirkstoff, der ebenfalls intravitreal injiziert wird und erstmals bei Patienten mit bestimmten genetischen Unterformen der trockenen Spätform der AMD das Fortschreiten der sog. „geografischen Atrophie“ verlangsamen soll. Es sollte allerdings hierdurch keine Heilung der AMD bzw. Wiederherstellung bereits verlorengegangenen Sehvermögens erwartet werden. Dennoch wäre es natürlich ein wichtiger Meilenstein, zukünftig auch den Verlauf der trockenen AMD-Spätform beeinflussen zu können.

Antwort von Lüerßen,Rudolf,
geschrieben am 19.11.2017 um 18:07

Lampalizumab kann geographische Atrophie in Studie nicht aufhalten.
Der Hersteller hat die weitere Behandlung von Patienten in der Studie
vorerst ausgesetzt.

Kommentar von gertraud.wirth@...,
geschrieben am 25.07.2017 um 07:35

Was ist bitte ein „me too“-Präparat?

Antwort von Geschäftsstelle Team,
geschrieben am 27.07.2017 um 20:55

Ein "me-too" Präparat (engl. Ich auch) ist ein Nachahmerprodukt. Es handelt sich um ein Arzneimittel, deren Wirkstoff nur geringfügige Variationen vorhandener Substanzen aufweist.

Kommentar von Stephan,
geschrieben am 24.04.2019 um 10:31

Der Pharmakonzern Novartis hat in den USA die Zulassung für seinen Wirkstoff Brolucizumab beantragt, eines experimentellen Biologikums zur Behandlung von feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD). Die US-Gesundheitsbehörde FDA prüfe die Zulassung vorrangig und im Falle einer Genehmigung könne Brolucizumab bis zum Jahresende auf dem US-Markt eingeführt werden, teilte Novartis mit.

Antwort von Edith,
geschrieben am 27.12.2020 um 10:45

Brolucizumab - Beovu

Ich habe grosses Interesse darüber mehr zu erfahren.
Nach einer zweiten Injektion habe ich eine sterile Endophthalmitis erlitten. Für die Firma Novartis wird alles getan, dass es unter einer Infektion abgehakt wird

Gibt es hier auch andere Betroffene?

Herzlichen Grüße
Edith
Zust. n. ZVV 2015 mit noch immer bestehendem Ödem alle 8 Wochen

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