Nachricht vom 9.10.2020Online-Spiel „Zug in Sicht“ macht sehbehinderungen "erlebbar"

Sichtfeld bei einer Makuladegeneration an einem Fahrkartenautomat. In der Mitte ist das Sichtfeld schwarz.
Sichtfeld bei einer Makuladegeneration

Die Woche des Sehens lädt zum Spielen ein! Das neu entwickelte Online-Spiel „Zug in Sicht“ simuliert, wie Menschen mit unterschiedlichen Seheinschränkungen Alltagssituationen wahrnehmen. Das Spiel steht ab sofort unter www.woche-des-sehens.de/spiel zur Verfügung und kann direkt im Browser gespielt werden.

Bereits mehrfach hat die Woche des Sehens sehr erfolgreich Filme präsentiert, in denen Sehbehinderungen simuliert werden. Um neue Zielgruppen zu erreichen, wurde nun „Zug in Sicht“ entwickelt. Am Spielbeginn stehen drei unterschiedliche Seheinschränkungen zur Auswahl. Anschließend bewegen sich die Spielenden mit dem gewählten Seheindruck durch eine virtuelle Bahnstation. Ziel ist es, „unfallfrei“ das Gleis zu wechseln und einen Zug zu erreichen. Wer möchte, kann das Spiel danach mit einer anderen Seheinschränkung spielen und sich so die Unterschiede buchstäblich vor Augen führen. „Zug in Sicht“ kann natürlich nur einen ungefähren Eindruck von der Wahrnehmung eines sehbehinderten Menschen vermitteln, aber beim Spielen merkt man sehr schnell, wie unterschiedlich Sehbehinderungen sich auswirken. Mit „Tunnelblick“ kommt man am Fahrkartenautomaten ganz gut zurecht, sieht aber Passanten zu spät. Hat man dagegen einen Ausfall im Zentrum des Gesichtsfeldes, ist es genau umgekehrt. So wird Sehbehinderung ein Stück weit erlebbar.

Unser Tipp: Schicken Sie doch mal die Nachbarin oder den Kollegen in diesen ganz besonderen Bahnhof! www.woche-des-sehens.de/spiel

Zuletzt geändert am 09.10.2020 11:45