Nachricht vom 12.10.2015Patientensymposium „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke“ am 3. Oktober 2015 in Berlin im VKU Forum

Sehprobleme bei Menschen in zunehmendem Alter kommen immer häufiger vor. Dabei ist oft die Netzhaut im Augenhintergrund die Ursache.
Bei dem Patientensymposium „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke“ am 3. Oktober 2015 in Berlin haben hochkarätige Augenmediziner über neue Forschungsergebnisse und Therapieansätze für Patienten mit Netzhauterkrankungen informiert.
Unter anderem wurde hier das Thema „Ursachen, Prävention und therapeutische Möglichkeiten bei der trockenen und feuchten AMD - aktuelle und zukünftige Strategien“ behandelt.
Die Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für schlechtes Sehen und gesetzliches Erblinden in den Industrieländern. Sie tritt überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auf, aber auch unter 50-jährige können von einer frühen Form der Makuladegeneration betroffen sein.
Deutschlandweit gibt es rund 4 Millionen Menschen mit einer Form der Makula-Degeneration.

Auf Berlin übertragen leben hier über 100.000 Menschen die betroffen sind. wären.
Sie leiden unter dem Verlust des scharfen Sehens, können häufig kaum noch oder nicht mehr lesen, keine Gesichter und Farben erkennen.
Die PRO RETINA Deutschland e. V. hat sich mit dem Patientensymposium aber auch an Patienten mit seltenen Netzhauterkrankungen gewendet.

Wie sie, hoffen auch andere Netzhaut-Patienten, zum Beispiel mit einer Retinitis Pigmentosa (RP), auf therapeutische Möglichkeiten, den fortschreitenden Sehverlust zum Stillstand zu bringen oder gar ihr Sehvermögen wiederherzustellen.

Um über den Stand der Forschung und neue Therapieansätze zu informieren, bot das Symposium Antworten auf die Fragen: Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?
In seinem Begrüßungsvortrag beschäftigte sich der Vorstandsvorsitzende der PRO RETINA Deutschland e. V., Franz Badura, mit der „Müller-Zelle“ im Gesundheitssystem. Müller-Zellen sind häufig vorkommende Zellen der Netzhaut mit speziellen Aufgaben, die er metaphorisch auf die Rolle der PRO RETINA als eine bundesweit tätige Selbsthilfevereinigung für und von Menschen mit Netzhautdegenerationen übertrug.
„Netzhautdystrophien. Kombination detaillierte augenärztliche und molekulargenetische Diagnostik. Was bringt es dem Patienten?", fragte Prof. Dr. Ulrich Kellner, Leiter des
AugenZentrum Siegburg in seinem Vortrag und beantworte im Anschluss die Fragen der Anwesenden.

Das Thema des Vortrags von Prof. Dr. Peter Charbel-Issa von der Universitätsaugenklinik Bonn lautete „Neue Therapiestrategien bei Netzhautdystrophien“, die einen tiefen Einblick in die zukünftige Entwicklung von Therapien erlaubte.
Über „Ursachen, Prävention und therapeutische Möglichkeiten bei der trockenen und feuchten AMD – aktuelle und zukünftige Strategien?" sprach Frau Priv. Doz. Dr. Annette Hager. von der Universitätsaugenklinik Charité Berlin. Sie konnte kurzfristig für Prof. Dr. Antonia Joussen einspringen, die bei der gleichzeitig stattfindenden Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) eingebunden war.
Die Moderation der Veranstaltung übernahm Ute Palm, Vorstandsmitglied der PRO RETINA Deutschland e. V., die sich auch bei der Firma Novartis für die finanzielle Unterstützung des Symposiums bedankte.
Das Patientensymposium wurde akustisch aufgezeichnet und kann in der Geschäftsstelle der PRO RETINA in Aachen bestellt werden. Bei der nächsten Ausgabe des Magazins Retina aktuell, wird auf der akustischen Ausgabe der Mitschnitt mit veröffentlicht.

Foto: Patientensymposium 3. Oktober 2015, VKU Forum Berlin.

Blick auf das Podium
Das Foto zeigt interessierte Zuhörer die Richtung Podium und Rednerpult schauen. Im Hintergrund sind zwei Bildschirmpräsentationen zu sehen, die das Thema der Veranstlatung und das PRO RETINA Logo zeigen. Am Rednerpult referiert Prof. Dr. med. Peter Charbel-Issa, Universitätsaugenklinik Bonn. Das Podium ist mit vier weiteren Personen besetzt.

Zuletzt geändert am 14.11.2018 13:21