Nachricht vom 12.01.2016Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik - Köln überwindet Barrieren - eine Stadt für alle Von Gerdi Hugoth

Als sachkundige Einwohnerinnen arbeiten wir auch in der Behindertenpolitik der Stadt Köln mit. Wir, dass sind Ute Palm und ich.

Im Jahre 2009 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen ein Handlungskonzept für die Behindertenpolitik der Stadt nach der UN Behindertenrechtskonvention für Menschen mit Behinderung festzulegen.

Eine große Herausforderung! Wir begrüßen es sehr, dass wir ab 2015 an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Handlungskonzeptes mitwirken können.

Die Akteure setzten sich aus dem Büro des Behindertenbeauftragten, der Verwaltung, Behindertenorganisationen, den Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und Selbsthilfegruppen zusammen.

Unser aller gemeinsames Ziel ist es, dass unsere Stadt eben „eine Stadt für alle“ wird. Eine große Aufgabe und nicht einfach zu lösen.

Da wir den Fokus auf Sehbehinderte und Blinde legen, muss einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Nehmen wir zum Beispiel öffentliche Gebäude. Sehr geschmackvoll ausgestattet, alles im Edel Look und Ton in Ton. Für Menschen mit unserem Handikap, ach Sie wissen schon, ist keine Orientierung möglich. Schon die Suche und Bedienung eines Aufzugs wird zur Herausforderung. Wie wichtig für uns Kontrast und Licht sind muss immer und immer wieder erwähnt und eingefordert werden. Dies ist nur ein Beispiel um was es in einem Handlungskonzept geht.

Das Handlungskonzept enthält rund 200 Maßnahmen für 12 kommunale Handlungsfelder. Als Richtschnur für jedes der Handlungsfelder steht eine Vereinbarung aus der Erklärung von Barcelona.

Als übergreifende Leitziele werden beschrieben:

  • Abbau von Barrieren und Ermöglichung gleichberechtigter Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen,
  • Förderung von Entscheidungsfreiräumen und das Rechts auf Selbstbestimmung

Große Teile des Maßnahmenprogramms sind darauf ausgerichtet, in relativ kurzer Zeit umgesetzt und zu Standards kommunalen Handelns zu werden. Absicht war und ist es, bereits kurzfristig positive Veränderungen für die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung und ihre Teilhabemöglichkeiten in Köln zu bewirken.

Weitere Informationen finden Sie im Netz unter:

www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/behinderung (externes Angebot)

Zuletzt geändert am 16.01.2016 16:58