Nachricht vom 24.10.2016Lebenspraktische Fähigkeiten LPFvon Ute Palm

Am 22. Oktober 2016 trafen sich zu einem Fortbildungsseminar 13 Mitglieder der Regionalgruppe Köln, um sich in "Lebenspraktischen Fähigkeiten" fortbilden zu lassen.

4 Seminarteilnehmerinnen
Von links nach rechts: Gerdi Hugoth, Gabi Lievenbrück, Marga Schmitz, Jacqueline Boy

Frau Jaqueline Boy, die einige Mitglieder schon im letzten Jahr zum Thema "Essen und Trinken" fortgebildet hatte, war mit großem Gepäck aus Dortmund angereist, um für jede Teilnehmerin das Übungsmaterial zu haben.

Seminarteilnehmerinnen
Foto zeigt von links nach rechts: Alice Freiberg, Brigitte Stausfeld, Anneliese Sterz, Dr. Margret Cramer, Rosemarie Schmitz-Wischnewski, Jacqueline Boy

Nach einem kurzen Einblick in die Arbeit einer LPF-Trainerin, die den sehbehinderten und blinden Menschen die Sicherheit im Umgang mit den täglichen Tätigkeiten vermittelt, erhielt jeder je nach Wunsch eine Möhre oder Gurke sowie eines der vielen unterschiedlichen Schälmesser um nach Anleitung richtig zu schälen. Erstmal musste das richtige Schälmesser für kleine, breite und große Hände gefunden werden. Mein Favorit war ein Schälmesser, dass man sich über den Mittelfinger der rechten Hand zog.

Jetzt musste eine Kartoffel geschält werden, ohne am Ende noch Schalenreste an der Kartoffel zu haben.

Brot wurde geschnitten und mit Butter bestrichen. Heißer Kaffee oder Tee selbst eingeschenkt ohne sich die Finger zu verbrennen bzw. den Kaffee neben die Tasse zu gießen.

Zwischendurch wurden Hilfsmittel des täglichen Lebens und Tricks wie z.B. bekomme ich die Zahnpasta auf die Zähne, wie kann ich bügeln ohne mir die Hände zu verbrennen, vorgestellt.

Seminarteilnehmer
Von links nach rechts: Marga Schmitz, Ehepaar Zinnhardt

Spannend wurde es dann bei der Frage, wie bekomme ich den Faden in die Nadel, um mir einen Knopf anzunähen, um auch hier selbstständig zu bleiben.

3 Seminarteilnehmer
Von links nach rechts: Gerdi Hugoth, Uschi Winkler, Marga Schmitz

Nach 7 Stunden trennten sich die Teilnehmer mit vielen Informationen, wie sie zukünftig leichter und unabhängiger durch den Alltag kommen können.

Besonders bemerkenswert war, dass nicht nur die Betroffenen viel dazu gelernt hatten, sondern auch die Partner verstanden hatten: Unterstützung ja, aber nicht ohne zu fragen!

Zuletzt geändert am 26.11.2018 14:43