Farbsinnprüfung

Zur Feststellung von Störungen des Farbsinns werden Farbtafeln benutzt. Diese Farbtafeln nach Ishihara zeigen Zahlen, die aus verschiedenen Farbpunkten zusammengesetzt sind. Die Farbpunkte sind so gedruckt, dass nur der Farbtüchtige sie richtig erkennen kann. Mit dieser Methode lässt sich das Vorhandensein einer Farbstörung feststellen, nicht jedoch ihr Ausmaß. Zur Feststellung des Ausmaßes der Farbstörung wird ein Anomaloskop (Farbmischgerät) verwendet. Bei dieser Methode muss der Patient ein auf einer Scheibe vorgegebenes Gelb herstellen, indem er Rot und Grün mischt. Falsch eingestellte Mischungsverhältnisse erlauben exakte Rückschlüsse auf Art und Ausmaß der Rot-Grün-Störung.

Farbtafel nach Ishihara

Farbsinnstörungen können angeboren sein (häufig als Farbenblindheit bezeichnet) oder bei Erkrankungen von Netzhaut oder Sehbahn auftre-ten. Die Erkennung angeborener Störungen ist wichtig als Eignungstest für bestimmte Tätigkeiten. Die erworbenen Farbsinnstörungen treten oft schon am Beginn einer Erkrankung auf und sind daher ein sensitives Frühzeichen für eine Funktionsstörung. Die Prüfung des Farbensehens dauert je nach Test und Ausmaß der Farbsinnstörung ca. 5-10 Minuten.

Zuletzt geändert am 23.01.2021 17:45