Gesichtsfeld

Gesichtsfeldmessung
Die Untersuchung des Gesichtsfeldes wird Perimetrie genannt und mit Hilfe eines Perimeters durchgeführt. Der Patient blickt in das Gerät, das ein Gesichtsfeld von 180 Grad imitiert. Er muss seinen Blick auf einen festen Punkt richten und darf die Augen nicht bewegen. Nun werden in den normalen Gesichtsfeldbereich Lichtpunkte projiziert, die der Patient erkennen muss. Diese Untersuchung kann mit verschiedenen Lichtstärken, die der Empfindlichkeit der verschiedenen Bereiche der Netzhaut entsprechen, durchgeführt werden. Auch Gesichtsfeldmessungen für Farben sind möglich, indem farbige Lichtpunkte projiziert werden. Das Gesichtsfeld für Farbsehen ist in der Regel kleiner, als das Gesichtsfeld für weißes Licht.

Auswertung einer Gesichtsfeldmessung
Bei einer Reihe von Netzhaut- und Sehbahnerkrankungen kommt es zu Einschränkungen im Gesichtsfeld, die je nach Lage und Ausdehnung im täglichen Leben beträchtlich stören können. Die Prüfung des Gesichtsfeldes ist daher von erheblicher Bedeutung in der Differenzialdiagnose von Netzhauterkrankungen. Es ist sehr wichtig für die Dokumentation eines Krankheitsverlaufs und für die gutachterliche Einschätzung zur Beurteilung der Minderung der Erwerbsfähigkeit. Die Prüfung des Gesichtsfeldes ist abhängig von den vorliegenden Veränderungen und dem verwendeten Test und kann bis zu 15 Minuten je Auge beanspruchen.

Zuletzt geändert am 23.01.2021 17:25