Klinischer Forschungspreis 2018 der PRO RETINA

Die alljährlich von der PRO RETINA bzw.von der PRO RETINA und der Retina Suisse vergebenen Forschungspreise, der Retinitis pigmetosa (RP)-Forschungspreis und der Makula-Forschungspreis wurden umbenannt: eine Differenzierung in RP und Makula kann aufgrund des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes oft nicht mehr trennscharf genug definiert werden: daher werden die Preise heuer zum ersten Mal als "Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis" und als "Klinischer Forschungspreis" vergeben.

Der diesjährige Klinische Forschungspreis der PRO RETINA Deutschland e. V. zur Verhütung von Blindheit ist im Rahmen des 116. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Bonn Herrn Dr. med. Maximilian Pfau zuerkannt worden.

Wie es in der von Prof. Dr. med. Eberhart Zrenner (Vorsitzender des Wissenschaftlich-Medizinischen Beirates WMB der PRO RETINA) verfassten Laudatio heißt, hat der WMB diesen Preis zuerkannt für eine Serie von fünf Originalarbeiten zu funktionellen und strukturellen Biomarkern als Studienendpunkte bei degenerativen Netzhauterkrankungen.

Die Arbeiten von Dr. Pfau leisten einen entscheidenden Beitrag

  • für die Fallzahlberechnung und Definition von Testprotokollen in multizentrischen Studien zu Netzhauterkrankungen;
  • bei der Vermessung von verschiedenen Formen der geografischen Atrophie (GA) mittels Grünlicht-Autofluoreszenz (GAF); hierdurch konnten bei Patienten die Progressionsrisikofaktoren beschrieben werden und damit erstmals die prognostische Relevanz dieser vorteilhaftenTechnik gezeigt werden;
  • zum Verständnis der Rolle des Luteins bei der Beurteilung der GAF-Messergebnisse bei altersbedingter Makuladegeneration. Diese Arbeiten ermöglichen eine beträchtliche Fallzahlreduktion für zukünftige prospektive Studien zur geografischen Atrophie.

Herr Dr. Pfau hat in Heidelberg studiert und 2015 promoviert. Seit Juli 2017 ist er mit Hilfe des Förderprogramms „Nachwuchsgruppe“ der Universität Bonn, betreut von Fr. Prof. Dr. M. Fleckenstein, an der Bonner Universitäts-Augenklinik tätig. Er zählt zum hoffnungsvollsten wissenschaftlichen Nachwuchs als „Klinischer Wissenschaftler“ in der Ophthalmologie in Deutschland und ist auf dem besten Weg in eine erfolgreiche Hochschullehrerlaufbahn.

Die PRO RETINA Deutschland e. V. und auch das Newsletter-Team gratuliert dem Preisträger herzlich zu dieser Ehrung und wünscht ihm viel Erfolg für seine weiteren Forschungsvorhaben. Der Klinische Forschungspreis ist mit einer Barsumme von 2000 €, sowie der Finanzierung eines Kongressaufenthaltes (im Wert von weiteren 1500 €) verbunden.

Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V.

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Zuletzt geändert am 12.04.2019 12:40