Preis für die Entwicklung einer neuen Gentherapie

Sicher sind Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, aufgrund letzter Meldungen die Aktivitäten des Instituts für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB) bestens bekannt.

Professor Hendrik Scholl, der klinischen Leiter des IOB, ist vielen ein Begriff auch durch sein Engagement für PRO RETINA, unter anderem ist er Mitglied des Wissenschaftlich Medizinischen Beirates (WMB) der PRO RETINA. Auch Professor Botond Roska war jüngst durch den Erhalt des Körber-Preises in aller Munde.

Neuerlicher Förderpreis

Nach aktuellen Meldungen erhält das Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB) nun einen weiteren hoch dotierten Preis. Die amerikanische Organisation „Foundation Fighting Blindness (FFB) fördert das IOB mit 600.000 US-Dollar bei der Entwicklung einer neuen Therapie, die bei Erblindeten durch degenerative Netzhauterkrankungen die Wiederherstellung einer gewissen Sehfähigkeit bewirken soll.

Das IOB erklärt ihr Vorgehen wie folgt: Bei einem grossen Teil von erblichen Netzhauterkrankungen würden die Zapfen ihre natürliche Fähigkeit verlieren, Licht zu absorbieren und in ein Signal umzuwandeln. Diese seien jedoch nicht abgestorben, sondern in einer Art Tiefschlaf. „Wir arbeiten daran, diese Lichtrezeptoren zu reaktivieren und so die Erblindung rückgängig zu machen“, sagt Hendrik Scholl, Leiter der Forschungsarbeiten. Die neuartige Gentherapie sei einzigartig.

Am IOB wurden auch erste Studien durchgeführt. Diese würden zeigen, dass bei 15 bis 20 Prozent der erblindeten Patienten noch schlafende Zapfen vorhanden sein könnten. Injektionen von lichtsensitiven Proteinen hätten bei blinden Mäusen die Datenübertragung der Netzhaut zum Gehirn wieder reaktiviert. Das Preisgeld helfe, die Gentherapie zu beschleunigen. Innerhalb von drei Jahren wolle man alle Vorbereitungen abgeschlossen haben, um eine klinische Studie zu starten.

Interview zu den Aktivitäten des IOB

Ihre Redaktion von „PRO RETINA News“ hat zu den Aktivitäten des IOB auch noch ein informatives Gespräch mit Professor Scholl und Professor Roska auf den Seiten der Handelskammer "Beider Basel" gefunden, das Sie bei Interesse unter «Wir streben an, dass blinde Menschen sehen können einsehen können.

Quellen:tagblatt.ch, 28.04.2021; idw-online.de, 03.05.2021; Handelskammer beider Basel (hkbb.ch)

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Zuletzt geändert am 17.05.2021 09:51