PRO RETINA in Bewegung – Einweihungsfeier in Bonn

Von Charlotte Brückner

Über hundert geladene Gäste kamen am Abend des 25. Septembers im Centro Hotel Residence zusammen, um den Umzug der Geschäftsstelle von PRO RETINA nach Bonn zu feiern. PRO RETINA nahm den Abend vor allem zum Anlass, um sich bei den vielen Partnern, Förderern und ehrenamtlich Aktiven für die gute Zusammenarbeit und tatkräftige Unterstützung zu bedanken. Dass die Selbsthilfevereinigung über ein einzigartiges, vielfältiges und sehr starkes Netzwerk verfügt und mit ihren vielen ehrenamtlich Tätigen und dem Team der Geschäftsstelle Hervorragendes leistet, unterstrich der Vorsitzende Franz Badura in seinem Grußwort.

Warum Bonn?

Wie auch alle anderen Referentinnen und Referenten ging Franz Badura auf die vielen guten Gründe ein, die für den Umzug der Geschäftsstelle nach Bonn sprachen: ein inspirierendes Umfeld aus Kooperationspartnern am wichtigen Gesundheitsstandort Bonn, die sehr gute und enge Zusammenarbeit mit der Universitäts-Augenklinik Bonn und dem AugenZentrum Siegburg im Bereich der Forschung und Augenheilkunde. Eine bedeutende Rolle spielen außerdem die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zum Hauptbahnhof – beides ist besonders für Menschen mit einer Sehbehinderung wichtig. Er dankte insbesondere Markus Georg, dem Geschäftsführer der PRO RETINA, für sein außerordentliches Engagement im Rahmen des Umzugs und lobte das neue Team der Bonner Geschäftsstelle für die gute Arbeit. Badura schloss sein Grußwort mit dem rührenden Trompetenstück „Amazing Grace“.

Tolle Gäste, toller Abend

Zuvor sprach die Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel, die die Wichtigkeit der Arbeit von Selbsthilfeorganisationen unterstrich und PRO RETINA als Expertin für die Bedarfe von Menschen mit Sehbehinderung einlud, die Stadt Bonn zu beraten: zum Beispiel im Hinblick auf die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes. Auch Professorin Ursula Lehr, stellvertretende Vorsitzende der BAGSO und Bundesministerin a. D., hob hervor, wie wichtig die beratende Tätigkeit der PRO RETINA in vielzähligen Gremien und Dachorganisationen wie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen ist. „Älter werden wir alle und es kommt weniger darauf an, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden“, so Lehr. Mit den Aktivitäten im Bereich der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), trägt PRO RETINA dazu bei, dass das Leben Betroffener trotz dieser Erkrankung lebenswert bleibt.

Professor Dr. Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn, sprach über PRO RETINA als Brücke zwischen Wissenschaft und Patient und hob in seiner Ansprache neben dem außerordentlichen Beitrag, den PRO RETINA für die Forschung im Bereich der Netzhautdegenerationen leistet, die Patientensymposien hervor, die Betroffene und Experten zusammenbringen sowie die Patientensprechstunden, welche medizinische Diagnose und Therapie mit Beratung durch Betroffene unter einem Dach vereinen. Professor Dr. Ulrich Kellner vom AugenZentrum Siegburg betonte, wie wichtig PRO RETINA als Selbsthilfevereinigung ist, die die Menschen da abholt, wo die Arbeit der Ärzte aufhört: „Ich bin sehr froh, dass ich immer weiß, wohin ich Betroffene nach ihrer Diagnose schicken kann und dass sie bei PRO RETINA in sehr guten Händen sind.“ Im Anschluss an den offiziellen Teil führten die Gäste bei musikalischer Begleitung mit dem „Moritz Preisler Trio“ bis zum späten Abend angeregt Gespräche.

Ein besonderer Dank gilt den Organisatorinnen des Abends Daniela Brohlburg und Charlotte Brückner, tatkräftig unterstützt durch die Geschäftsstelle. Wir bedanken uns außerdem für die freundliche Unterstützung bei der AOK Rheinland/Hamburg, Novartis, Alimera Sciences, Vanda Pharmaceuticals, Santhera, Second Sight, Retina Implant, SCHWEIZER Optik, der Bayer Vital AG, Pixium Vision und der Kreissparkasse Aachen.

Zuletzt geändert am 14.01.2019 11:26