Gut besucht: Fachvorträge zu medizinischen und Alltagsthemen bei Makula- und Netzhauterkrankungen.

Nach vorne schauen - Aktionstag in der Woche des Sehens mit Vorträgen und Hilfsmittelausstellung

Der Tagungsraum im Centro Hotel Residence am Kaiserplatz in Bonn war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Regionalgruppe Bonn ihren Aktionstag in der Woche des Sehens mit Fachvorträgen und Hilfsmittelausstellung für Menschen mit Makula- und Netzhauterkrankungen eröffnete. Die intensiven Vorbereitungen der Aktiven in Bonn haben sich gelohnt. Ein interessantes Fachvortragsprogramm und eine vielseitige Hilfsmittelausstellung hatte viel interessierte Menschen angezogen. Die Veranstaltung am Samstag, 12. Oktober 2019, hatte sich den Lebens-Perspektiven mit einer fortschreitenden Augenerkrankung gewidmet.

An diesem Tag ging es darum, Mut zu machen und Chancen aufzuzeigen – trotz schwindender Sehkraft oder fortschreitender Erblindung“. Experten ihres Fachs informierten zu aktuellen medizinischen Entwicklungen, stellten Hilfen in der Ausbildung, im Beruf und Alltag vor sowie Beratungsangebote für mehr Lebensqualität und selbstbestimmte Teilhabe. 

Infostand des PRO RETINA Vereins

Dr. med. Philipp Herrmann, Oberarzt und Leiter der Spezialsprechstunde an der Universitätsaugenklinik Bonn, sprach über neue medizinische Entwicklungen. Er betonte: „Bei Erkrankungen der Makula und Netzhaut ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, um die Weichen für gezielte Vorbeugung und Therapien zu stellen. Die Augenheilkunde arbeitet derzeit an aussichtsreichen therapeutischen Ansätzen für Netzhauterkrankungen. Typische Alarmsignale für krankhafte Veränderungen der Makula in der Netzhaut des Auges sind unscharfe Konturen oder verzerrte Linien. Ein Augenarzt sollte dann so schnell wie möglich aufgesucht werden“.

Susanne Beckenkamp stellte Beratungsangebote und Hilfen des Berufsförderungswerkes Düren (BfW) vor. Das Bildungs- und Beratungszentrum ist über die Region hinaus als Spezialzentrum für berufliche Wiedereingliederung und Qualifizierung von blinden und sehbehinderten Menschen in allen Lebensphasen bekannt. Sie erklärte. “Wenn die Sehkraft fortschreitend nachlässt, sind Betroffene oft mit schwerwiegenden Folgen im Berufsleben konfrontiert. Eine möglichst frühzeitige und individuelle Beratung kann unterstützen, um den bisherigen Beruf entweder weiter ausüben zu können oder neue berufliche Perspektiven zu entwickeln“.

Hilfsmittelfirmen zeigten an diesem Tag neue Produkte, die Alltag erleichtern können. Die kostenlose Veranstaltung wurde unter anderem von der AOK Rheinland/Hamburg unterstützt.

Angeregte Gespräche in der gut besuchten Hilfsmittelausstellung

Zuletzt geändert am 22.01.2020 13:23