Erster Preisträger für die neue Theodor-Leber-Medaille der DOG: Franz Badura

Von Ines Nowack

Es war eine Premiere. Zum ersten Mal hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) die Theodor-Leber-Medaille verliehen. Der Preis wurde initiiert, um besondere Verdienste von Nicht-Augenärzten um die DOG und die Augenheilkunde zu ehren. Erster Preisträger wurde Franz Badura, Vorsitzender der PRO RETINA Deutschland. Professor Claus Cursiefen, DOG-Präsident, sprach vom idealen Preisträger für die erstmalige Verleihung auf dem Kongress der wissenschaftlichen Fachgesellschaft in der Ophthalmologie in Berlin.

Brückenbauer zwischen Patienten, Medizin und Wissenschaft

Mit der Theodor-Leber-Medaille wurde nun sein langjähriger erfolgreicher und unermüdlicher ehrenamtlicher Einsatz als Brückenbauer zwischen Patienten, Ärzten, Kliniken und Wissenschaftlern gewürdigt. In enger Kooperation unter anderem mit der DOG seien wegweisende Konzepte für die Verbesserung der Betreuung und Versorgung von Patienten mit Netzhautdegenerationen entwickelt und umgesetzt worden, so Cursiefen. Der DOG-Präsident hob Baduras Verdienste für die Forschungsförderung, für die nationale und internationale Kooperation und für die Gewinnung von wissenschaftlichem Nachwuchs hervor. Mit dem Engagement von Franz Badura untrennbar verbunden ist auch die Gründung und Organisation des inzwischen international hoch renommierten Potsdam-Meetings, das jährlich im Frühjahr stattfindet und inzwischen seit 15 Jahren jährlich etwa 150 Teilnehmern aus vielen Ländern als wichtiges wissenschaftliches Forum dient.

Zentrales Ziel seines Engagements, so betont Cursiefen in der Laudatio zur Preisverleihung auf dem DOG-Kongress, ist die enge Verknüpfung von Forschung mit den Anliegen der Patientenorganisationen, um sicherzustellen, dass die besonderen Belange der Patienten bei den Forschungsarbeiten und klinischen Studien berücksichtigt werden. Ebenso wichtig sei Badura, dass durch eine entsprechende Informationspolitik ausreichend große Patientengruppen für die klinische Forschung gewonnen werden können. Gemeinsam mit dem gesamten Vorstand der PRO RETINA-Stiftung ist es Badura gelungen, in den vergangenen 20 Jahren in Millionenhöhe Forschungsgelder einzuwerben. Unter seinem Vorsitz konnte PRO RETINA eine Stiftungsprofessur für Netzhautdegenerationen in Regensburg und in Bonn ansiedeln. Dies habe inzwischen den Ruf der deutschen ophthalmologischen Wissenschaften in diesem Bereich erheblich verstärkt, so Cursiefen.

Ermutigung und Ansporn für alle PRO RETINA-Aktiven

Karin Papp gratuliert für den PRO RETINA-Vorstand zu dieser außergewöhnlichen Ehrung. „Dass eine wissenschaftliche Fachgesellschaft zum ersten Mal keinen Berufskollegen auszeichnet, sondern einen engagierten Menschen, der sich aus eigener Betroffenheit um die Augenheilkunde und die gesundheitliche Versorgung von Menschen verdient gemacht hat, ist Ermutigung und Ansporn für das Engagement aller Aktiven in PRO RETINA. Gemeinsam kommen wir schneller voran.“

Die Theodor-Leber-Medaille ist für Franz Badura nicht die erste Ehrung der Augenheilkunde. Vor Jahren wurde er ebenfalls als erster Nicht-Ophthalmologe in die „Hall of Fame Ophthalmologie" aufgenommen.

Zuletzt geändert am 13.12.2019 17:49