Bericht über das Basisseminar der PRO RETINA

von Mevludin Useinowski

Heute möchte ich vom Basisseminar der PRO RETINA erzählen, an dem ich teilgenommen habe. In diesem Seminar hat sich die PRO RETINA vorgestellt und man konnte sehr vieles über die verschiedenen Arbeitskreise unserer Selbsthilfevereinigung erfahren. Schön Corona-konform fand dieses Meeting über die Plattform Zoom statt, die für blinde Menschen sehr gut nutzbar ist.

Am ersten Tag ging es um 15:00 Uhr los und endete um 20:00 Uhr. Zwischendrin gab es eine kleinere und eine etwas größere Pause.

Als Erstes war über eine halbe Stunde Pufferzeit eingeplant, damit alle über den Einladungscode in den virtuellen Seminarraum eintreten konnten. Als Nächstes wurde der Ablauf des Tages erläutert und wir machten eine große Vorstellungsrunde, was bei 41 Teilnehmenden natürlich eine gewisse Zeit in Anspruch genommen hat. In einem Vortrag hat der Geschäftsführer Markus Georg den Verein vorgestellt und all seine Tätigkeiten kurz dargestellt. Besonders hervorgehoben hat er die Entwicklung von einem sehr kleinen Verein bei der Gründung 1977 bis zu einem der bedeutendsten Zusammenschlüsse blinder und sehbehinderter Menschen heute.

Als Nächstes wurden die Aufgaben der Regionalgruppen vorgestellt und erklärt, wie man eine eigene Regionalgruppen gründen kann und was man dabei zu beachten hat. Natürlich gibt es dabei die benötigten Hilfestellungen.

Zum Schluss wurden die Arbeitskreise vorgestellt, darunter die Beratergruppen und die neue Jugendgruppe. Nach 20:00 Uhr hatte man noch die Möglichkeit, sich in kleinen Gruppen auszutauschen und bei Bedarf Fragen zu stellen (was richtig gut war).

Der zweite Tag fing um 9:00 Uhr an und war natürlich wegen der Corona-lage auch wieder online. Trotzdem war es ein schöner zweiter Tag. Es waren alle pünktlich da und als Erstes hat sich der Arbeitskreis „Gesundheit“ vorgestellt und aufgezeigt, was alles für die Gesundheit der Mitglieder getan wird.

Gleich darauf kam der Arbeitskreis „Hilfsmittel“, der für allerlei Alltagshilfsmittel und elektronischen Hilfsmittel zuständig ist und der auch ein paar Sachen präsentiert hat. Als Nächstes war der Arbeitskreis „Soziales“ dran, der besonders viel zu erzählen hatte. In diesem Bereich geht es viel um soziale Dinge, wie beispielsweise ums Bundesteilhabegesetz. Natürlich kann man auch in diesem Arbeitskreis mitmachen und das in sehr umfangreichen Ausmaß.

Der Arbeitskreis „Barrierefreiheit“ kümmert sich darum, dass Ampeln ein Blindensignal bekommen, um Blindenleitstreifen, um blindenspezifische Anforderungen für Gebäude und eben um alles, was blinden Menschen ein selbstständiges und problemloses Bewältigen ihres täglichen Lebens ermöglicht.

Der jüngste Arbeitskreis nennt sich „Vernetzung und Medien“. Er kümmert sich um den Podcast, um die YouTube-Präsenz und so weiter.

Die Berater/innen der Arbeitskreise und Leute, die sich für eine künftige Mitarbeit darin interessieren, müssen natürlich auch ausgebildet und fortgebildet werden. Außerdem sollte dieses Basisseminar ja auch potentiell interessierten Personen als Überblick über die PRO RETINA-Arbeitsbereiche dienen. Es passte also gut, dass sich die Ehrenamtsbörse, die Ansprechpartner/innen der Arbeitskreise hier vorgestellt haben. Zum Schluss stelle die Stabstelle „aus- und Weiterbildung“ das Ausbildungskonzept zur/zum Berater/in vor. Hierbei müssen sechs Seminare durchlaufen werden, bevor man offiziell dazu ernannt wird.

Es war eine wirklich interessante und sehr informative Veranstaltung. Ich bin selbst bei der PRO RETINA aktiv und finde die Arbeit des Vereins wirklich klasse. Ich würde es der Vereinigung daher echt wünschen, dass durch dieses tolle Angebot vielleicht ein paar Mitglieder dazu angeregt wurden, sich künftig in der PRO RETINA ehrenamtlich zu engagieren.

Zuletzt geändert am 29.12.2020 16:41