Pressemitteilung vom 18.11.2016AMD – Aktionswoche: Volkskrankheit Makula-Degeneration

Wissenswertes rund um die Netzhauterkrankung und Tipps zur Vorsorge

(djd). Allein in Deutschland sind über vier Millionen Menschen von einer Altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) betroffen. Die Augenerkrankung gilt als Hauptursache für schwere Sehbeeinträchtigung und Erblindung in den Industrienationen. Überwiegend tritt sie ab dem 50. Lebensjahr auf. Wissenswertes rund um die Krankheit und Tipps zur Vorsorge gibt es hier:

  • Formen: Am häufigsten ist die trockene Form der AMD - schätzungsweise 85 bis 90 Prozent der Patienten sind an dieser Variante erkrankt. Dabei sterben Sehzellen ab, was zu einer allmählichen Verschlechterung des Sehvermögens führt. Bei rund zehn bis 15 Prozent der Patienten entwickelt sich eine sogenannte feuchte AMD - Blutgefäße wachsen unkontrolliert in den Bereich des schärfsten Sehens auf der Netzhaut des Auges ein und zerstören unbehandelt diesen "Fleck".
  • Therapie: Während es für die trockene Form der AMD keine medizinisch geprüfte und belegte Therapien gibt, kann die feuchte AMD seit einigen Jahren durch die Injektion von Medikamenten in das betroffene Auge behandelt werden.
Patientin bei der Beratung
  • Hilfe und Rat: Beratung und Informationen erhalten Betroffene und ihre Angehörigen beispielsweise beim Selbsthilfeverein PRO RETINA Deutschland e.V.. Die bundesweit tätige Organisation bietet unter anderem psychologische Beratung, organisiert Patiententreffen, bei denen sich Betroffene austauschen können, klärt über die Netzhauterkrankung auf und zeigt Perspektiven auf.
Patientin liest mit Lupe
  • Weitere Infos gibt es unter Telefon 01805 / 87 00 18 (14ct pro Minute) Bei der Geschäftsstelle können auch kostenlose Patientenbroschüren angefordert werden.
  • Vorbeugen: Es gibt zahlreiche Hinweise, dass - neben genetischer Veranlagung und Alter - auch die Lebensführung bei der AMD eine Rolle spielen kann. So können etwa das Tragen einer Sonnenbrille bei starkem Sonnenlicht, eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung, regelmäßiger Sport sowie Nikotinverzicht vorbeugen.
Amsler Gitter Test zur Früherkennung von AMD
Einen Selbst-Test wie den Amsler-Gitter-Test finden sie wenn sie hier
  • Mit AMD leben: Mit optischen und elektronischen Hilfsmitteln wie Lupen, Lesegeräten oder Vergrößerungsprogrammen und Sprachausgaben für Computer können sich Betroffene den Alltag erleichtern. Hilfreich sind ebenso eine gute Beleuchtung sowie eine kontrastreiche Gestaltung des Wohnumfeldes.
  • Vorsorge: Ab dem 50. Lebensjahr sollte man seine Augen regelmäßig beim Augenarzt untersuchen lassen, bei verzerrtem Sehen, sollte man sofort einen Augenarzt aufsuchen. Eine zusätzliche Möglichkeit bietet die Selbstkontrolle. Dabei kann man mit Hilfe von Tests kontrollieren, ob man gerade Linien geknickt oder wellenförmig sieht.

Mit dem Motto "AMD - trotz alledem" veranstaltet die Selbsthilfevereinigung PRO RETINA Deutschland zum dritten Mal eine bundesweite Themenwoche zur altersabhängigen Makula-Degeneration. In Patientensymposien erfahren Betroffene und deren Angehörige, wie wichtig eine Früherkennung dieser Krankheit sein und welchen Einfluss eine gesunde Lebensweise auf das Augenlicht haben kann. Die Veranstaltungsreihe findet in folgenden Städten statt:

  • Winsen (Luhe): Samstag, 19. November 2016.
  • Rostock: Dienstag, 22. November 2016.
  • Chemnitz: Donnerstag, 24. November 2016.
  • Paderborn: Donnerstag, 24. November 2016.
  • Ahaus: Freitag, 25. November 2016.
  • Magdeburg: Samstag, 26. November 2016.

Details hier oder unter www.pro-retina.de/aktuelles/seminare-und-symposien.

Zuletzt geändert am 11.12.2018 13:38