Pressemitteilung vom 21.03.2017Aktuelle Erkenntnisse und Informationen zu MacTel

Wissenswerte Auskunft: „Makuläre Teleangiektasien (MacTel) Typ 2 – Informationen für Betroffene“

Flyer MacTel

Bei einer makulären Teleangiektasie (MacTel) handelt es sich um eine Veränderung kleinster Netzhautgefäße sowie der neurosensorischen Netzhaut, die durchschnittlich ab dem 55. Lebensjahr sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftritt. Betroffene leiden an einer langsam fortschreitenden Visusminderung und/oder an einer veränderten oder verzerrten Umgebungswahrnehmung.

Typischerweise treten bei Betroffenen Leseschwierigkeiten mit springenden und/oder fehlenden Buchstaben auf. In der Regel sind beide Augen betroffen, obwohl es auch zu einem asymmetrischen Verlauf kommen kann, bei dem ein Auge stärker oder früher betroffen ist als das andere. Der Krankheitsverlauf ist langsam fortschreitend, sodass er sich über mehrere Jahre bis hin zu Jahrzehnten erstrecken kann.

Die Erkrankung ist selten und idiopathisch, was bedeutet, dass die genaue Ursache noch ungeklärt ist; jedoch konnten kürzlich Genorte identifiziert werden, die im Zusammenhang mit einer genetischen Anfälligkeit für MacTel stehen. Auch den Stoffwechsel betreffende Komponenten werden aktuell als Einflussfaktoren diskutiert. Aufgrund der Unklarheit bezüglich der Auslöser für MacTel stehen bislang jedoch leider noch keine Therapieoptionen zur Verfügung.

Jetzt wurde der Flyer, der zu diesem Thema informiert, durch die PRO RETINA veröffentlicht. Er informiert Betroffene und Interessierte darüber, welche Symptome bei dieser Erkrankung auftreten können und welche Formen und Stadien unterschieden werden. Außerdem wird über aktuelle Forschungsergebnisse aufgeklärt, sodass alle Interessierten auf dem neuesten Stand sind. Die PRO RETINA Deutschland freut sich, hier wieder wertvolle Informa-tionen bereitstellen zu können. Diese richten sich sowohl an Betroffene als auch an Angehörige und Interessierte. Der Flyer kann in der Geschäftsstelle der PRO RETINA kostenlos ange-fordert werden, wobei eine Spende zur Unterstützung der gemeinnützi-gen Arbeit der Patientenvereinigung willkommen ist.

Zuletzt geändert am 11.01.2019 11:45