Pressemitteilung vom 9.03.2017 „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke“

Patientensymposium am 14. März im Congress Center Düsseldorf

Sehprobleme bei Menschen in zunehmendem Alter kommen immer häufiger vor. Dabei ist oft die Netzhaut im Augenhintergrund die Ursache.

Bei dem Patientensymposium „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke“ am 14. März, 10:00 bis 12:00 Uhr, in Düsseldorf werden hochkarätige Augenmediziner über neue Forschungsergebnisse und Therapieansätze für Patienten mit Netzhauterkrankungen informieren.

Die PRO RETINA Deutschland e. V., eine bundesweit tätige Selbsthil-fevereinigung für und von Menschen mit Netzhautdegenerationen, wendet sich mit dem Patientensymposium an Patienten mit Netzhauterkrankungen, ihre Angehörigen und natürlich an alle Interessierte.

Um über den Stand der Forschung und neue Therapieansätze zu informieren, bietet das Symposium Antworten auf die Fragen: Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?

In seinem Begrüßungsvortrag beschäftigt sich der Vorstandsvorsitzende der PRO RETINA Deutschland e. V., Franz Badura, mit dem Thema „Herausforderungen für eine Patientenorganisation im Zeitalter von Klinischen Studien“.

Über „Vorgehen bei genetischer Diagnostik retinaler Dystrophien: technische und regulatorische Aspekte“ wird Prof. Dr. Hanno J. Bolz vom Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum Köln informieren.

Als Dystrophie bezeichnet man eine fehlerhaft angeborene Anlage einer körperlichen Struktur, hier der Netzhaut, die früher oder später in unter-schiedlichem Ausmaß zu einer Fehlfunktion und zum Absterben (Dege-neration) dieser Struktur führt. Die Ursache dieser Funktionsstörungen liegt also in der Zelle selbst begründet, in einer genetischen Fehlprogrammierung (Mutation). Diese ist dann für Sehausfälle verantwortlich, die am Rande der Netzhaut beginnen (peripher) können, wie die Retinitis Pigmentosa und verwandte Erkrankungen. Oder sie beginnen in der Mitte der Netzhaut, der Makula (zentral) im Bereich des schärfsten Sehens.

PD Dr. med. Klaus D. Lemmen aus der Augenarztpraxis Lemmen-Vahdat, Düsseldorf, berichtet ausführlich über „Aktuelles zu Ursachen, Prävention und Therapie-Möglichkeiten der Altersabhängigen Makula-Degeneration“.

Die Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für schlechtes Sehen und gesetzliches Erblinden in den Industrieländern. Sie tritt überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auf, aber auch unter 50-jährige können von einer frühen Form der Makuladegeneration betroffen sein.

Deutschlandweit gibt es rund 4 Millionen Menschen mit einer Form der Makula-Degeneration, somit kann die AMD als Volkskrankheit bezeichnet werden.

Die Betroffenen leiden unter dem Verlust des scharfen Sehens, können häufig kaum noch oder nicht mehr lesen, keine Gesichter und Farben mehr erkennen. Meist bleibt diese Sehverschlechterung lange Zeit unbeachtet. Dabei ist es äußerst wichtig, dass Patienten frühzeitig die AMD erkennen und den Augenarzt aufsuchen. Nur so kann der drohende Sehverlust möglicherweise begrenzt werden. Bei der Altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) ist die Makula betroffen, also die Stelle des schärfsten Sehens im Zentrum der Netzhaut. Dies führt dazu, dass das zentrale Sehvermögen nachlässt, bis im Zentrum des Gesichtsfelds ein blinder Fleck entsteht und schließlich auch in den Randbereichen immer weniger gesehen werden kann.

Abschließend übernimmt Univ.-Prof. Dr. Thomas Langmann vom Lehrstuhl für Experimentelle Immunologie des Auges (Zentrum für Augenheilkunde Uniklinik Köln) das Wort und hält einen Vortrag zu dem Thema „Neues von alten Bekann-ten: Immunmodulatoren bei Netzhautdegeneration“.

Seit vielen Jahren wird vermutet, dass die Immunmodulation eine größere Rolle in der Entwicklung und dem Verlauf der Altersbedingten Makula-Degeneration spielen könnte. Hierbei hat vor allem die Funktion der Mikrogliazellen eine her-ausragende Bedeutung. Herr Prof. Dr. Thomas Langmann wird hierüber in sei-nem Vortrag die neuesten Erkenntnisse in diesem Kontext referieren.

Informationen kompakt:

Patientensymposium „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke“

Zeit: Dienstag, 14. März 2017, von 10:00 bis 12:00 Uhr

Ort: Congress Center Düsseldorf, Eingang Süd, Raum 3

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Sollten Sie Fragen haben, steht Ihnen das Vorstandsmitglied Ute Palm gerne zur Verfügung (Ute Palm: 0177 2553066).

Wir freuen uns über Ihr Kommen und Ihre Berichte

Zuletzt geändert am 09.03.2017 10:22