Veröffentlichungen zu PRO-RETINA und der RG-Karlsruhe

Auf dieser Seite sammeln wir die Presseartikel an denen die Regionalgruppe Karlsruhe beteiligt war:

 

Rudern begeistert Menschen mit Sehbehinderung

Badische Neueste Nachrichten (BNN) 21.9.2020

Paul Gellert initiierte das Inklusionsprojekt / Ein sehender Steuermann ist aus Sicherheitsgründen an Bord
Von unserem Mitarbeiter Nico Fischer
Schnell nehmen im Karlsruher Rheinhafen zwei Ruderboote Fahrt auf. Das Besondere: In ihnen sitzen Menschen mit
Sehbehinderung.
Zwei Ruderboote werden die steile Böschung herunter getragen und zu Wasser gelassen. Schnell nehmen sie Fahrt auf und gleiten über das
glitzernde Wasser im Becken des Rheinhafens. Abgelegt haben die Boote beim Rheinclub Alemannia. Das besondere: die Ruderer in den
Booten haben eine Sehbehinderung. Die Initiative für dieses Inklusionsprojekt stammt von Paul Gellert. Der begeisterte Ruderer, der selbst eine Augenkrankheit hat, wollte andere für den Sport
gewinnen und somit seine Passion für den Sport teilen. Deshalb wandte er sich an Maria-Luise Wipfler, Leiterin der
Regionalgruppe Karlsruhe des Vereins Pro Retina Deutschland. Der Plan ging auf: in der Gruppe „Junges Forum“ des Vereins fanden sich
Interessierte für das Rudersporttraining. So ist eine Gruppe von sieben Teilnehmern zusammengekommen. Dass die Teilnehmer erst
seit wenigen Wochen beim Rudertraining sind, sieht man nicht.
Äußerst gekonnt und voller Freude legen sie zu ihrer Tour ab. Gerade Rudern ist aus mehreren Gründen ein idealer Sport für Menschen mit
eingeschränktem Sehvermögen, wie Paul Gellert schildert: „Beim Rudern gibt es, wie zum Beispiel beim Fußball, keine Räume, die sich
verändern.“ Gleichzeitig ist auch die „gleichförmige Bewegung“ beim Rudern „optimal“, wie Gellert weiter schildert. Dazu komme noch,
dass man beim Rudern rückwärts fährt und so viel über das „Gefühl und den Rhythmus“ läuft.
Darüber hinaus ist es sehr wichtig, sich auf Vordermann und Vorderfrau zu verlassen, wie Gellert erläutert: „Im Boot muss man ein
Team sein. Das ist eine tolle Sache.“ Auch Maria-Luise Wipfler ist froh über das Engagement von Paul Gellert: „Er öffnet den Teilnehmern
mit dem Rudern eine Welt und ermöglicht mehr Lebensqualität.“ Auch habe Sport grundsätzlich einen wichtigen Anteil daran, „gesund
und fit zu bleiben“. Sehr begeistert ist auch der Rheinclub, wie Thomas Bartel, Mitglied im Vorstand des Vereins, sagt „Es ist super,
mit wie viele Freude die Ruderer an das Training gehen und wie die Berührungsängste schwinden.“
Das Ganze ist ein „Lernprozess“, bei dem es auch um das Aufbauen eines Grundvertrauens geht. Der Einstieg in die Boote ist für manche
der Teilnehmer etwas schwierig, aber hier geht es auch um das Gefühl. Angst davor, dass die Boote kentern, muss man keine haben:
„Das müsste man schon gezielt wollen“, wie Bertel sagt. Was ihn auch sehr freut, ist der Umstand, dass die Jugendabteilung des Vereins
gleich ihre Hilfe bei der Durchführung des Trainings angeboten hat. Die Touren führen vom ersten Becken in das dritte Becken; rund fünf
Kilometer legen die Ruderer bei der einstündigen Tour zurück. 

Begleitet werden sie dabei aus Gründen der Sicherheit von einem sehenden Steuermann. Im Moment findet das Training einmal in der
Woche statt, man kann sich hier für die Zukunft mehr vorstellen. Und auch so ist noch einiges in Planung. So sollen die Teilnehmer bei den
Teams im Hafen mitfahren; und man will sie auch an die Paraleistungssport heranführen. Die Aktion begeistert alle Parteien:
„Wir wollen das nicht mehr missen“, so Thomas Bartel.

 

Fahrdienst im Landkreis Karlsruhe

BNN Donnerstag, 06.08.2020: Fahrdienst auch für Blinde

Fahrdienst auch für Blinde

Karlsruhe (BNN). Um schwerbehinderten Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern, fördert der Landkreis Karlsruhe seit einigen Jahren einen Fahrdienst. Berechtigt waren den Angaben zufolge bislang Menschen ab dem 16. Lebensjahr, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung) besitzen. Seit August sind laut Landratsamt auch blinde Menschen, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „BI“ besitzen, teilnahmeberechtigt.

Durch das Angebot können die Nutzerinnen und Nutzer etwa Fahrten für Besorgungen des täglichen Lebens oder Freizeitaktivitäten unternehmen, heißt es in einer Mitteilung. Dafür könnten Anspruchsberechtigte ein Beförderungsunternehmen ihrer Wahl beauftragen. Innerhalb des zur Verfügung stehenden jährlichen Budgets können Fahrten demnach frei disponiert werden.

Den Berechtigungsausweis zur Teilnahme am Fahrdienst stellt das Landratsamt Karlsruhe, Amt für Versorgung und Rehabilitation (Wolfartsweierer Straße 5), aus. Kontakt (0721) 93670730

Selbsthilfegruppen in Karlsruhe BNN 12.5.2020

BNN_Selbsthilfegruppen

Abheben ohne Augenlicht

Badische Neueste Nachrichten (BNN) 30.5.2016: Mitglied der Regionalgruppe engagiert sich für barrierefreien Geldautomat. Der folgende Artikel ist leider nicht barrierefrei. BNN: Abheben ohne Augenlicht

 

Zuletzt geändert am 10.03.2021 10:55