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Wenn man Gesichter nicht mehr erkennt und die Welt drum herum unscharf wird: Professor Dr. Krohne spricht über die Altersbedingte Makula Degeneration (AMD).

Foto zeigt Ute Palm, die Professor Krohne für seinen Vortrag dankt

AMD haben die Oma oder der Opa. Aber, was ist das eigentlich?

Im Rahmen der „AMD Aktionswoche 2022“ der PRO RETINA Deutschland e.V., sprach am 21.11.2022 der Leiter des Augenheilzentrums der Universitätsklinik Köln, Professor Dr. Tim Krohne, über diese verbreitete Augenerkrankung, bei der die Netzhaut im Bereich des schärfsten Sehens (Makula) im Endstadium so sehr geschädigt sein kann, dass die Fähigkeit zu lesen und kleinere Strukturen zu erkennen völlig verloren geht. Für die Betroffenen ist das sehr belastend, weil nur ein unscharfes Sehen in der Peripherie des Auges bleibt.

Professor Krohne: „Frühzeitige Therapie ist der Schlüssel zum Erfolg. Mit einer rechtzeitigen medikamentösen Behandlung lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung stoppen und die Sehkraft wieder verbessern.“ Gerade letzten Monat wurden neuentwickelte Medikamente mit längerer Wirksamkeit zugelassen, die weniger häufig gespritzt werden müssen.“ Und, so trivial es klingt, im Frühstadium unterstützt eine gesunde Ernährung die Therapie. Er machte aber auch deutlich, dass eingetretene Sehverluste derzeit nicht wieder hergestellt werden können.

In seinem Vortrag gab Professor Krohne auch einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen: „Bereits im kommenden Jahr wird über die Zulassung eines Medikaments entschieden, mit dem erstmals das Fortschreiten der häufigen trockenen Spätform der AMD verlangsamt werden kann. Vielversprechend ist auch die Entwicklung von Medikamentendepots, die ins Auge implantiert werden und das Medikament über viele Monate abgeben können. Sie würden die Häufigkeit der Medikamentengabe und damit die terminliche Belastung für die Patienten deutlich reduzieren.“

Ute Palm, Leiterin der Regionalgruppe Köln der PRO RETINA und Initiatorin der Veranstaltung dankte Professor Krohne für seinen detailreichen Vortrag. Palm: „Als Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhaut-Degeneration ist AMD natürlich ein Thema bei uns. Wir freuen uns, mit Herrn Professor Krohne zum wiederholten Male einen ausgewiesenen Experten als Referenten gewonnen zu haben.“

Sie führte weiterhin aus, dass PRO RETINA seit langen eng u.a. mit der Universitäts-Augenklinik Köln zusammenarbeitet.

Frau Palm: „Seit über zehn Jahren bieten wir in der Uni-Klinik Köln eine PRO RETINA Sprechstunde an, in der speziell geschulte Mitglieder auch rund um die AMD beraten.“

Ein Anbieter von Hilfsmitteln und ein Optiker präsentierten eine kleine Ausstellung gleich vor Ort. Hier konnten sich die Teilnehmer im Anschluß an den Vortrag über Möglichkeiten und Instrumente informieren, die helfen, Sehverluste auszugleichen.

(Bericht und Foto: Carsten Schmeißer)