Berlin | 06.11.2020 14:00 bis 17:30„Berliner Begegnung“ - PRO RETINA im Dialog, Nr. 63/2020

Thema: "Der Wert molekulargenetischer Diagnostik bei Netzhauterkrankungen"

Wann:         Freitag, 06.11.2020, 14:00 - 17:30 Uhr
Wo:             Hotel AMANO Grand Central, Heidestr. 62, 10557 Berlin, Raum Grand Central I
                   und Zoom

Die molekulargenetische Forschung hat in den letzten 20 Jahren bahnbrechende Fortschritte gemacht. Neben der ersten im Dezember 2018 zugelassenen Gentherapie für Netzhauterkrankungen zählen hierzu insbesondere auch die neuen DNA-Sequenzier-Techniken, zusammengefasst unter dem Namen „Next Generation Sequencing“, die längst Eingang in die genetische Praxis gefunden haben. Diese Techniken haben die molekulargenetische Diagnostik auf eine völlig neue Basis gestellt.

Doch bekommt sie in der Gesundheitsversorgung den Stellenwert der ihr gebührt? Oder wird das Potential sogar ausgebremst, so dass der mögliche Nutzen nicht bei den Betroffenen ankommt?

Sollte der molekulargenetischen Diagnostik neben der unstrittigen Relevanz für Therapieentscheidungen und die individuelle Familienplanung nicht auch eine Bedeutung für die Verlaufsprognose der Krankheit und der davon abhängigen Berufs- und Lebensplanung von Patienten zugestanden werden?

Diesen Fragen wollen wir mit Fachexperten nachgehen.

 

Wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen findet die Veranstaltung im Hybridformat statt.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter:
partizipation@pro-retina.de

Bitte geben Sie an, ob Sie in Berlin oder über Zoom teilnehmen möchten. Anmeldeschluss ist Montag, der 02.11.2020.

Programmflyer zur Berliner Begegnung 2020

Programm

Beginn: 14 Uhr
Begrüßung
: Franz Badura, Referent für Gesundheits- und Sozialpolitik der PRO RETINA
Grußwort: Professor Dr. Claudia Schmidtke, MdB, Beauftragte der Bundesregierung für Patientinnen und Patienten

Impulsvorträge
14:15 – 15:45 Uhr

Korrelation zwischen Genmutation und klinischem Erscheinungsbild von Netzhautdystrophien
Welchen Wert hat die molekulargenetische Diagnostik nicht nur für Therapieentscheidungen, sondern auch für den zu erwartenden Krankheitsverlauf und somit für die Lebensplanung bei erblichen Netzhauterkrankungen?
Prof. Dr. med. Klaus Rüther, Augenarzt Berlin

Aktuelle Trends in der Leistungsfähigkeit der molekulargenetischen Diagnostik
Was können moderne molekulargenetische Untersuchungsverfahren bei erblichen Netzhautdegenerationen leisten und welche Limitationen gibt es für die "kleine" und "große" Mutationssuche?
Prof. Dr. med. Hanno Bolz, Senckenberg Zentrum für Humangenetik Frankfurt am Main

Berücksichtigen die aktuell geltenden Regelungen in unserem Gesundheitssystem und die Anwendung im Versorgungsalltag ausreichend das Potential der molekulargenetischen Diagnostik?
Dr. Dieter Auch, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

Kaffeepause
15:45 - 16:15 Uhr

Diskussionsrunde
16:15 – 17:15 Uhr

Kann die Erstattungsfähigkeit der molekulargenetischen Diagnostik zugunsten der Betroffenen erweitert werden?
Dr. Dieter Auch, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV);
Franz Badura, PRO RETINA;
Prof. Dr. Hanno Bolz, Senckenberg Zentrum für Humangenetik Frankfurt am Main;
Prof. Dr. Klaus Rüther, Augenarzt Berlin;
Prof. Dr. Andrew Ullmann, FDP, MdB

Moderation: Ingo Bach (Tagesspiegel)

Seminarverantwortliche:
Franz Badura (Organisation), Dr. Frank Brunsmann (Inhalt)

Logo: Gefördert durch Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Zuletzt geändert am 15.10.2020 13:49