Glossar

Das nachstehende Glossar für augenärztliche und genetische Fachausdrücke wurde von Prof. Ulrich Kellner bereitgestellt und im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung geförderten Projekts "SND-Netz in Aktion", Charité Augenklinik Berlin, entwickelt.

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Buchstabe: A

ABCA4

ABCA4-Gen

Mutationen in diesem Gen sind eine der häufigsten Ursachen für Netzhautdystrophien. Sie sind assoziiert mit dem M. Stargardt und der autosomal rezessiv vererbten Zapfen-Stäbchendystrophie.

ABCR

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCA4

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Abdecktest

Covertest, Cover-TestDer Covertest ist ein Verfahren zur Untersuchung einer Schielstellung der Augen. Dies geschieht durch Beobachtung der Augenbewegungen bei Abdecken oder Aufdecken eines Auges.

Abdomen

Bauch

Abetalipoproteinämie

Bassen-Kornzweig-SyndromSyndrom mit Störungen des Fettstoffwechsles, beim dem eine Retinitis pigmentosa ähnliche Netzhaut-Aderhautdystrophie auftritt. Eine therapeutische Beeinflussung ist mit Gabe von Vitamin E möglich. Detaillierte Informationen unter:

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ABL

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTP

Ablatio

Ablatio falciformis

Netzhautablösung mit Ausbildung einer deutlichen Netzhautfalte

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Ablatio retinae

Netzhautablösung (auch: Amotio retinae).Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch (Foramen; Rhegmatogene Ablatio retinae) in der Netzhaut, durch Zug (Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut (Exsudative Ablatio retinae; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung ist durch eine Operation (Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich.

Absorption

ACHM1

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ACHM2

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGA3

ACHM3

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit CNGB3

ACHM4

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit GNAT2

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Achromatopsie

Adaptation

Anpassung des Auges an wechselnden Leuchtdichteverhältnisse der Umgebung (Helladaptation bzw. Dunkeladaptation)

ADCA2

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ATXN7

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Adenin

einer der vier Grundbausteine der DNA: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin

Adenokarzinom

Adenom

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Aderhaut

Choroidea, Chorioidea (Abkürzung: AH)Teil der Uvea, zwischen Lederhaut (Sklera) und Netzhaut (Retina) gelegen. Die Aderhaut ist als gefäßreichste Schicht des Auges für die Ernährung der Photorezeptoren der Netzhaut und den Abtransport von Abbauprodukten wesentlich.

Aderhautatrophie

AderhautschwundAbbau der Aderhaut bei degenerativen Erkrankungen

Aderhautfluoreszenz

Fluoreszenzeffekte bei spezifischer Beleuchtung der Aderhaut, die stärksten Fluoreszenzphänomene entstehen im retinalen Pigmentepithel.

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Aderhauthämangiom

Gutartiger Gefäßtumor der Aderhaut, der sich durch eine Exsudative Ablatio bemerkbar machen kann. Die Diagnose wird durch eine Fluoreszenz-Angiographie gestellt. Die Behandlung hängt von der Lage und Symptomatik ab.

Aderhautkolobom

Angeborene Spaltbildung des Auges im Bereich der Aderhaut. Ein Kolobom ist Folge des unzureichenden Verschlusses der Augenbecherspalte während der Augenentwicklung.

Aderhautmelanom

AHMMHäufigster bösartiger Tumor des Auges bei Erwachsenen. Bei rechtzeitiger Erkennung ist in der Regel eine Behandlung mit Erhalt des Auges möglich, abhängig von Lage und Größe stehen verschiedene Therapieverfahren zur Auswahl.

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adjuvant

Adjuvante Therapie

Eine andere Massnahme unterstützende Behandlung

ADOA

Autosomal dominante OptikusatrophieHäufigste Form der hereditären Optikusatrophie. Sie wird autosomal dominant vererbt, zeigt jedoch eine sehr variable Penetranz, so dass manche Betroffene nur bei einer sehr genauen Untersuchung erkennbar sind. Detaillierte Informationen unter:

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adult

erwachsen

adulte Stammzellen

kommen in erwachsenen Organismus vor (=somatische Stammzellen)

Adulte vitelliforme Makuladystrophie

AVMDEine Form der Makuladystrophie, die sich vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt. Sie wird gekennzeichnet durch gelbliche Ablagerungen vor allem in der Fovea, die deutlich kleiner sind als beim M. Best. Die Ursache ist noch nicht geklärt, wahrscheinlich können Mutationen in verschiedenen Genen zur AVMD führen. Der Verlauf ist in der Regel langsam fortschreitend. Detaillierte Informationen unter:

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äquatorial

am Äquatoram Auge bezeichnet der Äquator wie beim Globus den Bereich des größten Umfangs. Veränderungen in der Netzhaut, die im Bereich dieses Äquators liegen (häufig Netzhautlöcher), werden als äquatorial bezeichnet.

äquatoriale Degeneration

Begriff für eine Veränderung in der Netzhaut am Äquator des Auges, die eine umschriebene Netzhautdegeneration meist aufgrund von Glaskörperzug beschreibt. Eine Behandlung ist nur bei Auftreten von Netzhautlöchern (Foramina) mit Symptomen (wie z.B. Lichtblitze, Rußregen) notwendig.

Ätiologie

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ätiologisch

ursächlich, die Ätiologie betreffend

AGS

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit JAG1

AH

Abkürzung für Aderhaut

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AHI1

AHMM

Abkürzung für Aderhautmelanom

Akkommodation

Scharfeinstellung des Netzhautbildes für die Nähe durch Brechkraftzuwachs (stärkere Wölbung) der Augenlinse

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akut

plötzlich, unvermittelt auftretende, rasch verlaufende Erkrankung (im Gegensatz zu: chronisch)

akutes Engwinkelglaukom

GlaukomanfallDurch Verlegung der Abflusswege aus dem Augeninneren kommt es zu einem akuten Anstieg des Augeninnendrucks meist mit starken Schmerzen und Sehverschlechterung, eine umgehende Behandlung ist dringend erforderlich.

Albinismus

angeborener PigmentmangelDieser kann den ganzen Körper betreffen (keine Pigmente in Haut und Haaren), aber auch nur die Augen. Dabei kommt es zu einer Fehlentwicklung der Makula und der Sehnervenentwicklung. Die Sehschärfe ist deutlich herabgesetzt. Detaillierte Informationen unter:

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Allele

Als Allele werden die verschiedenen Zustandsformen eines Gens bezeichnet. Für fast jedes Gen liegen im Zellkern zwei Allele vor: je eines auf dem mütterlich vererbten und je eines auf dem väterlich vererbten Chromosomensatz. Die Ausnahme sind die nur einfach vorliegenden Gene auf dem x-Chromosom beim Mann. Allele Gene sind entweder identisch (homozygot) oder verschieden (heterozygot).

Allelfrequenz

Häufigkeit eines bestimmten Allels in der Bevölkerung

Allergie

Überschießende Abwehrreaktion (Immunreaktion) gegen körperfremde Stoffe (z.B. Pollen, Staub, Medikamente). Am Auge sind häufig die Bindehaut und die Lider betroffen.

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Allgemeinanästhesie

allo-

anders, verschieden, fremd, gegensätzlich

Alloplastische Linse

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ALMS1

ALSS

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ALMS1

Alström Syndrom

Autosomal rezessiv vererbtes Syndrom mit Zapfen-Stäbchendystrophie, Kardiomyopathie, Fettsucht und Diabetes, assoziiert mit Mutationen im ALMS1-Gen

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Altersabhängige Makuladegeneration

Abkürzung: AMD; auch: altersbedingte MakuladegenerationDie AMD ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Der Beginn ist langsam mit der Entwicklung von Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Es kommt zu Dunkelsehstörungen, später zu Leseschwierigkeiten. Bei der trockenen Form kommt es zu einem Untergang der Photorezeptoren und des Pigmentepithels in der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausbildung einer geographischen Atrophie. Bei der feuchten Form kommt es zur Ausbildung von choroidalen Neovaskularisationen (CNV) unter der Netzhaut, die diese anheben und zu Metamorphopsien (Verzerrtsehen) führen. Mit einer Fluorescein-Angiographie kann über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden werden. Die Behandlungsaussichten sind um so besser, je früher die feuchte Form erkannt wird. Allerdings läßt sich nie eine vollständige Rückbildung der Veränderungen erreichen. Einizger bekannter vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen.

Altersbedingte Makuladegeneration

Abkürzung: AMD; auch: altersabhängige MakuladegenerationDie AMD ist die häufigste Erblindungsursache älterer Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Der Beginn ist langsam mit der Entwicklung von Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Es kommt zu Dunkelsehstörungen, später zu Leseschwierigkeiten. Bei der trockenen Form kommt es zu einem Untergang der Photorezeptoren und des Pigmentepithels in der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausbildung einer geographischen Atrophie. Bei der feuchten Form kommt es zur Ausbildung von choroidalen Neovaskularisationen (CNV) unter der Netzhaut, die diese anheben und zu Metamorphopsien (Verzerrtsehen) führen. Mit einer Fluorescein-Angiographie kann über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden werden. Die Behandlungsaussichten sind um so besser, je früher die feuchte Form erkannt wird. Allerdings läßt sich nie eine vollständige Rückbildung der Veränderungen erreichen. Einizger bekannter vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen.

Alterssichtigkeit

PresbyopieDurch die zunehmende Linsendicke schwindet deren Fähigkeit, das Auge auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen (Akkommodation). Daher wird ab ca. dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille erforderlich.

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Amakrine Zellen

auch Amakrinzellen; Gruppe neuronale Zellen in der NetzhautDie amakrinen Zellen erhalten Ihre Informationen von den Bipolarzellen, und geben diese an die Ganglienzellen weiter. Es gibt zahlreiche verschieden Formen von amakrinen Zellen, deren genaue Funktion unbekannt ist. Wahrscheinlich findet in den amakrinen Zellen ein wesentlicher Teil der intraretinalen informationsverarbeitung statt, bevor die so verarbeitete Information über die Ganglienzellen an das Gehirn weitergeleitet wird.

Amaurose

AmaurosisVöllige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung)

Amaurosis

AmauroseVöllige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung)

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Amaurosis fugax

Vorübergehende völlige Erblindung (fehlende Lichtwahrnehmung), z.B. bei Durchblutungsstörungen

Amblyopie

SchwachsichtigkeitFehlentwicklung des Sehvermögens eines Auges, das aus verschiedenen Ursachen möglich ist. Ein Schielen bei Kindern ist ein Hinweis auf eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit und sollte daher umgehend untersucht werden.

ambulant

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Ambulante Behandlung

ohne Aufenthalt im Krankenhaus (im Gegensatz zu: stationärer Behandlung)

Aminosäuren

Bausteine der ProteineEs gibt insgesamt 20 verschiedene natürlich vorkommende Aminosäuren.

Amotio retinae

Netzhautablösung, Ablatio retinae.Abhebung der Netzhaut in ihrer gesamten Dicke vom retinalen Pigmentepithel. Sie entsteht entweder durch ein Loch (Foramen; Rhegmatogene Ablatio retinae) in der Netzhaut, durch Zug (Traktion; Traktionsablatio) des Glaskörpers an der Netzhaut (z.B. bei diabetischer Retinopathie) oder durch Flüssigkeitsaustritt unter der Netzhaut (Exsudative Ablatio retinae; z.B. bei Tumoren). Eine Netzhautablösung kann nur bestimmte Netzhautareale oder die gesamte Netzhaut betreffen. Eine Behandlung ist durch eine Operation (Plombe, Cerclage oder Vitrektomie) möglich.

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Amplifikation

Die Herstellung von zahlreichen Kopien eines DNA-Abschnitts mittels PCR im Rahmen der molekulargenetischen Diagnostik

Amplitudenreduktion

Verminderte Höhe eines abgeleiteten elektrophysiologischen Potentials, z.B. beim ERG, VEP

Amputation

operative Abtrennung eines Körperteils

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amputieren

ein Körperteil operativ entfernen

Amsler-Gitter

Selbsttest für MakulaerkrankungenAnhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen (Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.

Amsler-Netz

Selbsttest für MakulaerkrankungenAnhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen (Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.

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Amsler-Test

Selbsttest für MakulaerkrankungenAnhand eines Rechenkästchenmusters, am besten weiß auf schwarz, kann man beginnendes Verzerrtsehen (Metamorphopsien) frühzeitig erkennen und damit eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung einleiten.

Anästhesie

Betäubung, Schmerzausschaltung durch verschiedene Formen der Narkose

Anästhesist

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Analgetikum

Medikament zur Linderung von Schmerzen

analgetisch

schmerzlindernd

Anamnese

Erhebung der Krankengeschichte eines Patienten

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Anaphylaktischer Schock

schwerste allergische Reaktion mit ausgeprägter Beeinträchtigung von Herz, Kreislauf und Atmung, unbehandelt droht ein tödlicher Verlauf

Anaphylaxie

schwer verlaufende allergische Reaktion mit Beeinträchtigung von Herz, Kreislauf und Atmung, unter Umständen Entwicklung zum anaphylaktischen Schock

Anastomose

Verbindung zwischen Blut- oder Lymphgefäßen oder Nerven, die entweder natürlich entsteht, operativ angelegt wird oder sich während Krankheitsprozessen bilden kann (z.B. chorioretinale Anastomose bei altersabhängiger Makuladegeneration)

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Anecortave

Neues, aber noch nicht zur Behandlung zugelassenes Medikament zur Behandlung der feuchten, altersabhängigen Makuladegeneration. Das Medikament muss hinter das Augen gespritzt werden.

Aneurysma

Aufweitung eines BlutgefässesAn den Netzhautgefäßen treten z.B. bei diabetischer Netzhauterkrankung oft Mikroaneurysmen (kleine Aneurysmen) auf. Ein Makroaneurysma ist eine größere Aufweitung an einem größeren Gefäß. Bei Miliareneurysmen treten mehrere kleine Gefäßaufweitungen meist in der Makulka auf.

angio

in Zusammenhang mit einem Gefäß, z.B. Angiographie = Gefäßdarstellung

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Angiografie

Gefäßdarstellung; auch: AngiographieMöglich ist die Gefäßdarstellung sichtbarer Gefäße (z.B. an der Netzhaut) mit einem Farbstoff, anderer Gefäße (z.B. im Gehirn) mit Röntgentechnik. In der Augenheilkunde ist mit der Bezeichnung Angiografie im allgemeinen die Fluoreszenzangiografie gemeint.

angiografisch

bei einer Angiografie, in der Augenheilkunde in der Regel bei der Fluoreszenzangiografie

Angiographie

Gefäßdarstellung; auch: AngiografieMöglich ist die Gefäßdarstellung sichtbarer Gefäße (z.B. an der Netzhaut) mit einem Farbstoff, anderer Gefäße (z.B. im Gehirn) mit Röntgentechnik. In der Augenheilkunde ist mit der Bezeichnung Angiografie im allgemeinen die Fluoreszenzangiografie gemeint.

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angiographisch

angiografischbei einer Angiografie, in der Augenheilkunde in der Regel bei der Fluoreszenzangiografie

Angiom

Gefäßtumor

angiomatöse Proliferation

Gefäßneubildung

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Anisometropie

Ungleiche Brechkraft beider Augen

Anlageträger

Nicht erkrankter, symptomloser heterozygoter Träger einer Genmutation. Die Mutation in einem Allel des Gens ist nicht ausreichend für die Entwicklung der Erkrankung. Diese entsteht nur, wenn auch das zweite Allel des Gens durch eine Mutation verändert wird.

annulär

ringförmig

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Anomaloskop

Geräte zur Bestimmung vorwiegend angeborener Farbsinnstörungen (Rot-Grün-Sehschwäche. selten Blausinnstörungen). Für gutachterliche Farbsehprüfung im Verkehr (Flug, Schiff, Personenbeförderung, LKW) ist das Anomaloskop Standard.

anti-

Antigen

artfremder Eiweißstoff, der das Immunsystem zur Bildung von Antikörper anregt

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Antikörper

Eiweißstoff, den das Immunsystem zur Abwehr von Antigenen bildet

AOM

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit COL2A1

Aphakie

LinsenlosigkeitZustand nach Kataraktoperation mit vollständiger Linsenentfernung ohne Einsetzen einer Kunstlinse (Pseudophakie) oder Zustand nach verletzungsbedingtem vollständigen Linsenverlust.

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Applikation

Verordnung, Verabreichung oder Anwendung eines Medikamentes

Approbation

staatliche Zulassung zur Berufsausübung als Arzt

ARA

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit ABCC6

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Arcus lipoides

weißlicher Ring nahe der Hornhautbasis, nahezu nie das Sehen störend

ARL6

ARMD1

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Aspiration

Assoziation

insbesondere gedankliche Verknüpfung oder Verbindung

assoziiert

verbunden, zusammenhängend

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Astigmatismus

Stabsichtigkeit Sie entsteht häufig durch eine Hornhautverkrümmung. Durch unterschiedlich starke Krümmung der Hornhaut ergibt sich keine punktförmige sondern eine länglich verzerrte, "stabförmige", unscharfe Abbildung auf der Netzhaut. Nahezu jedes Auge hat einen leichten Astigmatismus.

asymptomatisch

ohne SymptomeVeränderung eines Organs, die keine Beschwerden hervorruft und daher nur zufällig bei einer Untersuchung entdeckt wird.

asymptomatische Netzhautdegeneration

Periphere Netzhautdegeneration (z.B. äquatoriale Degeneration, Rundloch), die ohne Beschwerden und Krankheitsanzeichen für den Patienten entsteht. Eine asymptomatische Netzhautdegeneration muss in der Regel nicht behandelt werden.

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Ataxie

GangunsicherheitDiese kann verschiedene Ursachen haben. Oft führen Funktionsstörungen im Kleinhirn (Cerebellum) zur Ataxie (zerebelläre Ataxie). Bei einigen Syndromen können Ataxie und Netzhautdystrophien gleichzeitig auftreten.

ATP6

nicht mehr gültiges Gen-Symbol, identisch mit MTATP6

Atrophia gyrata

Fortschreitende, autosomal rezessiv vererbte Ader- und Netzhautdystrophie infolge eines Enzymdefekts; Symptome: Nachtblindheit, konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung, herabgesetzte Sehschärfe, frühe Katarakt mit ca. 30 Jahren. Detaillierte Informationen unter:

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Atrophie

Gewebeschwundkrankheitsbedingter Abbau von Gewebe

Atropin

Augentropfen zur Lähmung der Akkommodation der Augenlinse, um bei Kindern eine sichere Brillenbestimmung durchführen zu können. Gleichzeitig wird dabei die Pupille weit (Mydriasis). Die Wirkung hält nuram gesunden Auge mehrere Tage an, so dass Atropin nur noch wenn unbedingt erforderlich eingesetzt wird. Atropin wird häufiger bei der Nachbehandlung von Augenoperationen eingesetzt.

ATXN7

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Augenhintergrund

Fundus oculiBei der Betrachtung des Augenhintergrundes sieht man die Netzhaut, das darunter liegende Pigmentepithel und die darunter liegende Choroidea (Aderhaut). Verschiedene Netzhautareale (Makula, Netzhautperipherie) und die Papille lassen sich beurteilen. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ophthalmoskop. Zur Untersuchung der Netzhautperipherie muß in der Regel die Pupille weitgetropft werden.

Augeninnendruck

Intraokulardruck (IOD)Das Auge stellt im Ziliarkörper ständig augeneigene Flüssigkeit (Kammerwasser) her, dieses fließt über den Kammerwinkel ab. Zur normalen Funktion, zum Erhalt der Form und der Klarheit der Hornhaut ist ein bestimmter Augeninnendruck erforderlich, der durch die Regulierung der Herstellung von Kammerwasser aufrecht erhalten wird. Der normale Augeninnendruck liegt bei 15 mmHg mit einem Normalbereich von 10-20 mm Hg. Ein erhöhter Augeninndruck kann zu Augenschäden und damit zu einem Glaukom führen.

Augenprothese

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Augenspiegel

OphthalmoskopGerät zur Untersuchung des Augenhintergrundes

Augenzittern

auto-

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Autofluoreszenz

Fluoreszenz-Phänomen des Augenhintergrundes. Nach Beleuchtung des Augenhintergrundes wie bei der Fluoreszenzangiografie, aber ohne Gabe von Farbstoff, zeigt sich ein Aufleuchten von Ablagerungen (Lipofuszin) im retinalen Pigmentepithel. Mit der Fundusautofluoreszenz können Veränderungen des retinalen Pigmentepithels ohne Gabe von Farbstoff sichtbar gemacht werden. Die Fundusautofluoreszenz ersetzt die Fluoreszenzangiografie zunehmend insbesondere bei degenerativen Netzhauterkrankungen (vererbbare Netzhautdystrophien, trockene altersbedingte Makuladegeneration). Die Vermeidung von Farbstoff erlaubt eine einfachere Untersuchung, ermöglicht leichtere Verlaufskontrollen und ist einfacher einsetzbar bei Kindern.

Autoimmunkrankheiten

Erkrankungen des Immunsystems, bei der eine Immunreaktion gegen eigenes Körpergewebe ausgelöst wird

autosomal

bezeichnet Erbinformation, die nicht auf den Geschlechtschromosomen (X- oder Y-Chromosom) liegt

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autosomal dominant

Vererbungsform, bei der eine Mutation in einem Allel eines Gens zu einem fehlerhaften Genprodukt führen, dass die Zellfunktion stört und damit eine Erkrankung hervorruft. Bei dominanter Vererbung sind in der Regel Familienangehörige in mehreren Generationen betroffen. Die Hälfte der Nachkommen haben das Risiko, ebenfalls zu erkranken.

Autosomal dominante Optikusatrophie

Abkürzung: adOAHäufigste Form der hereditären Optikusatrophie. Sie wird autosomal dominant vererbt, zeigt jedoch eine sehr variable Penetranz, so dass manche Betroffene nur bei einer sehr genauen Untersuchung erkennbar sind. Detaillierte Informationen unter:

Autosomal dominante Vitreoretinochoroidopathie

Sehr seltene Form einer vorwiegend auf die Netzhautperiphere beschränkten Netzhautdystrophie. Detaillierte Informationen unter:

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autosomal rezessiv

Vererbungsform, bei der Mutationen in beiden Allelen eines Gens zu einem fehlerhaften Genprodukt führen, dass die Zellfunktion stört und damit eine Erkrankung hervorruft. Bei rezessiver Vererbung sind in der Regel nur Familienangehörige einer Generation betroffen. Die Nachkommen haben ein sehr geringes Risiko, ebenfalls zu erkranken.

Autosome

Bezeichnung für die nicht geschlechtsspezifischen Chromosomen, also alle Chromosomen außer dem X-Chromosom und Y-Chromosom. Sie werden der Form nach sortiert und nummeriert (beim Mensch Chromosom 1-22)

Avastin

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AVMD

Adulte vitelliforme MakuladystrophieEine Form der Makuladystrophie, die vorwiegend im Erwachsenenalter auftritt. Sie wird gekennzeichnet durch gelbliche Ablagerungen vor allem in der Fovea, die deutlich kleiner sind als beim M. Best. Die Ursache ist noch nicht geklärt, wahrscheinlich können Mutationen in verschiedenen Genen zur AVMD führen. Der Verlauf ist in der Regel langsam fortschreitend. Detaillierte Informationen unter:

AXPC1

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Zuletzt geändert am 08.01.2016 05:14