Simulieren von Augenerkrankungen und Sehbehinderungen

Der Simulator für Sehbehinderungen wurde erstellt in enger Kooperation mit BKK Bundesverband - BKK Landesverband NRW

Netzhautablösung (Ablatio retinae, Amotio retinae)

Original
Original - Kölner Dom

Frühes Krankheitsstadium Frühes Krankheitsstadium bei Netzhautablösung (Ablatio retinae, Amotio retinae) - Kölner Dom

Mittleres Krankheitsstadium Mittleres Krankheitsstadium bei Netzhautablösung (Ablatio retinae, Amotio retinae) - Kölner Dom

Spätes Krankheitsstadium Spätes Krankheitsstadium bei Netzhautablösung (Ablatio retinae, Amotio retinae) - Kölner Dom

Netzhautablösung

Netzhautablösung (Ablatio retinae, Amotio retinae) bezeichnet die Ablösung der inneren Anteile der Netzhaut (Neuroretina) des Auges von ihrer Versorgungsschicht, dem retinalen Pigmentepithel (RPE).

Ursache

Eine Netzhautablösung kann ohne äußere Ursache auftreten, in der Regel durch ein Loch in der Netzhaut (rhegmatogene Netzhautablösung), nach Augenverletzungen oder als Folge von anderen Augenerkrankungen wie der diabetischen Retinopathie.

Verlauf

Symptome besonders der rhegmatogenen Netzhautablösung sind das Sehen von Blitzen (Photopsien) als Folge des Glaskörperzugs, das plötzliche Auftreten von dichten schwarzen oder roten Flecken im Gesichtsfeld ("Russregen") als Folge einer mit dem Netzhautriss einhergehenden Blutung sowie vorhangartige Gesichtsfeldeinschränkungen, wenn die Netzhautablösung größere Ausmaße erreicht hat. Das Ablösen kann völlig ohne Symptome geschehen, erst wenn die Netzhautmitte (Makula) erreicht ist wird das Problem sichtbar z.B. durch eine verzerrte Darstellung. Wenn nicht sofort reagiert wird, kann es zu einem irreparablen Funktionsverlust der betroffenen Netzhautanteile kommen. Nach Wiederanlage der betroffenen Netzhaut kann sich die Funktion in Abhängigkeit von der Dauer der Ablösung wieder bessern; wird die Ablösung nicht behoben, tritt eine Erblindung des betroffenen Auges ein. Langfristig droht eine schmerzhafte Schrumpfung des Augapfels (Phthisis bulbi) und damit ein Verlust des Auges.

Therapie

Die Behandlung der Netzhautablösung erfolgt meist operativ und ist abhängig von ihrer Ursache, Lage und Ausdehnung: durch Laser erzeugte Narben in der noch nicht abgehobenen Netzhautumgebung bei örtlich begrenzter Ablösung verbinden die Schichten wieder; operative Maßnahmen sind spezielle Plomben, die von außen auf das Auge aufgenäht werden oder die sog. Vitrektomie (Lochverschluss durch Gase oder Flüssigkeiten nach Entfernung des Glaskörpers).

Für weitere Informationen siehe

Selhilfegruppe Netzhautablösung

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Zuletzt geändert am 05.10.2011 02:50