Augenrat aus dem Internet

Beratungsportal für Zweitmeinungen bei geplanten Operationen und unklaren Diagnosen 

Bei unklaren Diagnosen oder geplanten operativen Eingriffen kann eine kompetente und loyale ärztliche Zweitmeinung hilfreich sein, um eigene Entscheidungen zu erleichtern. Über die zentrale Internetadresse www.augenrat.de wird diese Möglichkeit nun Patientinnen und Patienten flächendeckend angeboten.

Das gestaltet insbesondere mobilitätseingeschränkten sehbehinderten Menschen einen besseren Zugang.

Das Projekt ist von der gemeinnützigen Körperschaft Augenrat gUG ins Leben gerufen worden. PRO RETINA unterstützt die Idee einer unabhängigen und flächendeckenden kostengünstigen Zweitmeinungs-Beratung. Unsere Selbsthilfevereinigung ist exklusiver Partner des Projekts und hat beim Aufbau des neuen Onlineangebotes unterstützt. Denn nicht selten berichten auch PRO RETINA Mitglieder von wirtschaftlichen Zwängen im Gesundheitswesen, die einer loyalen ärztlichen Beratung entgegenstehen. So stellen beispielsweise Zielvereinbarungen in Chefarztverträgen Bonuszahlungen für Operationen in Aussicht.

Flächendeckendes Angebot dank Telemedizin

Augenrat.de arbeitet mit Ärztinnen und Ärzten zusammen, die aus dem aktiven Medizinerleben ausgeschieden sind oder sich kurz vor dem Ruhestand befinden und nicht mehr operieren. Somit sind sie keinen wirtschaftlichen Zwängen oder Anreizen mehr ausgesetzt, können jedoch auf diese Weise für eine begrenzte Zeit ihre Expertise und Erfahrungen eines langen Berufslebens sinnvoll einbringen. Die Berater sind Universitäts-Professoren, zum großen Teil Abteilungsleiter. Sie sind innerhalb des Faches Augenheilkunde noch einmal subspezialisiert.

Beraten wird schwerpunktmäßig schriftlich oder telefonisch und nach dem telemedizinischen Ansatz. Patientinnen und Patienten können den Kontakt direkt über die Internetpräsenz aufnehmen. Qualitätsprobleme, die einer telemedizinischen Fernbehandlung immer wieder zugesprochen werden, sollen durch den obligaten Erstbefund vermieden werden. Dafür werden den Beratenden konkrete Befundberichte, Krankenakten und Bildmaterial von den Patientinnen und Patienten übermittelt. Sollten solche Berichte offensichtlich nicht plausibel sein, werden weitere Befunde angefordert.

Die Unabhängigkeit der Beratung wird nach Angaben seiner Initiatoren oberste Priorität behalten. Kostenerstattungen über Krankenkassen sind nicht vorgesehen. Aktuell wird die Beratung nach der ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) einmalig mit derzeit 50,81 Euro berechnet.

Noch bestehen keine Erfahrungen zur Arbeit des neuen Beratungsportals. Über Hinweise dazu würden wir uns sehr freuen. Bitte schicken Sie diese an Dr. Sandra Jansen. Sie ist Ansprechpartnerin für medizinische Themen bei PRO RETINA, E-Mail: sandra.jansen@pro-retina.de

Details zum Zweitmeinungsportal erfahren Sie unter www.augenrat.de

Zuletzt geändert am 23.09.2019 09:05