5 Schritte zum molekulargenetischen Befund

Wir haben für Sie eine Anleitung erstellt wie Sie eine gendiagnostische Untersuchung durchführen lassen können.

Dabei ist wichtig: Nur Sie als Patient entscheiden, ob eine gendiagnostische Untersuchung sattfinden soll.

  1. Die Aufklärung und die Abgabe einer Einverständniserklärung erfolgt über den Hausarzt/Humangenetiker. Der Arzt stellt einen Überweisungsschein „Muster-10“ aus. Dieser wird zusammen mit Ihrer Einwilligungserklärung und einem „Anforderungsschein für humangenetische Untersuchung“ an das gewählte Institut übersandt.

    Ein Adressverzeichnis über die genetischen Beratungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik. Link zum Verzeichnis

  2. Die Blutentnahme können Sie bei jedem Arzt vornehmen lassen, die Proben werden dann auf dem Postweg an das Institut gesandt. Manche Institute senden Ihnen die entsprechenden Röhrchen für eine Blutentnahme direkt nach Hause zu.
  3. Stellt sich im Labor nach der ersten Untersuchung heraus, dass weitere Analysen zur ursächlichen Abklärung erforderlich sind, so muss das durchführende Labor vor deren Durchführung eine Kostenübernahmeerklärung von der gesetzlichen Krankenkasse einholen.
  4. Der Befund liegt in der Regel nach 2-3 Moanten vor. Das Ergebnis der Untersuchung darf laut Gendiagnostikgesetz nicht Ihnen, sondern nur dem veranlassenden Arzt zugestellt werden. Dieser bespricht mit Ihnen den umfangreichen 2-3 seitigen Befund und bietet Ihnen eine humangenetische Beratung an. Dieses Angebot gilt regelmäßig bei auffälligem Untersuchungsbefund, kann aber auch bei einem unauffälligen Untersuchungsbefund sinnvoll sein. Darüber hinaus sieht das GenDG vor, dass eine genetische Beratung bei nicht behandelbaren Erkrankungen angeboten werden muss (§ 10 Abs. 1 GenDG). Auch bei behandelbaren Krankheiten kann eine genetische Beratung von großer medizinischer, psychologischer und sozialer Bedeutung sein.
  5. Für die eventuelle humangenetische Beratung wird ein gelber Überweisungsschein benötigt; auch dieser wird Ihnen von Ihrem behandelnden Arzt ausgestellt.

Zuletzt geändert am 13.03.2019 13:13