Das Zebra als Symboltier für die seltenen Erkrankungen

„Wenn Du Hufgetrappel hörst, dann denke an Pferde und nicht an Zebras.“

Zwei Zebras in der Savanne
Eine Redewendung, die der amerikanische Mediziner Prof. Theodore Woodward in den 40´er Jahren seinen Medizinstudenten lehrte. Diese Redewendung soll in der Medizin deutlich machen, dass häufige Krankheiten wahrscheinlicher sind als seltene Erkrankungen. Auch wenn beide Erkrankungen ähnliche Symptome zeigen.

Für rund vier Millionen Menschen in Deutschland ist diese Redewendung ein Problem. Vier Millionen Menschen gehören in Deutschland sinnbildlich zu den Zebras. Patientinnen und Patienten, die eine seltene Erkrankung haben.

LHON (Lebersche Hereditäre Optikusneuropathie) ist eine von den seltenen Erkrankungen. In Deutschland leben rund 3.000 Menschen mit LHON. Aus der Schilderung der Symptome ergibt sich zuerst der Verdacht einer Sehnervenschädigung. Durch gezielte Untersuchungen kann die Schädigung des Sehnervs bestätigt werden. Nur was ist die Ursache dieser Schädigung?

Sehnervenschädigungen können auch bei anderen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Tumore oder Durchblutungsstörungen auftreten. Es müssen weitere Untersuchungen wie MRT und Untersuchung der Hirn-Rückenmark-Flüssigkeit erfolgen. Letztendlich kann nur eine molekulargenetische Diagnostik eine LHON sicher bestätigen. Bevor die richtige Diagnose gestellt wird vergehen oft Monate bis hin zu Jahren.

In unserer Reihe LHON Stories stellen wir Menschen mit LHON vor. Unsere Geschichten über LHON Betroffene beschreiben die Erfahrungen, die sie bis zur Diagnose und darüber hinaus gemacht haben. Erzählte Erfahrungen, die bewegen und ermutigen sollen, die eigene Lebensenergie bewusst wahrzunehmen und wiederzufinden.

In der Zeit vom 13.09. bis 19.09.2020 stellen wir jeden Tag eine neue LHON Story ein.

Zuletzt geändert am 14.09.2020 11:16