Bild eines Amsel-Gitters, daneben eine Frau, die sich ein Auge zuhält, Schriftzug Jetzt testen!

Kennen Sie ihr Risiko?

Rund 7 Millionen Menschen (ca. 8%) der deutschen Bevölkerung sind von Frühformen der Altersabhängige Makula-Degeneration (kurz AMD) betroffen. Unter den 75- bis 84-jährigen sind es sogar 35%! Die weit verbreitete Augenerkrankung kommt jedoch längst nicht mehr nur im hohen Alter vor. Die AMD führt mitunter zu einer schweren Sehbehinderung. Die Anzahl der Erblindungen durch AMD beträgt ca. 5.000 pro Jahr. Trotzdem dieser hohen Verbreitung ist die Erkrankung kaum bekannt! (Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.).

Eine einfache Möglichkeit zur Selbstkontrolle bietet der Amsler-Gitter-Test

So funktioniert`s:

Halten Sie die unten stehende Abbildung in bequemer Lesedistanz. Falls Sie eine Lesebrille oder Kontaktlinsen benutzen, tragen Sie diese auch bei dem Test. Decken Sie ein Auge ab und konzentrieren Sie sich mit dem anderen Auge auf den Punkt in der Mitte. Erscheinen die Linien des Netzes gerade oder in bestimmten Bereichen verzerrt, veschwommen, unscharf oder schlagen Wellen? Dies könnte ein erster Hinweis auf eine krankhafte Veränderung sein und Sie sollten unbedingt zeitnah Ihren Augenarzt konsultieren. PRO RETINA bietet AMD-Betroffenen fundierte Infiormationen, intensive Beratung und den Austausch mit anderen Betroffen. Lernen Sie die Vorteile einer PRO RETINA-Mitgliedschaft kennen.

Das Amsler Gitter ist ein kariertes Feld mit einem kleinen Punkt in der Mitte

Vorsorge kann vor Erblindung schützen

Eine sichere Diagnose ist nur durch die Untersuchung des Augenhintergrundes durch den Augenarzt möglich. Ab dem 50. Lebensjahr empfiehlt PRO RETINA Deutschland e. V. in Abstimmung mit den ärztlichen Organisationen, sich regelmäßig beim Augenarzt gründlich untersuchen zu lassen. Hierbei betrachtet der Augenarzt mit einer Lupe die Netzhaut und sucht nach Veränderungen, den so gennanten Drusen.

Erfahren Sie hier mehr zur Prävention, Diagnose, Therapie und dem Leben mit einer AMD.

Bei Verdacht auf eine feuchte Form hilft die Fluoreszenzangiographie bei der Diagnosestellung. Hierbei wird ein Farbstoff in eine Armvene gespritzt. Dieser verteilt sich über das Blut bis in das Auge und macht einzelne Blutgefäße und undichte Gefäße oder Gefäßneubildungen sichtbar, die genau lokalisiert und deren Ausdehnung exakt bestimmt werden kann. Eine Verdickung der Netzhaut und das Ausmaß von Flüssigkeit unter und in der Netzhaut lässt sich sehr genau mit der optischen Kohärenztomografie (OCT) bestimmen und im Verlauf kontrollieren. Bei der trockenen Form ist die Fundusautofluoreszenz sehr gut geeignet. Diese Methoden ermöglichen eine konkrete Einschätzung über das Ausmaß der Krankheit als Grundlage für die Auswahl der geeigneten Behandlung. Die Kosten für diese Leistungen werden allerdings in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen, sondern müssen als sogenannte "Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)" selbst bezahlt werden.

Zuletzt geändert am 11.11.2019 20:18