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50 Jahre PRO RETINA Deutschland e. V.

Ein älterer Mann mit Brille, Vollbart, weißem Hemd und gelber Krawatte sitzt in einem grünen Sessel und lächelt.

"Vor 50 Jahren habe ich mir in Heidelberg gewünscht, mich mit anderen von Blindheit bedrohten Betroffenen austauschen zu können und Medizinerinnen und Mediziner für Retinitis pigmentosa und für seltene Netzhauterkrankungen zu sensibilisieren. Heute sind wir eine große lebendige und engagierte Gemeinschaft von Betroffenen, stehen im engen Austausch mit Medizin und Forschung und können dank der ersten Gentherapie Hoffnung schöpfen. Ich bin glücklich und dankbar, dass meine Vision Wirklichkeit geworden ist. Angesichts des enormen Engagements der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bin ich sicher, dass wir schon bald weitere Fortschritte in der Therapie verzeichnen können und niemand mehr an diesen Erkrankungen erblinden wird."

Rainald von Gizycki, Gründer und Ehrenpräsident von PRO RETINA

PRO RETINA sieht weiter - für Mensch, Gesellschaft und Forschung

Die Vision, mit der PRO RETINA vor 50 Jahren gegründet wurde, ist Wirklichkeit geworden:

  • Menschen mit degenerativen Netzhauterkrankungen sind mit ihrer Krankheit nicht mehr allein, sondern können sich jederzeit mit anderen Betroffenen austauschen.
  • Es gibt verlässliche und patientenverständliche Informationen zu den einzelnen Krankheitsbildern.
  • Die Öffentlichkeit und die politischen Entscheider sind für die Bedürfnisse von seheingeschränkten Menschen sensibilisiert und wissen, wie wichtig Barrierefreiheit für Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben ist.
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen nach den Ursachen der Erkrankungen und nach Therapien – mit Erfolg.

Das sind Verdienste von 50 Jahren PRO RETINA Deutschland e. V. Denn seit fünf Jahrzehnten engagiert sich PRO RETINA für Beratung auf Augenhöhe, Forschungsförderung und eine selbstbestimmte barrierefreie Zukunft für Menschen mit Netzhauterkrankungen.

Dabei standen und stehen die vier Satzungsziele im Fokus:

  • Forschung fördern
  • Krankheit bewältigen
  • Versorgung verbessern
  • selbstbestimmt leben.

Forschungsförderung

Von Anfang an hat PRO RETINA die Brücke zwischen Betroffenen und Medizinerinnen und Medizinern geschlagen und entscheidend dazu beigetragen, dass über Netzhauterkrankungen geforscht wird. Das Ergebnis: die erste Gentherapie für eine genetisch bedingte Netzhauterkrankung.

Jürgen Dusel: Ein Mann mit blauem Jackett und weißem Hemd und Kurzhaarschnitt lächelt in die Kamera

„50 Jahre PRO RETINA – das ist vor allem eine beeindruckende Erfolgsgeschichte von gelebtem Engagement und Empowerment“

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und Schirmherr des Jubiläumsjahrs von PRO RETINA Deutschland e. V.

„Was 1977 wie ein Traum erschien, ist heute Wirklichkeit.“

Prof. Dr. Dr. Eberhart Zrenner

Krankheitsbewältigung

Seit 50 Jahren ist PRO RETINA für die Menschen da, wenn sie nach der Diagnose Netzhauterkrankung aufgefangen werden müssen und wissen wollen, wie sie mit nachlassender Sehkraft leben können – mit individueller Beratung und persönlichem Austausch auf Augenhöhe, damit sie die Krankheit bewältigen können.

„PRO RETINA ist zur erweiterten Familie geworden.“

Volker, Angehöriger

Versorgungsverbesserung

PRO RETINA hat schon in den Anfangsjahren eine bessere Versorgung eingefordert. Ein wichtiger Baustein zur besseren Versorgung ist die Gründung des PRO RETINA-Patientenregisters, das Betroffene und Medizin miteinander verbindet.

„Das Patientenregister hat das Potenzial, der Motor für medizinischen Fortschritt auf diesem Gebiet zu werden.“

Henriette Reker, ehem. Kölner Oberbürgermeisterin

Selbstbestimmt leben

Seit fünf Jahrzehnten macht sich PRO RETINA auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen stark für Inklusion und Barrierefreiheit, damit auch sehbeeinträchtigte und blinde Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben.

„Ich bin davon überzeugt, dass Inklusion ein Grundrecht ist und wir dessen konsequente Umsetzung nur durch den Dialog auf Augenhöhe schaffen. Ich freue mich sehr, dass sich PRO RETINA diesem Ziel verschrieben hat.“

Lina M., Betroffene
Grußwort von Jürgen Dusel, Schirmherr des Jubiläumsjahrs von PRO RETINA
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50 Jahre PRO RETINA – über 50 Gründe zu feiern

Im Jubiläumsjahr finden in ganz Deutschland in den PRO RETINA-Regionalgruppen und online Veranstaltungen anlässlich des runden Jubiläums statt. Die Übersicht über die Veranstaltungen wird ständig aktualisiert.

Meilensteine der PRO RETINA

Aus einer Selbsthilfeinitiative ist eine starke Gemeinschaft geworden, die Beratung, Forschungsförderung und Interessenvertretung zur selbstbestimmten Teilhabe miteinander verbindet.

Was sich in 50 Jahren verändert hat

1977: Netzhauterkrankungen werden vor allem durch die Untersuchung des Augenhintergrunds, Gesichtsfeldmessungen und die Elektroretinografie (ERG) diagnostiziert. Feinste Veränderungen der Netzhaut sind noch nicht sichtbar.

1991:  Die OCT (Optische Kohärenz Tomographie) revolutioniert die Netzhautdiagnostik. Erstmals können die einzelnen Netzhautschichten hochauflösend und nichtinvasiv im Querschnitt dargestellt werden.

Heute: Moderne OCT-Verfahren, OCT-Angiografie, Fundusautofluoreszenz und weitere bildgebende Verfahren ermöglichen eine frühzeitige Erkennung und genaue Verlaufskontrolle von Netzhauterkrankungen. In Kombination mit der molekulargenetischen Diagnostik können Erkrankungen wesentlich präziser eingeordnet werden.

„PRO RETINA bedeutet für mich vor allem das Gefühl, nicht allein zu sein.”

Markus, Betroffener

PRO RETINA gestaltet Zukunft – Ausblick auf die nächsten 50 Jahre

Forschungsförderung – unsere Vision:

Zu allen Netzhauterkrankungen gibt es Therapien, die den Fortgang der Erkrankung auch in jungen Jahren zum Stillstand bringen und die Sehkraft bewahren.

„Die Stimme der Patientinnen und Patienten ist noch zu leise.”

Dr. Frank Brunsmann, Leiter Ressort Diagnose und Therapie PRO RETINA

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