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Teilnehmende im Kanu
Teilnehmende im Kanu
Teilnehmende im Kanu
Teilnehmende im Kanu
Gruppenfoto der Teilnehmenden
Gruppenfoto der Teilnehmenden
Teilnehmende im Kanu
Teilnehmende im Kanu
Teilnehmende im Kanu
Teilnehmende im Kanu
Teilnehmende im Kanu
Teilnehmende im Kanu

Bei PRO RETINA aktiv – der offenen Gruppe der Regionalgruppe Trier – stand kürzlich eine außergewöhnliche Kanutour auf dem Altarm der Saar auf dem Programm. Vierzehn Teilnehmende mit unterschiedlichem Sehvermögen – darunter zwei Vollblinde, vier stark Seheingeschränkte, eine Frau mit Multipler Sklerose – sowie sieben Sehende kamen zusammen, um gemeinsam das Wasser, die Natur und ein starkes Gemeinschaftserlebnis zu genießen.

Route und Ablauf
Strecke: Von Schoden nach Kanzem, ca. 7,8 Kilometer
Rudern: ca. 2,5 Stunden Bootsroutine
Bootssituation: Fünf Kanus – vier mit drei Personen, eines mit zwei Personen
Sicherheitskonzepte: In jedem Kanu saß eine sehende Person hinten, die das Steuern übernahm; alle trugen Schwimmwesten; Gepäck wurde in wasserdichte Säcke verpackt
Besondere Highlights der Umgebung: Ein Naturerlebnis durch das Wiltinger Saarbogen-Naturschutzgebiet mit Seerosenfeldern, Schilf- und Röhrichtzonen, Weiden- und Eschenlandschaften; vielfältige Vogelstimmen, Libellen, Frösche, Schwäne und Enten bereicherten den Tag

Besondere Ereignisse
Trotz Niedrigwasser und der damit verbundenen Herausforderungen blieb die Gruppenstärke fokussiert und sicher. Gegen Ende der Tour geriet eine Gruppe in eine Stromschnelle, kam in seichtes Gewässergebiet, setzte auf einen Stein und kenterte. Dank schneller Hilfe durch die unmittelbare Nachbarschaft konnte das Blinde-Paarfuß ins 2er-Kanu gesetzt werden; weiteren Insassen gelang der Wiedereinstieg ins Boot. Ein weiteres Boot verlor zwei Ruder beim Bergen eines wassergeschützten Gepäckstücks. Alle Teilnehmenden blieben unverletzt, wenngleich fünf nass wurden.
Wichtig: Die positive Gruppenstimmung blieb erhalten; Unterstützung, Koordination und gegenseitige Rücksichtnahmen standen klar im Vordergrund.

Inklusion, Sicherheit und Teamwork
Die Tour zeigte eindrucksvoll, wie Haltung, Vorplanung und gegenseitige Unterstützung Barrieren überwinden und Teilhabe für Menschen mit unterschiedlichem Sehvermögen ermöglichen.
Sicherheit wurde großgeschrieben: klare Rollenverteilung (Steuerpositionen durch Sehende), geprüfte Ausrüstung, PFDs, rasche Notfallreaktionen und kommunikatives Miteinander prägten den Tag.
Barrierefreiheit in der Praxis: Die Aktivität richtet sich an Jung und Alt – mit Blick auf individuelle Bedürfnisse, Anpassungen und Hilfen, damit jede/r Teilhaben kann.

Finanzierung und Ausblick
Die Tour wurde durch die Verleihung des Selbsthilfepreises Rheinland-Pfalz an die Regionalgruppe Trier finanziell unterstützt. Dadurch war eine noch inklusivere Teilnahme möglich.
Zukunftsausblick: Die Saarstrecken bieten unterschiedliche Tourenoptionen, sodass sich auch in den kommenden Jahren neue, abwechslungsreiche Erlebnisse ergeben. Die Gruppe plant, diese Aktivität fortzusetzen und weiter zu stärken.

Wie geht es weiter?
Wir veröffentlichen regelmäßig Berichte wie diesen, um Einblicke in inklusives Outdoor-Erleben zu geben und Mut zu machen, Neues zu wagen.
Wenn Sie mehr über PRO RETINA aktiv erfahren möchten oder an zukünftigen Touren teilnehmen möchten, besuchen Sie unsere Website oder kontaktieren Sie uns direkt.

Wir sagen danke an alle Teilnehmenden, Begleiterinnen und Begleiter sowie an die Unterstützerinnen und Unterstützer – gemeinsam zeigen wir, dass Vielfalt das Abenteuer noch lebendiger macht. Vieles ist möglich – TROTZDEM.