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Krippenführung für Sehbehinderte am 27.12.24
Die Regionalgruppe Köln hatte ihre Mitglieder zur Krippenführung für Sehbehinderte mit Herrn Günter Leitner am 27.12.24 eingeladen.
Wir besuchten drei Krippen in der Kölner Innenstadt, die Herr Leitner für die Sehbehinderten „sichtbar“ machte.
Zuerst gingen wir in die romanische Kirche St. Kunibert. Die Figuren sind bekleidete Gliederfiguren aus den 30er Jahren, die aus Holz gefertigt wurden. Der Künstler ist nicht bekannt. Durch die enge Zusammenarbeit Herrn Leitners mit der Kirchenleitung St. Kunibert war es möglich, eine Figur und deren Kleidung anzufassen.
Weiter ging es nach St. Agnes. Dort bestaunten wir bereits vor der Kirche die künstlerischen Werke der Kinder der Kirchengemeinde aus Ton. Im Inneren der Kirche wurde uns dann eine Krippe der bekannten Kölner Krippenkünstlerin Lita Mertens vorgestellt. Ihre Krippenfiguren waren ebenfalls bekleidete Gliederfiguren aus Holz, die die Weihnachtsgeschichte erzählen.
Als letzte Kirche besuchten wir St. Gertrud in der Krefelder Straße. Ein Gegensatz zu den vorherigen Krippen – fast lebensgroße Figuren aus massivem Buchenholz, die 2016 von Schülerinnen und Schülern der Kunstschule Kattowitz, Kölns Partnerstadt, hergestellt wurden. Viel Gold wurde verwendet und es war eine sehr eindrucksvolle Krippe in einer Kirche, die dieser Kirchengemeinde nicht mehr für heilige Messen zur Verfügung steht.
Das Besondere an diesen Krippenführungen ist, dass man zum Teil die Figuren anfassen darf, die der Stadtführer in der Hand hält, oder man den Altarraum betreten darf. Dieser ist ansonsten abgesperrt. Die Zeit verging wie im Fluge und Herr Leitner hat noch empfohlen auf eigene Faust die kölsche Krippe im Brillenhaus Föhlisch am Eigelstein zu besuchen. Diese Krippe ist dem Kölner Hänneschen Theater gewidmet.
(Text: Heidi Giesen)