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Eine Skulptur aus den schwarzen Anfangsbuchstaben des Museums mre auf einem silbernen Sockel mit dem Schriftzug Museum Reinhard Ernst
Eine Skulptur aus den schwarzen Anfangsbuchstaben des Museums mre auf einem silbernen Sockel mit dem Schriftzug Museum Reinhard Ernst
Hände ertasten Hähne eines kunstvoll gestalteten Waschbeckens in Dreiecksform
Hände ertasten Hähne eines kunstvoll gestalteten Waschbeckens in Dreiecksform
Hände fühlen das Tastmodell vom Atrium des Museums
Hände fühlen das Tastmodell vom Atrium des Museums
Hände tasten die Modelle vom Museum und vom Atrium ab
Hände tasten die Modelle vom Museum und vom Atrium ab
Hände tasten das Kunstwerk "Ein Glas Wasser, bitte" ab
Hände tasten das Kunstwerk "Ein Glas Wasser, bitte" ab

Ausflug der Regionalgruppe Mainz ins mre, Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden.

Am 23.08.2025 startete der Ausflug ins mre in Wiesbaden. Wir bedanken uns bei den Teammitglieder der RG Mainz Beate und Beat, die den Ausflug organisiert haben

Wir waren alle sehr gespannt, was uns im Museum erwartet.

Im Foyer begrüßte uns unsere Museumsführerin Gabi.

Schon ging unsere blindentechnische Führung los. Zuerst fuhren wir mit dem Aufzug ins Untergeschoss zur Garderobe, damit die größeren Taschen und Rucksäcke dort untergebracht werden konnten.

Die Führung begann im Waschraum, denn sogar die Waschräume sind sehenswert, da es keine einzelnen Waschbecken gibt, sondern ein kunstvoll gestaltetes großes Dreieck mit verschiedenen Hähnen für Wasser, Seife und Handtrockner.

Gabi erzählte uns während der Führung viel über das Gebäude und die verschiedenen Materialien, die für den Bau verwendet wurden. Die Fußböden bestehen immer wieder aus verschiedenen Materialien, z.B. Granit aus Südafrika oder Eichenholzdielen in verschiedenen Größen. Auch die Wände bestehen aus unterschiedlichen Materialien, Stein oder Glas, und wurden mit verschiedenen Techniken gestaltet. Wir durften ausgewählte Wände anfassen und taktil das Material erfahren.

Das Gebäude wurde von dem japanischen Architekten Fumihiko Maki entworfen, dabei wurde darauf geachtet, dass es ein Museum für abstrakte moderne Kunst wird.

Unser nächstes Ziel war das im Erdgeschoss befindliche Kunstwerk „The Ladybird, the Innocence and the Cars“ von dem Künstler Karl-Martin Hartmann. Hierbei handelt es um eine Installation mit Glaswänden und einem Glasboden, in deren Mitte ein roter Ferrari steht. In Wirklichkeit handelt es sich hier um eine Garage, da das Auto vom Museumsgründer Herr Ernst noch gefahren wird.

Bei unserem Rundgang durch das Museum gab es ein Tastmodell des Museums.

Gabi hat extra für uns ein kleines Tastmodell von dem Atrium im Zentrum des Museums erstellt, damit alle Teilnehmer sich besser vorstellen können, wie der Lichthof als Kunstwerk aufgebaut ist.

Besonders spannend war das Kunstwerk „Ein Glas Wasser, bitte“ von der Künstlerin Katharina Grosse zu ertasten. Es handelt sich um eine Glaswand, mit vielen bunten Glaselementen mit unterschiedlichen Strukturen und einer Größe von 4m x 12m. Gabi hatte auch eine blaue Glasscheibe und einen Glastropfen dabei, die wir in die Hand nehmen konnten, es handelte sich um Restmaterial aus dem Kunstwerk.

Ein weiteres Kunstwerk, dass ertastet werden durfte, war die Skulptur „Pair“ von Tony Cragg.

Die Führung endete in der Sonderausstellung: Helen Frankenthaler. Move and More.

Gabi hatte sich sehr gut auf uns eingestellt. In der Ausstellung erklärte sie uns die Maltechnik der Künstlerin: Soak-Stain-Technik. Da wir die Bilder nicht berühren durften, hatte Gabi extra ein Stück bearbeitete Leinwand und ein Stück Leinenstoff mitgebracht. Helen Frankenthaler arbeitete mit dem unbehandelten Stoff, und so konnten wir wunderbar den Unterschied erkennen.

Zum Abschluss hatte Gabi noch ein Bild der Künstlerin in Miniformat zum Fühlen nachgestellt, indem sie die verschiedenen Farben auf dem Bild mit unterschiedlichen Materialien darstellte, ebenso hatte sie auch ein Bild des Künstlers Günther Uecker in Miniformat zum Ertasten dabei.

Günther Ueckers Bilder sind dadurch berühmt, da er Kunstwerke mit großen Nägeln geschaffen hat. Gabi hatte zur besseren Verständlichkeit große Zimmermannsnägel dabei, die wir auch anfassen durften.

Durch dieses viele Material und die Tastmodelle, die wir anfassen konnten, war es für uns eine tolle begreifbare Führung.

Bevor wir uns von Gabi verabschiedeten, gaben wir noch ein Feedback zur Führung und konnten auch sagen, was im Museum verbessert werden kann, damit es noch barrierefreier wird.

Wir waren von unserem Besuch sehr beeindruckt.

Vor der Heimfahrt stärkten wir uns noch im Museums Cafe.

Was sehr schön war, auch Mitglieder aus der RG Koblenz nahmen an dem Ausflug teil.

Fazit: Nicht nur im Gebäude werden Kunstwerke ausgestellt, das ganze Gebäude ist auch ein Kunstwerk mit einer Fassade aus amerikanischem „Bethel White“-Granit. In Wiesbaden wird das Museum Zuckerwürfel genannt.

Autorin: Roswitha Schweinfurth