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Mit Paddel und Teamgeist: PRO RETINA aktiv auf Kanutour durch den Wiltinger Saarbogen

PRO RETINA aktiv

Drei Personen sitzen in einem roten Kanu auf einem Fluss. Zwei von ihnen paddeln, die dritte Person sitzt in der Mitte. Alle tragen Schwimmwesten, das Wetter ist sonnig, und im Hintergrund sind Bäume am Ufer zu sehen.
Gemeinsam unterwegs: Drei Paddler steuern ihr rotes Kanu auf der Saar.
Zwei Personen paddeln in einem roten Kanu auf einem ruhigen Fluss. Beide tragen Schwimmwesten, das Wetter ist sonnig, und am Ufer sind grüne Bäume und Sträucher zu sehen.
Auf ruhiger Fahrt: Zwei Personen genießen die Kanutour im Sonnenschein.
Blick vom Wasser auf ein Flussufer mit hohem Gras, gelb blühenden Pflanzen und dichten grünen Bäumen. Im Hintergrund sind Weinberge an einem Hang zu erkennen.
Naturnahe Eindrücke: Bunte Ufervegetation mit gelben Blüten am Saarufer.
Blick vom Fluss auf ein bewachsenes Ufer mit Bäumen, Sträuchern und Steinen. Im Hintergrund sind grüne Weinberge an einem Hang zu sehen, darüber ein klarer blauer Himmel.
Blick in die Landschaft: Weinberge und grüne Hänge begleiten den Flusslauf.

Kanutour auf dem Altarm der Saar – Samstag 16. August 2024

PRO RETINA aktiv – eine offene Gruppe der PRO RETINA Deutschland e.V. Regionalgruppe Trier, die mehrmals im Jahr AKTIV MITEINANDER unterwegs ist….

Dieses Mal ging es gemeinsam auf eine Kanutour auf den Altarm der Saar. Von Schoden nach Kanzem, Strecke ca. 7,8 Kilometer, Ruderzeit ca. 2,5 Stunden.

14 Personen nahmen daran teil, darunter 2 Vollblinde, 4 hochgradig Seheingeschränkte, eine Frau mit Multiples Sklerose und 7 Sehende. Es gab 5 Kanus, 4 davon wurden mit 3 Personen besetzt, das Fünfte mit 2 Personen. Wichtig war, das auf jedem Kanu ein Sehender hinten saß und die Steuerposition übernahm. Zu Beginn gab es von den Verantwortlichen eine kurze Einweisung, dann wurden die Schwimmwesten verteilt, das Gepäck in wasserdichte Säcke verstaut, jeder bekam ein Ruder und los konnte es gehen.

Ein wahres Landschaftserlebnis für alle Sinne führte durch ein Naturschutzgebiet – den Wiltinger Saarbogen vorbei an Seerosenfeldern, Schilf und Röhricht vorbei an weiten Flussauen mit Weiden und Eschen. Der Geruch war einzigartig und die Geräusche der Natur machten die Kanutour zu einem Erlebnis der besonderen Art. Libellen, Grasfrösche, Schwäne und Enten, unterschiedlichste Vogelgesänge all das war gleichermaßen für Sehende, Seheingeschränkte und blinde Menschen etwas ganz Besonderes und trotz all dieser Schönheiten war höchste Konzentration an den Rudern gefragt.

Bei der Einweisung wurde mitgeteilt, dass die Saar Niedrigwasser habe – grundsätzlich nichts Schlimmes aber man müsse darauf achten, nicht auf Steinen aufzusetzen und gegebenenfalls zu kentern…. – dass wollte natürlich keiner gleichwohl die Tagestemperatur von 25 C und strahlend blauer Himmel hier nicht das größte Problem gewesen wäre….

Und tatsächlich, auf dem letzten Drittel der Kanutour erwischte es eine Gruppe.

Sie befuhr gerade eine Stromschnelle, kam in seichtes Gebiet, setzte auf einem Stein auf und kenterte…. – Die 3 Insassen, der Sehende, ein Vollblinder und ein hochgradig sehbehinderter Mann im Alter von 75 Jahren landeten im Wasser, das Bott lief voll und es bestand Hilfebedarf. Da die anderen Kanus in Sichtweite waren kam schnell Hilfe, der Blinde wurde in das 2er Kanu gesetzt und die anderen beiden erklommen ihr Kanu und ruderten zum Endpunkt.

Ein anderes Kanu wollte aus dem Wasser den Sack des gekenterten Kanus bergen und verlor dabei 2 Ruder und auch hier ging „Mann über Bord“…. – aber außer dem Schreck im ersten Augenblick hatte sich Niemand verletzt und alle kamen gut erhalten am Endpunkt an, wenn auch 5 von Ihnen sehr Nass… Aber es hat allen Teilnehmern sehr viel Freude gemacht und sie entschieden, auch im nächsten Jahr wird sowas nochmals gemacht den auf der Saar kann man unterschiedliche Touren buchen und diese Art der Aktivität ist für Jung und Alt gleichermaßen geeignet.

Und in diesem Jahr konnte die Tour Dank der Verleihung des Selbsthilfepreis Rheinland-Pfalz an die Regionalgruppe Trier sogar finanziell unterstützt werden – Vieles ist Möglich - TROTZDEM!