Möchten Sie die Darstellung der Website ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen?
Die Einstellungen können Sie auch später noch über das Symbol
ändern.
„Blindheit muss nicht immer die Pointe sein“
Videopremiere zur Woche des Sehens: Der sehbehinderte Comedian Timur Turga im Interview
Videopremiere: Der sehbehinderte Comedian Timur Turga im Interview
Er ist ein erfolgreicher Stand-up-Comedian, der durchs ganze Land tourt, bekannt aus TV-Formaten wie „Die besten Comedians Deutschlands“. Und er ist ein Mann mit Seheinschränkung, der lang mit seiner Augenkrankheit gehadert hat, jetzt mit den Barrieren in seinem Alltag umgeht und mit 5 Prozent Sehvermögen sehr genau beobachtet, wie unsere Gesellschaft mit Behinderung umgeht. Und er ist lustig. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das Interview, das Timur Turga der „Woche des Sehens“ gegeben hat (www.woche-des-sehens.de/timur). Das Gespräch spannt einen weiten Bogen – von Diskriminierung im Backstage und den immergleichen Fragen im Alltag bis zu Bühnenauftritten, die ihn glücklich machen.
Timur Turga war Anfang 20, als er seine Ausbildung zum Kinderpfleger wegen einer fortschreitenden Sehbehinderung abbrechen musste. Heute ist der 30-Jährige ein regelmäßiger Gast auf Bühnen und in TV-Comedy-Formaten; vor kurzem war er in der Reality-Comedy „Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber“ zu sehen.
Zitate
„Für mich muss die Blindheit nicht immer die Pointe sein. Oft ist sie halt einfach nur Teil der Situation, weil sie halt eben Teil meines Lebens ist.“
„Ich würde auf jeden Fall sagen, dass ich meine Erblindung viel durch Comedy verarbeitet hab, aber dass Comedy nicht unbedingt immer der beste und gesündeste Weg ist.“
„Ich weiß nicht, welche Info ich dadurch gewinne, wenn ich ein Gesicht abtaste. Weil ich mir denke: Was kommt denn da für eine Überraschung auf mich zu? ‚Du hast eine Nase. Irre!‘“
„Richtig oft entscheiden Leute für mich, was ich kann, was ich nicht kann und wie ich mich zu fühlen hab. Und das finde ich schon diskriminierend.“
Das Interview mit Timur Turga im Video (15-minütiger Zusammenschnitt) unter: www.woche-des-sehens.de/timur
15. Oktober: Internationaler Tag des weißen Stockes
Im Jahr 1964 wurde vom US-Kongress eine Resolution in Kraft gesetzt, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day (übersetzt ungefähr: „Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes“) erklärte. Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit.
Der Tag des weißen Stockes entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der sehbehinderten und blinden Menschen. Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens.
25. Woche des Sehens
Die „Woche des Sehens“ findet auch dieses Jahr wieder vom 8. bis zum 15. Oktober statt – und das bereits zum 25. Mal! Die Aktionswoche unter der Schirmherrschaft von Gundula Gause informiert in zahlreichen Veranstaltungen über Blindheit, Sehbehinderung und Augengesundheit in Deutschland wie auch in den ärmsten Ländern der Welt. Träger der Kampagne sind der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband, das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit, die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft und PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird die „Woche des Sehens“ zudem von der Aktion Mensch. Weitere Informationen unter: www.woche-des-sehens.de
Für Radiosender und Hörmedien:
O-Ton-Paket Timur Turga und sendefertiger Radiobeitrag zum Herunterladen