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Photobiomodulation bei AMD

Stellungnahme der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, der Retinologischen Gesellschaft und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands

Stand: Juli 2025

Die sogenannte Photobiomodulation basiert auf dem Zusammenwirken (Interaktion) von Licht unterschiedlicher Wellenlänge mit zellulären Strukturen und molekularen Bestandteilen. Der Begriff Photobiomodulation ist nur vage definiert. Als Synonym wird auch die Bezeichnung „Low Level Lasertherapie“ verwendet. Die Photobiomodulation ist Gegenstand vieler Untersuchungen in der Medizin, um degenerative Prozesse zu verlangsamen oder aufzuhalten. 
Durch eine Licht-Stimulation aus dem gelben, roten und nahinfraroten Bereich (500 - 900nm) werden photochemische Prozesse ausgelöst, die den Zellstoffwechsel verändern sollen. Der genaue Wirkmechanismus ist unklar. Geltend gemacht wird z. B., dass Zellfunktion und Stoffwechselaktivität angeregt, Entzündungsreaktionen gehemmt, das Absterben von Zellen eingedämmt und die Bildung von Wachstumsfaktoren unterdrückt werden sollen.
In Europa besitzt das LumiThera Valeda Light Delivery System eine CE-Kennzeichnung. Anfang November 2024 hat die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) die Photobiomodulation in den USA zugelassen.
Die Studien, die zur FDA-Zulassung geführt haben, werden hinsichtlich ihrer Aussagekraft kritisch bewertet. Die Veröffentlichung weiterer Studien wird erwartet. 
Zusammenfassend ist die Wirksamkeit der Behandlung anhand der aktuell verfügbaren klinischen Daten nicht bewiesen. Es gibt sogar Hinweise auf Risiken (Gefäßneubildungen). Eine Behandlungsempfehlung wird deswegen derzeit nicht ausgesprochen. Die Behandlung sollte aktuell nur im Rahmen klinischer Studien durchgeführt werden. 

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Stellungnahme DOG BVA RG Photobiomodulation AMD

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