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Forschungsförderung: PRO RETINA gratuliert PD Dr. Kristina Pfau und Priv.-Doz. Dr. Dr. Petra Larsen
Liebe Abonnenten,
die PRO RETINA Deutschland e. V. gratuliert Priv.-Doz. Dr. Kristina
Pfau und Priv.-Doz. Dr. Dr. Petra Larsen herzlich zu ihren
außergewöhnlichen Auszeichnungen sowie den erhaltenen
Forschungsförderungen in einer Gesamthöhe von 825.000 US-Dollar. Wir
wünschen Frau Pfau und Frau Larsen für ihre weiteren
wissenschaftlichen Tätigkeiten viel Erfolg. Ausführliche
Informationen zu den Auszeichnungen und die damit verbundene
Forschungsförderung lesen Sie bitte im unten stehenden Text.
Internationale Auszeichnung für Bonner Augenforscherin: PD
Dr. Kristina Pfau hat als erste deutsche Ärztin den Career
Development Award der Foundation Fighting Blindness erhalten
Neue Verfahren zur Früherkennung degenerativer Netzhauterkrankungen
wie der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) stehen im
Mittelpunkt eines Forschungsprojekts von Privatdozentin Dr. med.
Kristina Pfau, Oberärztin und Leiterin des klinischen
Studienzentrums der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn. Für
ihre Arbeiten hat sie nun den renommierten Career Development Award
der US-amerikanischen Foundation Fighting Blindness erhalten. Die
Foundation Fighting Blindness ist die weltweit größte private
Förderorganisation für die Erforschung von Netzhauterkrankungen. Die
Auszeichnung ist mit einer Förderung in Höhe von 375.000 US-Dollar
über fünf Jahre verbunden.
Konventionelle Funktionstests erkennen frühe und mittlere
Krankheitsstadien der AMD oft nicht zuverlässig. Lange bevor
Veränderungen apparativ nachweisbar sind, berichten Betroffene
bereits über Sehprobleme in Dunkelheit oder Dämmerlicht.
Dr. Pfaus Forschungsprojekt verfolgt zwei eng miteinander verknüpfte
Ziele: Erstens die Entwicklung und Validierung praxistauglicher
Dunkeladaptationsprotokolle für die AMD – also Tests, die
zuverlässig frühe Funktionsverluste erkennen, dabei aber deutlich
kürzer und damit für Patientinnen und Patienten weniger belastend
sind. Zweitens soll eine genomweite Untersuchung genetischer
Modifikatoren erfolgen, die den Verlauf der Augenerkrankung bei
Pseudoxanthoma elasticum (PXE) unabhängig vom bekannten Hauptgen
ABCC6 beeinflussen und potenziell direkte Ansatzpunkte für die
Entwicklung zielgerichteter Therapien liefern.
Die übergeordnete wissenschaftliche Hypothese ist, dass beide
Erkrankungen, AMD und PXE, eine gemeinsame Sequenz von
Funktionsveränderungen teilen: von einer verlangsamten
Dunkeladaptation über den Verlust der
Stäbchen-Photorezeptoren-Funktion bis hin zur Beeinträchtigung der
Zapfen-Photorezeptoren. Dieses Verständnis könnte nicht nur frühere
Diagnosen ermöglichen, sondern auch die Entwicklung neuer Therapien
sowie zukünftige klinische Studien entscheidend voranbringen.
Forschungsförderung: Priv.-Doz. Dr. Dr. Petra Larsen erhält New
Investigator Grant der "BrightFocus Foundation"
Mit dem New Investigator Grant der „Bright Focus Foundation“ in Höhe
von 450.000 US-Dollar erhält Priv.-Doz. Dr. Dr. Petra Larsen die
Möglichkeit, ihre eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Seit September
vergangenen Jahres leitet sie den Bereich ophthalmologische
Epidemiologie in der Arbeitsgruppe von Prof.
Monique Breteler und arbeitet zugleich als Ärztin an
der Augenklinik des
Universitätsklinikums Bonn (UKB). Diese Kombination aus
Forschung und klinischer Praxis prägt ihre tägliche Arbeit.
Ihr Forschungsprojekt „Mapping the Molecular-Imaging Interface in
Age-Related Macular Degeneration: A Multimodal Approach” untersucht
die Mechanismen der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), um
deren unterschiedliche Erscheinungsformen besser zu verstehen. Die
AMD gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen im höheren Alter.
Diese Erkrankung schädigt die Netzhaut im Bereich des schärfsten
Sehens und kann unbehandelt bis zum vollständigen Verlust der
Sehfähigkeit führen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Verknüpfung verschiedener
Datenebenen: Bildgebende Verfahren der Netzhaut wie Fundusfotografie
und optische Kohärenztomografie (OCT) werden mit genetischen
Analysen und molekularen Daten verknüpft. Mithilfe statistischer
Methoden sollen Zusammenhänge identifiziert und Krankheitsverläufe
präziser vorhergesagt werden. Ziel ist die Entwicklung
krankheitsspezifischer Risikoprofile, eine genauere
Charakterisierung unterschiedlicher AMD-Verlaufsformen und somit
eine verbesserte Prognose der Erkrankung. Langfristig zielt das
Projekt darauf ab, die Grundlage für eine präzisere
Risikostratifikation und neue, biologisch fundierte Therapieansätze
zu schaffen.
Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben startet im Juli. Beteiligt am
Projekt sind interne Partner am DZNE sowie am UKB und internationale
Kooperationspartner, darunter die Universität Bordeaux und die
Universität Mainz.
Informationen auf der Webseite der „BrightFocus Foundation“.
Quellen:
vom 16.06.2026
vom 01.07.2026
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Newsletter-Redaktion
eingestellt von: Rainer Bartels
Klinische Studien
Dies ist eine kurze Zusammenfassung von Abläufen von klinischen Studien und Marktzulassung von Therapien (Medikamenten oder der Kostenübernahme durch die Krankenkassen).
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PRO RETINA Deutschland e. V.
Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen
Mozartstr. 4 - 10
53115 Bonn
Telefon: +49 (228) 227 217 0
E-Mail: info@pro-retina.de
Internet: www.pro-retina.de
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