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Veranstaltungsbericht Junges Forum "Herausforderungen in Ausbildung und Beruf"
Veranstaltungsbericht Junges Forum am 9.5.2026 Thema: Herausforderungen in Ausbildung und Beruf
Am Samstag, den 9. Mai 2026 trafen sich weniger Teilnehmer als gewohnt in den Räumen des Selbsthilfezentrums.
Nach einleitenden Worten von Sebastian Fischer war Frau Schlagmüller vom Berufsförderungswerk (BfW) Würzburg in Veitshöchheim online zugeschaltet. Frau Schlagmüller, stellvertretende Abteilungsleitung operative Geschäftsfelder des BFW Würzburg und Teamleiterin des Regionalcenters München, informierte ausführlich und anschaulich über die Angebote des BFW Würzburg mit seiner Außenstelle in der Lothstraße in München:
Das BfW Würzburg engagiert sich seit 1962 für die berufliche Wiedereingliederung von blinden und sehbehinderten Menschen.
Prävention
Dafür gibt es das CaseManagement und BAF (Berufliche Anpassungsfortbildung) direkt am Arbeitsplatz oder im BFW, bei dem Arbeitnehmer individuell geschult werden, um trotz Sehbehinderung weiterarbeiten zu können.
Beratung
Beim BfW in Würzburg werden Assessments durchgeführt mit Eignungsabklärung, Belastungserprobung und Hilfsmittelberatung; sie dauern in der Regel 5-10 Tage. Danach können sich weitergehende Maßnahmen anschließen.
Qualifizierung
Das BfW bietet eine blindentechnische Grundrehabilitation für Menschen an, die mit ihrem Augenlicht im Beruf nicht mehr produktiv arbeiten können. Die wichtigsten Lerninhalte sind die Braille-Schrift und der Umgang mit dem Computer auf Basis von Screenreadern. Die Grundreha dauert ein Jahr.
Für Menschen, die ihr Sehvermögen noch wirtschaftlich verwertbar einsetzen können, wird ein Rehablilitationsvorbereitungslehrgang angeboten. Dieser hat einen Umfang von 3 bis 8 Monaten. Hier wird unter anderem die Arbeit mit Vergrößerungssoftware trainiert.
Zudem gibt es zertifizierte Umschulungen im kaufmännischen Bereich und in der Informationstechnik.
Auch Erstausbildungen werden angeboten.
Das BFW Würzburg bietet auch vom BAMF geförderte Sprachkurse für blinde und sehbehinderte geflüchtete Menschen an. Diese können Deutsch-Kenntnisse auf Niveau B1 und B2 erwerben.
Integration
Ziel ist immer die Sicherung bestehender Arbeitsplätze. Das BFW unterstützt bei der Wiedereingliederung an den Arbeitsplatz.
Kostenträger sind normalerweise die Rentenversicherung oder die Arbeitsagentur. Um die Leistungen des BfW zu erhalten, muss ein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben gestellt werden und der drohende Verlust des Arbeitsplatzes vorliegen.
Für Interessierte die Kontaktdaten von Frau Schlagmüller:
silvia.schlagmueller@bfw-wuerzburg.de
Fon 0931-9001-136
Mobil 0170-5233893
Nach dem Vortrag beantwortete Frau Schlagmüller Fragen der Teilnehmenden und es gab noch einen regen Austausch untereinander.