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Erkundigung der aufblühenden Natur und Herstellung von leckeren Speisen und Getränken im Schulbiologiezentrum am 07.04.26 in Hannover

von Christian Schulte

Am Osterdienstag, dem 7. April haben wir zusammen mit der Diplom-Biologin Sieglinde Fink das Gelände des Schulbiologiezentrums Hannover erkundet, viele Pflanzen und Blühten mit allen Sinnen erkundet und sie gesammelt, um sie anschließend mit gekauften Lebensmitteln zu leckeren Speisen und Getränken zu verarbeiten. Es nahmen elf Interessierte daran teil. Das Wetter war den ganzen Tag über sonnig und es wurde nach der kühlen Nacht angenehm warm.

Die Teilnehmenden trafen sich um 12:25 Uhr am Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnhof Hannover. Auch der Mobilitätstrainer Friedel Grenner war dabei. Ich schaute, dass alle eine relativ gut sehende Begleitung fanden. 

Zunächst gingen wir zu Gleis 2, wo um 12:40 Uhr eine S-Bahn bis zur Haltestelle „Ledeburg“ fuhr. Von einer nahegelegenen Bushaltestelle wollten wir in die Nähe des Schulbiologiezentrums fahren. Jedoch gab es in dieser Straße auf dieser Seite eine große Baustelle, sodass der Bus diese Haltestelle nicht anfahren konnte. Dort gab es leider keinen Hinweis auf die Ersatz-Haltestelle. 

Zum Glück konnten wir einen vorbeifahrenden Baggerfahrer stoppen und nachfragen. Wir mussten wieder einen Teil der Strecke auf der anderen Straßenseite zurückgehen. Da wir auf dem Gehweg teilweise nebeneinander gingen, trat ich mit einem Fuß auf den Rasenstreifen daneben, sah aber nicht, dass dieser dort ein ganzes Stück tiefer gelegen war. Ich geriet so ins Straucheln und fiel auf den Gehweg. Zum Glück konnte ich wieder aufstehen und hatte nur leichtere Prellungen an der linken Schulter und dem Gesäß. 

Die Ersatz-Haltestelle war ein ganzes Stück entfernt, sodass wir den ursprünglich anvisierten Bus nicht mehr bekamen. Fridel Grenner rief sofort Sieglinde Fink an, um ihr mitzuteilen, dass wir etwa 20 Minuten später an der Haltestelle „Altenauer Weg“ eintreffen würden, an der sie schon mit ihrem Rad wartete. 

Wir begrüßten uns herzlich und Sieglinde führte uns über das Gelände des weitläufigen Schulbiologiezentrums Wir gingen an einigen Gewächshäusern vorbei, wie auch an Beeten und Rasenflächen mit Bäumen. Bald kamen wir zum sogenannten Bienenhaus. Darin sind allerdings keine Bienen zu finden, sondern nur in den Bienenstöcken dahinter. Im Gebäude befindet sich eine Art Klassenzimmer mit einigen Tischgruppen und Stühlen. Dort lernen normalerweise Schülerinnen und Schüler viel über die Natur. Da wir unseren Termin extra auf die Osterferien gelegt hatten, hatten wir dort alles zur freien Verfühung. Es gibt hier auch eine Küche und Toiletten. 

Sieglinde skizzierte hier zunächst den Verlauf der Natur-Erlebnistour. Anschließend gingen wir nach draußen und stellten uns im Kreis auf. Da einige zum ersten Mal dabei waren, stellten wir uns zunächst alle vor. 

Dann führte uns Sieglinde zu einem Lindenbaum, an dem schon einige Knospen und kleinere Blätter zu finden waren. Auch einige trockene Früchte vom letzten Jahr hingen noch daran. Wir sammelten einen Teil dieser kleinen Blätter, allerdings so verteilt, dass es nicht auffiel. Jetzt ging es weiter über das Gelände, welches auch aus kleineren Waldgebieten besteht. 

Wir erreichten den Gemüsegarten mit der Gewürzspirale. Hier war natürlich zu dieser Zeit noch nicht viel angepflanzt. Als wir am 27.06.25 dort waren, sah es ganz anders aus. Bei der Gewürzspirale konnten wir den Schnittlauch kosten und ernteten den Sauerampfer. Beides schmeckte recht unterschiedlich. 

Auf einer Wiese zeigte uns Sieglinde die Gänseblümchen, die wir auch sammelten, wie auch die Blühten des Löwenzahns. Auch der Gundermann ist hier zu finden, den Pferde möglichst nicht fressen sollten.

Im Duftgarten pflückten wir den Tymian, der auch intensiv roch. Dann gibt es dort noch den Apothekergarten. In der Mitte ist hier ein recht großer Mensch auf dem Boden dargestellt, also mit dem Kopf, den Armen und Beinen, aber auch mit seinen Organen. In Beeten kann man die Pflanzen finden, die für einen bestimmten Bereich des Körpers hilfreich sind. Natürlich war vieles zu dieser Jahreszeit noch nicht reif. Die Hefesprossen konnten wir hier aber pflücken. 

Anschließend führte uns Sieglinde in ein Waldgebiet. Hier war jede Menge Bärlauch zu finden. Allerdings ist dazwischen auch der Ahornstab, der für Menschen giftig ist. Sieglinde zeigte uns die Unterschiede, damit wir diesen nicht pflückten. Anschließend kontrollierte sie im Bienenhaus aber alle gesammelten Früchte, damit wir nicht giftiges zu uns nahmen. Die Bärlauch-Blätter sind recht geruchsintensiv, allerdings kann man sie auch essen, allerdings möglichst nur bis zu dem Zeitpunkt, wo er blüht. Dies ist inzwischen der Fall. In der Nähe wuchs aufchder Giersch, welches wir auch pflückten und probierten. Hier gibt es auch eine Quelle, die in einem Bach mündet. Somit kam während der Führung auch der Hör-Sinn zum Tragen. 

Auf dem Rückweg kamen wir auch an einem Kirschbaum vorbei, der schon angefangen hatte zu blühen. Zuvor lernten wir schon das giftige Maiglöckchen und die Osterglocke und Narzisse kennengelernt. 

Im Schulbiologiezentrum sagte uns Sieglinde, welches Speisen und Getränke wir aus den gesammelten Utensilien zubereiten wollten und gab uns auch die dazugehörenden Rezepte. 

In einer Gruppe stellte ich zunächst die Tomaten-Mozzarella-Kräuterspieße her, zu der man Cocktail-Tomaten, Mini-Mozzarella und Sauerampfer braucht. Anschließend zerkleinerten wir mit einem Messer die Bärlauch-Blätter, um sie anschließend mit einer gekauften Packung Butter zu einer Bärlauch-Butter zu vermengen, die noch mit Zitronensaft angereichert wird. Sie strichen wir später auf gekauftes Brot. 

Andre stellten in dieser Zeit den sogenannten Hopfenspargel her, zu dem man etwa 15 Zentimeter lange Hopfensprossen nimmt. Außerdem stellen sie in einer Schüssel mit einem Pürier-Stab aus Bärlauch, Zitrone und einigen Gewürzen eine Bärlauch-Pesto her. Mithilfe von einigen gesammelten Früchten, einer Birne, einem Apfel, einer Banane, Saftorangen und Kokoswasser zauberten andere einen grünen Smoothie, welches oben mit Kirschblühten verziert wurde. 

Ich deckte die Tische und stellte einen Großteil der oben erwähnten Köstlichkeiten darauf, die auf jeden Fall sehr gesund sind. 

Nachdem wir die Mahlzeit beendet hatten, mussten wir mit Friedel Grenner über das Gelände wieder zur Bushaltestelle zurückgehen, da der Bus dort um 17:42 Uhr abfahren sollte. Er hatte aber einige Minuten Verspätung. Zuvor verabschiedeten wir uns von Sieglinde, die sich wieder viel Mühe gegeben hatte und anschließend noch den Abwasch und das Aufräumen zu bewerkstelligen hatte. Die Führung war für uns kostenlos, da sie die Stadt Hannover finanziert hat. 

An der Haltestelle „Herrenhäuser Gärten“ stiegen wir in die Stadtbahn um, die uns zum Kröpcke brachte. Friedel Grenner sorgte dafür, dass wir eine Stadtbahn bekamen, die uns zum Hauptbahnhof zurückfuhr. Hier trafen wir um kurz nach 18:00 Uhr ein und fuhren anschließend mit unseren Bahnen nach Hause. Den Teilnehmenden hat diese Unternehmung wieder viel Freude bereitet und wir haben bei bestem Wetter viel über die Natur erfahren.