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Perspektiven bei Seheinschränkung und Blindheit Thementag unter der Schirmherrschaft des Behindertenbeauftragten der Stadt Bitburg
Trier/Bitburg, Mai 2026. Wie gestaltet man sein Leben, wenn die Sehkraft nachlässt? Welche Hilfsmittel gibt es? Wer kann mich kompetent beraten? Das sind einige der Themen, um die es anlässlich des Tags der Sehbehinderung am 6. Juni 2026 beim Thementag in Bitburg geht. Expertinnen und Experten aus Medizin, Selbsthilfe und Unternehmen informieren und beraten Betroffene und ihre Angehörigen ab 10 Uhr im Haus der Jugend in Bitburg. Zu der Kooperationsveranstaltung laden die PRO RETINA Regionalgruppe Trier und die Gemeindeschwesterplus ein. Die Schirmherrschaft hat Gert Wanken, Behindertenbeauftragter der Stadt Bitburg, übernommen.
Rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Netzhauterkrankung und damit mit der Angst vor dem Verlust des Augenlichts. Die Gemeindeschwesternplus und die Regionalgruppe Trier von PRO RETINA wollen den Betroffenen Mut machen und sie gemeinsam für ein Plus an Lebensqualität beraten – trotz der Erkrankung!
Marion Palm-Stalp vom Leitungsteam der PRO RETINA Regionalgruppe Trier erklärt: „Durch unsere Beratung und unsere Hilfe konnten wir den Alltag vieler Betroffener deutlich verbessern.“ Manche Problematik ist schnell zu lösen, für vieles bedarf es aber der Kooperation mit einem guten Netzwerk. Dies ist ausschlaggebend dafür, dass die Gemeindeschwesterplus und die PRO RETINA Deutschland e. V. Regionalgruppe Trier aufklären möchten – aufklären über Möglichkeiten, trotz der Erkrankung ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Dies wünscht sich auch Uli Beuttler von den Gemeindeschwesternplus aus Bitburg. Gerade im ländlichen Bereich leben Betroffene häufig isoliert. Oft sind sie wenig über ihre Erkrankungen aufgeklärt und trauen sich nicht mehr allein unterwegs zu sein. Wenn das Sehvermögen nachlässt, wird die Mobilität sehr eingeschränkt. Fehlende oder unzureichende Infrastruktur sorgt dafür, dass Betroffene nicht mehr von A nach B kommen, und so ergibt sich ein Kreislauf begrenzten Handlungsspielraums. Zudem wissen viele auch nicht, was es an Therapien und Hilfsmitteln gibt und an wen sie sich wenden können. Hier tut Aufklärung Not.
Der Tag im Überblick
Zahlreiche Firmen, Organisationen und Institutionen werden am Samstag, 6. Juni 2026 in der Zeit zwischen 10:00 Uhr und 16:15 Uhr die Besucherinnen und Besucher zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten informieren und beraten:
- Julia Müller von der Augenklinik Petrisberg, Trier, informiert über Durchblutungsstörungen, Augeninfarkt, Angiografie, Netzhautablösung sowie AMD, über Therapien, Prognosen, bewährte und neue Behandlungsverfahren.
- Sylvester Sachse-Schüler von der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB®), weist in seinem Vortrag den erfolgreichen Weg zum Pflegegrad bei Sehbehinderung.
- In einem Vortrag von der AOK geht es um augengesundes Essen.
- Hilfsmittelfirmen stellen ihre Produkte vor, die den Alltag erleichtern
Expertinnen und Experten der verschiedenen Organisationen beantworten zudem Fragen und beraten die Besucherinnen und Besucher individuell. Ein besonderes Angebot sind die Rikscha-Schnupperfahrten. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Engagierten Stadt, der Elisabeth-Konferenz und dem Caritasverband Bitburg. Angehörige können mit Hilfe eines VIP Simulators (Visually Impaired Person Simulator) erfahren, wie Menschen mit Seheinschränkung die Welt sehen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.