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TES-GAP-Studie: Kann Elektrostimulation das Fortschreiten der geografischen Atrophie beeinflussen?
Liebe Abonnenten,
die geografische Atrophie (GA) ist eine fortgeschrittene Form der trockenen altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD). Durch den fortschreitenden Verlust von Netzhautzellen nimmt das zentrale Sehvermögen zunehmend ab. Für viele Betroffene bedeutet dies erhebliche Einschränkungen beim Lesen, Erkennen von Gesichtern oder anderen Alltagsaktivitäten. Trotz intensiver Forschung sind die Behandlungsmöglichkeiten in Europa derzeit noch begrenzt. Umso wichtiger ist es, neue Therapieansätze wissenschaftlich sorgfältig zu prüfen.
Was ist die transkorneale Elektrostimulation?
Die transkorneale Elektrostimulation (TES) wird seit vielen Jahren als möglicher Behandlungsansatz für verschiedene Netzhauterkrankungen erforscht. Dabei werden schwache elektrische Ströme pulsartig über die Hornhaut ins Auge geleitet. Präklinische Untersuchungen und erste klinische Studien deuten darauf hin, dass diese Stimulation biologische Prozesse in der Netzhaut beeinflussen und möglicherweise neuroprotektive Mechanismen aktivieren könnte. Zur Zeit werden kontrollierte Studien durchgeführt, um den möglichen Nutzen dieser Therapie objektiv zu bewerten.
Was untersucht die TES-GAP-Studie?
Mit der TES-GAP-Studie untersucht die Okuvision GmbH erstmals gezielt die transkorneale Elektrostimulation bei Menschen mit geografischer Atrophie. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit der Behandlung zu bewerten und erste Hinweise darauf zu erhalten, ob sich die Sehfunktion oder das Fortschreiten der Erkrankung beeinflussen lassen.
Zum Einsatz kommt das OkuStim® 2-System. Nach einer Einweisung führen die Teilnehmenden die Behandlung einmal wöchentlich für 30 Minuten selbstständig zu Hause durch. Insgesamt sollen 70 Patientinnen und Patienten über einen Zeitraum von zwölf Monaten begleitet werden.
Wer kann teilnehmen?
Eingeschlossen werden können Menschen mit geografischer Atrophie infolge einer trockenen AMD. Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählen:
• Alter von mindestens 60 Jahren,
• diagnostizierte geografische Atrophie,
• Fähigkeit, die Behandlung regelmäßig selbstständig zu Hause durchzuführen,
• keine Epilepsie und keine aktiven Implantate wie Herzschrittmacher.
Die Studie wird derzeit an den Universitätskliniken Stuttgart, Ulm, München und Tübingen durchgeführt. Ein weiteres Studienzentrum am UKE Hamburg befindet sich im Aufbau.
Interessierte Betroffene können sich an eines der teilnehmenden Studienzentren wenden. Weitere Informationen finden sich im Studienregister: ClinicalTrials.gov.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Newsletter-Redaktion
eingestellt von: Rainer Bartels
Klinische Studien
Dies ist eine kurze Zusammenfassung von Abläufen von klinischen Studien und Marktzulassung von Therapien (Medikamenten oder der Kostenübernahme durch die Krankenkassen).
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