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Universitätsmedizin Göttingen: Erste von vier Else Kröner Professuren am EKFZ für Optogenetische Therapien nimmt Arbeit auf

Liebe Abonnenten,

PD Dr. Christian van Oterendorp hat zum 1. Mai 2026 die Else Kröner Professur für Translationale Ophthalmologie an der Klinik für Augenheilkunde der Universitätsmedizin Göttingen angetreten. Die im Rahmen der Förderung des Else Kröner Fresenius Zentrums (EKFZ) für Optogenetische Therapien durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) neu geschaffene Professur zielt darauf ab, die angestrebten klinischen Studien des Teams II Optogenetic Vision Restoration (Leitung Prof. Dr. Emilie Macé und Prof. Dr. Hans Hoerauf) in den nächsten Jahren voranzubringen. Die Optogenetik ist eine spezielle Form der Gentherapie, mit der sich Zellen über genetisch exprimierte, lichtaktivierte Proteine lichtempfindlich machen lassen.

Die EKFS fördert seit 2024 mit dem EKFZ für Optogenetische Therapien ein bundesweit einzigartiges Forschungszentrum, das innovative optogenetische Therapieansätze für Patientinnen und Patienten mit Taubheit, Blindheit, Magenlähmung oder Bewegungsdefiziten entwickelt. Das Ziel besteht darin, neue optogenetische Verfahren für die klinische Anwendung nutzbar zu machen.

Im Bereich der Augenheilkunde liegt der Fokus auf Erkrankungen wie der Retinitis pigmentosa, einer bislang unheilbaren Netzhauterkrankung, die häufig zur Erblindung führt. Bei dieser Erkrankung sterben die lichtempfindlichen Photorezeptoren der Netzhaut schrittweise ab. Mithilfe optogenetische Therapien sollen verbliebene Nervenzellen der Netzhaut wieder lichtempfindlich gemacht werden, um so einen Teil des Sehvermögens zurückzugewinnen.

Das Forschungsteam um Prof. Dr. Christian van Oterendorp, Prof. Dr. Emilie Macé und Prof. Dr. Tim Gollisch möchte mit der am EKFZ für Optogenetische Therapien gebündelten Expertise an neuen Behandlungsansätzen zur Wiederherstellung des Sehvermögens bei erblindeten Menschen arbeiten. Parallel dazu werden an der Universitätsmedizin Göttingen klinische Studien durchgeführt, die das Verständnis der Degenerationsprozesse der Netzhaut verbessern und die Grundlage für gezielte optogenetische Therapieansätze schaffen. Auch Rehabilitationsstrategien, die Patientinnen und Patienten dabei helfen sollen, ihre wiedergewonnene Lichtempfindlichkeit im Alltag zu nutzen, sind Teil der Forschung.

Prof. Dr. Christian van Oterendorp hat Humanmedizin in Freiburg im Breisgau studiert. Nach Stationen an der Universitäts-Augenklinik Freiburg und dem Addenbrooke’s Hospital in Cambridge ist er seit 2014 an der Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen tätig, seit 2023 als Leitender Oberarzt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Überlebens- und Degenerationsprozessen retinaler Ganglienzellen sowie auf bildgebenden Verfahren des Kammerwasserabflusses.

Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) – Forschung fördern. Menschen helfen.
Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt humanitäre Projekte. Bis heute hat sie rund 3.000 Projekte gefördert. Mit einem jährlichen Fördervolumen von aktuell rund 90 Millionen Euro ist sie die größte Medizin fördernde Stiftung Deutschlands. Weitere Informationen finden Sie unter: www.ekfs.de.

Pressekontakt:
Else Kröner-Fresenius-Stiftung
Bianka Jerke
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: + 49 6172 8975-24
E-Mail: b.jerke@ekfs.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Cornelia Voß
Wissenschaftliche Förderung (EKFZs)
E-Mail: c.voss@ekfs.de
Tel.: +49 (0)6172 8975-21

Weitere Informationen: ekfs.de

Quelle: idw-online.de vom 28.05.2026

Mit freundlichen Grüßen 
Ihre Newsletter-Redaktion
eingestellt von: Rainer Bartels 

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