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Renommiertes Institut für Ophthalmologie des University College London ehrt Prof. Dr. Uwe Wolfrum für seine Forschung zum Usher-Syndrom
Liebe Abonnenten,
PRO RETINA Deutschland e. V. gratuliert Prof. Dr. Uwe Wolfrum zu der erhaltenen Ehrung und wünscht ihm für seine weitere wissenschaftliche Arbeit viel Erfolg. Für ausführliche Informationen lesen Sie bitte den nachstehenden Text.
In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Verdienste in der Augenheilkunde und Sehforschung wurde Prof. Dr. Uwe Wolfrum vom Institut für Molekulare Physiologie der Johannes Gutenberg- Universität Mainz kürzlich vom renommierten Institut für Ophthalmologie des University College London geehrt.
Als einziges Labor in Deutschland erforscht Professor Dr. Wolfrum mit seinem Team seit vielen Jahren mit Hilfe modernster molekular- und zellbiologischer Methodik die molekularen Grundlagen, die beim Usher-Syndrom, einer besonderen Form angeborener erblich bedingter Netzhaut-Degenerationen, zu Sehverlust führen. Wir berichteten darüber zuletzt im Forschungsnewsletter vom 14.10.2024. Die Forschungsarbeiten wurden u. a. durch die PRO RETINA Stiftung zur Verhütung von Blindheit gefördert.
Bislang konnten zehn Gene identifiziert werden, deren Defekte zum Usher-Syndrom führen. Um die Funktion der Usher-Syndrom-Proteine in der Zelle zu erschließen, versuchen die Forschenden unter anderem Proteine zu identifizieren, die mit den Usher-Syndrom-Proteinen interagieren, und analysieren die daraus resultierenden Proteinnetzwerke. Die Dysfunktionen der Usher-Syndrom-Gene und -Proteine analysiert die Arbeitsgruppe an Modellen, die die spezielle zellbiologische Umgebung des menschlichen Auges simulieren: in zellulären Modellen der Netzhaut, die über Stammzellen von Patientinnen und Patienten generiert werden, sowie in Augen von Schweine-Großtiermodellen, die das menschliche Auge in Größe und Aufbau sehr gut repräsentieren. Neben Untersuchungen zu den pathologischen Veränderungen in der Zellmorphologie ermittelt die Forschungsgruppe in beiden Modellsystemen deregulierte Signalwege. Daraus werden nicht nur neue Erkenntnisse zu den Pathomechanismen, die zum Usher-Syndrom führen, gewonnen, sondern auch relevante Biomarker und neue Ziele für Therapien identifiziert. Aktuell führt das Therapie-Team in der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Wolfrum präklinische Tests von Therapiekonzepten durch mit dem Ziel, diese in naher Zukunft in die klinische Anwendung zu bringen.
Quelle: Pressemitteilung der Universität Mainz vom 13. August 2026
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Newsletter-Redaktion
eingestellt von: Rainer Bartels
Klinische Studien
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